SWK Mobil
| SWK MOBIL GmbH | |
|---|---|
| Basisinformationen | |
| Unternehmenssitz | Krefeld |
| WebprÀsenz | https://www.swk.de/ |
| Bezugsjahr | 2008 |
| Verkehrsverbund | VRR |
| Mitarbeiter | 414 (2016) |
| Umsatz | 40,2 (2016) |
| Linien | |
| Spurweite | 1000Â mm (Meterspur) |
| StraĂenbahn | 4 |
| Bus | 23 |
| Anzahl Fahrzeuge | |
| StraĂenbahnwagen | 5 Hochflur (DĂWAG) + 31 Niederflur BOMBARDIER |
| Omnibusse | ca. 90 |
| Statistik | |
| FahrgÀste | 39,2 |
| Fahrleistung | 10,7Â Mio. km pro Jahr |
| LĂ€nge Liniennetz | |
| StraĂenbahnlinien | 45,9Â km |
| Buslinien | 500,5Â km |
Die SWK MOBIL GmbH ist eine Tochtergesellschaft der SWK AG und versorgt als Nahverkehrsunternehmen die Stadt Krefeld und ihre westliche Umgebung (Kreis Viersen). Das Unternehmen ist Mitglied im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und war, bis diese am 1. Januar 2012 im VRR aufging, Mitglied der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN).
StraĂenbahn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die VorgĂ€ngergesellschaft KREVAG wurde am 1. Januar 1884 als Crefeld-Uerdinger Localbahn AG durch die Stadt Krefeld als Betreibergesellschaft der vom Berliner Unternehmen Eisenbahnbau- und Betriebs-Gesellschaft Reymer und Masch 1883 im Auftrag der Stadt erbauten, fĂŒr 40 Jahre konzessionierten Bahn gegrĂŒndet. Innerhalb eines Jahres bauten sie drei meterspurige Dampfbahnstrecken zu den benachbarten Orten und eine Pferdebahn zur Verbindung dieser beiden Bahnen im Stadtgebiet.[1]
Seit dem 15. Dezember 1898 wird die Stadt durch die von der Rheinischen Bahngesellschaft AG betriebenen und normalspurigen K-Bahn aus Richtung DĂŒsseldorf angefahren. Da diese gut angenommen wurde, die Pferdebahn an ihre KapazitĂ€tsgrenze stieĂ und die Dampfbahn wegen ihres LĂ€rm und ihrer Abgase nicht sehr beliebt war, schloss die Stadt am 11. September bzw. am 13. September 1899 mit dem Betreiber der Bahn den Konzessionsvertrag, der die Elektrifizierung aller Strecken vorsah. DarĂŒber hinaus sollten bis zum 1. Juli 1902 noch sechs weitere Strecken gebaut werden. Im ursprĂŒnglichen Vertrag war festgesetzt, dass die Gesellschaft am 31. Dezember 1942 in den Besitz der Stadt ĂŒbergehen sollte. Damit wurde die Lokalbahn Eigenbetrieb der Stadt.
Um die Um- und Ausbauarbeiten zu finanzieren, nahm die Gesellschaft, die seit 1900 den Namen Crefelder StraĂenbahn AG trug, 3,5 Millionen Mark an zusĂ€tzlichem Kapital auf.

Ab 1917 kamen GĂŒtertransporte hinzu. Da dazu auch die Beförderung von Kohle gehörte, stellte man am 8. Februar 1918 eine Verbindung zwischen Traar und Moers her und erhielt direkten Anschluss an die Moers Homberger StraĂenbahn GmbH. Im Westen erfolgte in Schiefbahn der Anschluss an die StraĂenbahn MĂŒnchen-Gladbach (heute der Stadtteil Gladbach von Mönchengladbach). Ab der Fertigstellung verkehrten auf diesen Gleisen zwischen Moers, Krefeld, Willich, MĂŒnchen-Gladbach und Rheydt vier dampfbetrieben ZĂŒge.
Ab 1931 war die Stadt Krefeld die alleinige Besitzerin der StraĂenbahn. Ab dem 1. August firmierte sie unter der Bezeichnung Krefelder Verkehrs AG, kurz KREVAG. Mit der KEG, der Krefelder Eisenbahn-Gesellschaft, begann man am 1. Januar 1933 eine Betriebsgemeinschaft. Nach und nach wurden Strecken eingestellt und verkĂŒrzt. Am 8. Oktober 1933 wurde die Linie 5 eingestellt, und am 31. Dezember 1935 stellte die KEG ihren Personenverkehr ein.
Kriegsbedingt kam es zu EinschrÀnkungen. So musste die KEG ihren Personenverkehr wieder aufnehmen, da der Omnibusbetrieb 1939 eingestellt wurde.
