St. Pölten
Erscheinungsbild
| Statutarstadt St. Pölten | ||
|---|---|---|
| Wappen | Ăsterreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Statutarstadt | |
| Kfz-Kennzeichen: | P | |
| FlĂ€che: | 108,44 kmÂČ | |
| Koordinaten: | 48° 12âČ N, 15° 38âČ O | |
| Höhe: | 267 mÂ ĂŒ. A. | |
| Einwohner: | 60.112 (1. JÀn. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 554 Einw. pro kmÂČ | |
| Postleitzahlen: | 3100, 3104, 3105, 3107, 3109, 3140, 3151, 3385 | |
| Vorwahl: | 02742 | |
| Gemeindekennziffer: | 3Â 02Â 01 | |
| NUTS-Region | AT123 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Rathausplatz 1 3100 St. Pölten | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| BĂŒrgermeister: | Matthias Stadler (SPĂ) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2026) (42 Mitglieder) |
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| Lage von St. Pölten | ||
St. Pölten | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
St. Pölten (amtliche Schreibweise;[1] gesprochen immer, mitunter auch geschrieben: Sankt Pölten; bairisch-österreichisch Sankt Pödn ausgesprochen) ist seit 1986 Landeshauptstadt und mit 60.112 Einwohnern (Stand 1. JĂ€nner 2026)[2] gröĂte Stadt Niederösterreichs. Nach seiner Einwohnerzahl belegt St. Pölten auf der Liste der gröĂten StĂ€dte Ăsterreichs den neunten Platz.
Die Stadt im Alpenvorland am Fluss Traisen weist eine FlĂ€che von 108,44 kmÂČ auf und ist zugleich Statutarstadt, Gemeinde als auch Bezirk. Die Gegend um St. Pölten ist seit der Steinzeit bewohnt; die Stadt gilt â je nach Definition â als die Ă€lteste oder zumindest eine der Ă€ltesten StĂ€dte Ăsterreichs.
Am 17. November 2016 wurde St. Pölten als 75. Stadt der Ehrentitel âReformationsstadt Europasâ durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.[3]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt liegt im nördlichen Alpenvorland sĂŒdlich der Wachau und damit im Mostviertel, dem sĂŒdwestlichen der vier Viertel Niederösterreichs.
Stadtgliederung
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St. Pölten gliedert sich in elf Stadtteile, die aus insgesamt 42 Katastralgemeinden bestehen (FlÀche Stand 31. Dezember 2023[4]):
- Harland (200,52Â ha)
- Altmannsdorf (133,29Â ha)
- Windpassing (140,98Â ha)
- Ochsenburg (304,57Â ha)
- Dörfl bei Ochsenburg (67,79 ha)
- Pottenbrunn (827,99Â ha)
- Pengersdorf (245,05Â ha)
- Wasserburg (620,66Â ha)
- Zwerndorf 99,81Â ha)
- Radlberg (keine KG)
- Oberradlberg (212,7Â ha)
- Unterradlberg (313,85Â ha)
- Ratzersdorf (KG: Ratzersdorf an der Traisen, 551,8Â ha)
- Spratzern (693,59Â ha)
- Matzersdorf (114,56Â ha)
- Pummersdorf (322,74Â ha)
- Schwadorf (111,06Â ha)
- Völtendorf (199,25 ha)
- Stattersdorf (491,83Â ha)
- St. Georgen am Steinfelde (66,93Â ha)
- Eggendorf (101,61Â ha)
- Ganzendorf (77,48Â ha)
- Hart (340,15Â ha)
- Kreisberg (90,92Â ha)
- MĂŒhlgang (95,89Â ha)
- Reitzersdorf (90,85Â ha)
- Steinfeld (172,21Â ha)
- Wetzersdorf (54,91Â ha)
- Wolfenberg (74,29Â ha)
- Wörth (77,61 ha)
- St. Pölten (1.178,16 ha)
- Hafing (153,04Â ha)
- Nadelbach (163,59Â ha)
- Teufelhof (84,12Â ha)
- Waitzendorf (345,86Â ha)
- Witzendorf (172,15Â ha)
- Viehofen (256,06Â ha)
- Ragelsdorf (368,23Â ha)
- Weitern (185,66Â ha)
- Wagram (keine KG)
- Oberwagram (345,6Â ha)
- Oberzwischenbrunn (201,77Â ha)
- Unterwagram (248,83Â ha
- Unterzwischenbrunn (245,67Â ha)
Das Gemeindegebiet gliedert sich in 42 gleichnamige Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl mit Stand 1. JÀnner 2026[5]):
- Altmannsdorf (133)
- Dörfl (19)
- Eggendorf (1.278)