Vom 3. Dezember 1949 bis zum 29. Mai 1964 ergĂ€nzte der Oberleitungsbus Krefeld die StraĂenbahn, er bestand aus einer einzigen Linie mit der Nummer 19 und fĂŒhrte vom Hauptbahnhof nach Benrad.
1978 wurde die 1868 gegrĂŒndete Crefeld-Kreis Kempener Industrie-Eisenbahn Gesellschaft, zwischenzeitlich KEG, eingegliedert. Zu dieser Zeit kamen auch die Ăberlegungen fĂŒr ein weit angelegtes S- und Stadtbahnnetz in Nordrhein-Westfalen auf. So sollte in Krefeld die von DĂŒsseldorf kommende Stadtbahn bis HĂŒls verlĂ€ngert werden und in der Innenstadt in einem Tunnel verschwinden. Dieses Vorhaben wurde bis heute nicht umgesetzt.
Ab dem 1. Januar 1980 ist die Stadt Krefeld und somit die KREVAG Mitglied im VRR. Die Linien in diesem Bereich erhielten alle eine fĂŒhrende 0 und aus den Linien 1â4 wurden die Linien 041â044.
1990 wurde die KREVAG mit der Stadtwerke Krefeld GmbH verschmolzen.
Am 6. September 1996 wurde am Weeserweg der modernisierte Betriebshof eröffnet. Die Kosten fĂŒr den Umbau und die Modernisierung betrugen rund 100 Millionen DM.
1997 wurde ein neues Gutachten fĂŒr die StraĂenbahn in Auftrag gegeben. Dieses regte an, die StraĂenbahnlinien von Krefeld nach Willich und nach Moers wieder zu reaktivieren. Auch sollte die StraĂenbahn vom Friedrichsplatz ĂŒber das Eisstadion bis zur Benrader StraĂe, vom Wilhelmsplatz in St. Tönis bis Vorst und in HĂŒls vom Betriebshof bis in den Ortskern verlĂ€ngert werden. Diese VorschlĂ€ge sind nie ĂŒber das Planungsstadium hinaus gekommen.
Der Verkehrsbetrieb wurde im Jahr 2002 wieder als Tochter SWK MOBIL GmbH ausgegliedert. Zu diesem Zeitpunkt bestand das Netz aus vier Linien und umfasst rund 46 Kilometer LinienlÀnge und 37,7 Kilometer StreckenlÀnge. Von diesen sind 15,8 Kilometer auf einem eigenen Bahnkörper verlegt und laufen so gut wie unbeeinflusst vom Individualverkehr.
Aktuell
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Zu SWK MOBIL gehören 20 Bus- und 4 StraĂenbahnlinien. Alle StraĂenbahnen sowie die U76 (Stadtbahnlinie DĂŒsseldorf-Krefeld) verkehren zusammen im Zentrum der Stadt auf dem Ostwall auf meter- und normalspurigen Mehrschienengleisen. Die Stadtwerke betreiben zudem die historische Eisenbahn Schluff, die von St. Tönis zum HĂŒlser Berg fĂ€hrt. Auf deren Gleisen wird auch GĂŒterverkehr ausgefĂŒhrt.
Stadtbahnlinien der Rheinbahn (Stand: Februar 2025)
| Linie | Verlauf | Takt |
|---|---|---|
| Krefeld, RheinstraĂe â Krefeld Hbf Hochflurbetrieb der Rheinbahn; ehemalige K-Bahn; ergĂ€nzender Schnellverkehr zur Linie U 76 wĂ€hrend der HVZ; es werden nicht alle Haltestellen der Linie U 76 bedient. | 20 min | |
| Krefeld, RheinstraĂe1 â Krefeld Hbf Hochflurbetrieb der Rheinbahn; ehemalige K-Bahn; Abschnitt 4â6 dieser Linie gehört zum DĂŒsseldorfer Nachtnetz; in den Schulferien gilt ein besonderer Fahrplan. Abweichender Takt: Abschnitt 4â6: tĂ€glich 0-1 Uhr und 20-24 Uhr, samstags 6-9 Uhr und sonn- und feiertags 9â20 Uhr alle 15 min und samstags 1-6 Uhr und sonn- und feiertags 1-9 Uhr alle 30 min; Abschnitt 1â4: tĂ€glich 0-1 Uhr und 20-24 Uhr, samstags 5-9 Uhr und sonn- und feiertags 6â20 Uhr alle 30 min | 20 min (1-4) 10 min (4-5) |
StraĂenbahnlinien (Stand: Mitte Juli 2026)
Linie | Linienweg |
| 041 | Tönisvorst-St. Tönis â KR-Schicksbaum â Krefeld Hbf â Königshof â Fischeln â Grundend |
| 042 | Elfrather MĂŒhle â Gartenstadt â Bockum â Zoo â Krefeld Hbf â Lehmheide â Stahldorf â Edelstahlwerk Tor 3 |
| 043 | Uerdingen Bf â Bockum â Zoo â Krefeld Hbf |
| 044 | Rheinhafen â Linn â Oppum â Krefeld Hbf â Inrath â HĂŒls |
Buslinien (Stand: Februar 2025)
Linie | Linienweg |
| 045 | Steeger Dyk â HĂŒlser Markt â Krankenhaus â HĂŒls Friedhof |
| 046 | Schulzentrum Reepenweg â HĂŒls â Inrath â Schulzentrum Horkesgath (nur Schultage) |
| 047 | Gewerbepark Fischeln â Edelstahlwerk Tor 3 â Stahldorf â Fischeln â Oppum â Bockum â Linn â Gellep-Stratum (nur montags-samstags) |
| 049 | KR-HĂŒls Steeger Dyk â Markt â Reepenweg â Leidener StraĂe |
| 051 | Krefeld Hbf SĂŒd â Krefeld Hbf â Karlsplatz â Frankenring â Benrad â Forstwald (Elsternweg) |
| 052 | Oppum â DieĂem â Krefeld Hbf â KR-Traar â Moers-Kapellen â Moers Bf |
| 053 | KR-Edelstahlwerk Tor 3 (042) â Willich St. Töniser StraĂe â Willich Bonnenring â Willich-MĂŒnchheide â Siemensring (nur montags â freitags) |
| 054 | Willich Anrath â Lehmheide â Krefeld Hbf â Cracau â Bockum â Uerdingen Bf |
| 055 | KR-Edelstahlwerk Tor 3 (042) â Willich St. Töniser StraĂe â Willich Bonnenring / Willich Kirche â Willich-Schiefbahn â Willich-Knickelsdorf |
| 056 | (KR-Edelstahlwerk Tor 3 > Gewerbegebiet SĂŒdpark > ) KR-Edelstahlwerk Tor 3 (042) â Willich St. Töniser StraĂe â Willich-MĂŒnchheide â Siemensring â Willich-Neersen |
| 057 | Meerbusch-Bösinghoven â KR-Oppum â DieĂem â Krefeld Hbf â Kempener Feld â Inrath |
| 058 | Königshof â Friedhöfe â Krefeld Hbf â Cracau â Verberg â Gartenstadt â Uerdingen Bf â Elfrath â Traar |
| 059 | Gartenstadt â Uerdingen â Linn |
| 060 | KR-Grundend (U70/76) â Fischeln â Krefeld Hbf â Kliedbruch â Neukirchen-Vluyn Niep â HĂŒlser Berg |
| 061 | KR-Grundend (U70/76) â Fischeln â Krefeld Hbf â Kliedbruch â Girmesgath (- Horkesgath nur an Schultagen / â Kempener Feld nur abends) |
| 062 | KR-Forstwald â Tönisvorst-St. Tönis (041) â Vorst â Oedt â MĂŒlhausen â Grefrath â Vinkrath |
| 068 | KR-Forstwald â Tönisvorst-St. Tönis (041) â Kempen Bf |
| 069 | KR-Tackheide â Lehmheide â Krefeld Hbf â Inrath â KR-HĂŒls â St. Hubert â Kempen Bf |
| 839 | Meerbusch-Haus Meer (U70/76) â Bösinghoven â Lank â Nierst â Ilverich â Meerbusch-Haus Meer (U70/76) zusammen mit Rheinbahn |
| 927 | Krefeld Hbf â Cracau â Bockum â Uerdingen Bf â KR-Hohenbudberg â DU-Rheinhausen |
Linien im Nachtverkehr (Stand: 1. Februar 2025)
Linie | Linienweg |
| 041 | Fischeln â Krefeld Hbf â RheinstraĂe â KR-Obergplatz |
| 042 | Stahldorf â Krefeld Hbf â RheinstraĂe â Bockum â Gartenstadt â Elfrath |
| 043 | Krefeld Hbf â RheinstraĂe â Bockum â Uerdingen (nur bis Mitternacht) |
| 044 | Linn, Rheinhafen â Krefeld Hbf â RheinstraĂe â HĂŒls |
| NE5 | Krefeld Hbf, SĂŒdeingang â Krefeld Hbf â Gatherhof â Forstwald, Frachtpostzentrum â Elsternweg |
| NE6 | Moers, Bahnhof â Traar â RheinstraĂe â Krefeld Hbf â Oppum â Meerbusch, Bösinghoven |
| NE7 | Kempener Feld â RheinstraĂe â Krefeld Hbf â Krefeld Hbf, SĂŒdeingang |
| NE8 | Fischeln â Stahldorf â Krefeld Hbf â RheinstraĂe â Verberg â Gartenstadt â Uerdingen â Elfrath |
| NE10 | Stahldorf â Willich â Willich, Neersen |
| NE27 | Krefeld Hbf â RheinstraĂe â Bockum â Uerdingen (â Duisburg, Rheinhausen Markt nur bis Mitternacht) |
Buslinien anderer Betriebe (Stand: Februar 2025)
Linie | Linienweg |
| SB80 | Uerdingen Am Röttgen â DU-Rumeln â Moers Königlicher Hof (NIAG) |
| 076 | Krefeld Hbf â RheinstraĂe â Inrath â HĂŒls â Kempen-Tönisberg â Neukirchen-Vluyn â Kamp-Lintfort (DB Rheinlandbus) |
| 077 | Krefeld Hbf â RheinstraĂe â Inrath â HĂŒls â Kempen-Tönisberg â Schaephuysen â Rheurdt Oermterberg (DB Rheinlandbus) |
| 079 | Krefeld Hbf â RheinstraĂe â Inrath â HĂŒls â Kempen-Tönisberg â Kerken-Stenden â Kerken-Aldekerk Bf (DB Rheinlandbus) |
| 831 | Meerbusch Haus Meer (U70/U76) â KR-Gellep-Stratum â Uerdingen Am Röttgen â Uerdingen HPZ (Rheinbahn) |
| 941 | KR-Uerdingen Bf â Am Röttgen â DU-MĂŒndelheim â DU-HĂŒttenheim â DU-Buchholz â DU-GroĂenbaum â DU-Wedau Wolfssee (DVG) |
In den NĂ€chten von Sonntag auf Montag bis Donnerstag auf Freitag verkehren die Nachtverkehrslinien von 22:00 Uhr bis ca. 0:00 Uhr. In den NĂ€chten von Freitag auf Samstag und vor Sonn- und Feiertagen gilt dies etwa zwischen 22:00 und 4:00 Uhr.
Auf einigen Linien fahren Fahrzeuge der Firma Rath Reisen aus Viersen als Subunternehmer.
Auf der Linie 927 fÀhrt die KVS (Kraftverkehr Schwalmtal). Zum Einsatz kommen allerdings Busse der SWK Mobil.
Entwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die SWK MOBIL hat die Ausschreibung des Stadtbusses Bocholt gewonnen und sollte den Betrieb ursprĂŒnglich zum 1. Januar 2010 beginnen.[2] Aufgrund vergaberechtlicher Unklarheiten hatte die Vergabekammer MĂŒnster Rechtsmittel eingelegt, so dass der Betrieb erst zum 1. Juli 2010 aufgenommen wurde. ZunĂ€chst wurde fĂŒr eine Ăbergangszeit von einem Monat mit Bussen der SWK MOBIL GmbH gefahren, seit 1. August 2010 mit den neuen Fahrzeugen der eigens fĂŒr die DurchfĂŒhrung des Verkehrs in Bocholt gegrĂŒndeten Tochtergesellschaft SWK FAHRSERVICE GmbH.[3] Vom 9. Januar 2014 bis Januar 2024 betrieb die SWK FAHRSERVICE auch die Schnellbuslinie S75 (âSprinterbusâ) zwischen Bocholt und MĂŒnster mit vier Doppelstockbussen, womit die BetriebsaktivitĂ€ten rĂ€umlich weiter ausgebaut wurden.[4]
Im August 2019 starteten die Stadtwerke Krefeld und die Firma ioki mit âmein SWCARâ einen per App buchbaren Nachtverkehr mit fĂŒnf elektrifizierten Fahrzeugen des englischen Herstellers LEVC.[5]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Michael Kochems: 125 Jahre StraĂenbahn in Krefeld, in Strassenbahn Magazin Juni 2008, S. 14â23.
- â SWK Mobil ĂŒbernehmen Bocholter Stadtbus-Verkehr, Rheinische Post
- â https://www.bbv-net.de/Lokales/Bocholt/Neue-Stadtbusse-fahren-erst-ab-2-August-in-Bocholt-68363.html https://www.moebahn.de/t4873f32-BOH-SWK-Mobil-uebernehmen-Bocholter-Stadtbus-Verkehr.html
- â Hans-Georg Knapp: Der Sprinterbus Bocholt-MĂŒnster hat einen neuen Betreiber. 8. Januar 2024, abgerufen am 5. Februar 2025 (deutsch).
- â vom 28. August 2019