- Ganzendorf (85)
- Hafing (32)
- Harland (1.559)
- Hart (1.518) mit Alt-Hart und Neu-Hart
- Kreisberg (23)
- Matzersdorf (30)
- MĂŒhlgang (558)
- Nadelbach (71)
- Oberradlberg (502)
- Oberwagram (4.745)
- Oberzwischenbrunn (74)
- Ochsenburg (326)
- Pengersdorf (53)
- Pottenbrunn (2.672) mit Bahnhofsiedlung
- Pummersdorf (97)
- Ragelsdorf (876)
- Ratzersdorf an der Traisen (1.688)
- Reitzersdorf (7)
- St. Georgen am Steinfelde (399)
- St. Pölten (24.594) mit Am Pittnerberg, Eisbergsiedlung und Kupferbrunn
- Schwadorf (27)
- Spratzern (7.092) mit Waldsiedlung
- Stattersdorf (1.889)
- Steinfeld (138)
- Teufelhof (535)
- Unterradlberg (891)
- Unterwagram (2.315) mit Hubert Schnofl-Siedlung
- Unterzwischenbrunn (38)
- Viehofen (4.795)
- Völtendorf (134)
- Waitzendorf (340)
- Wasserburg (65)
- Weitern (234)
- Wetzersdorf (11)
- Windpassing (54)
- Witzendorf (66) mit Mooshöfe
- Wolfenberg (16)
- Wörth (59)
- Zwerndorf (74)
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Karlstetten Obritzberg-Rust |
Herzogenburg | Kapelln |
| Gerersdorf Neidling |
Böheimkirchen | |
| Ober-Grafendorf | Wilhelmsburg | Pyhra |
Nachbarbezirk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An die Statutarstadt St. Pölten grenzt rundum nur der Bezirk St. Pölten an.
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das auĂeralpine Klima St. Pöltens ist bestimmt von mĂ€Ăig kalten, trockenen, eher trĂŒben Wintern mit wenig Schnee sowie Sommern mit viel Sonne und viel Niederschlag.
Die durchschnittliche Temperatur schwankt im langjĂ€hrigen Monatsmittel zwischen â1,0 °C im JĂ€nner und 19,1 °C im Juli, das Jahresmittel betrĂ€gt 9,2 °C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge ist mit 29,5 mm im JĂ€nner am geringsten und steigt bis zu 88,1 mm im Juli an. Die meisten Regentage verzeichnen die Sommermonate Juni und Juli mit 10,5 bzw. 10,7 Tagen, im Oktober regnet es nur 6,5 Tage. Der Juli ist mit 7,6 durchschnittlichen Tagessonnenstunden der sonnigste Monat, im Dezember hingegen scheint die Sonne nur 1,5 Stunden.[6]
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Klimatabelle fĂŒr St. Pölten 1991â2020
Quelle: Klimadaten der GeoSphere-Austria-Station St.Pölten Landhaus (ID 93), Normalperiode 1991â2020, aufbereitet von Tauernwetter Forschung[7] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Steinzeit bis Eisenzeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gebiet des heutigen St. Pölten war schon in der Jungsteinzeit, etwa seit dem 3. Jahrtausend v. Chr., besiedelt; so gibt es zahlreiche Funde der bemaltkeramischen Kultur. Auch Spuren der Bronzezeit, der Eisenzeit und der Kelten wurden gefunden.
Die Römerstadt Aelium Cetium
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit dem Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. bis etwa 450 befand sich die römische Stadt Aelium Cetium genau an der Stelle, wo im Mittelalter die Altstadt St. Pöltens entstand. Aelium Cetium war eine der bedeutendsten zivilen VersorgungsstĂ€dte der römischen Provinz Noricum, von der aus man mit einem Tagesmarsch etliche mit Soldaten belegte GrenzstĂ€dte an der Donau erreichen konnte. ArchĂ€ologen konnten seit 1988 zahlreiche Funde dokumentieren. Auch der römische Stadtplan ist in Umrissen bekannt; so stimmt etwa die Lage der heutigen Wiener StraĂe/HeĂstraĂe mit der der römischen HauptstraĂe ĂŒberein. Auch die Geschichte der römischen Stadt ist ungefĂ€hr bekannt.
WĂ€hrend der zweiten HĂ€lfte des 4. Jahrhunderts begann das bewohnte Gebiet der römischen Stadt immer kleiner zu werden. In der ersten HĂ€lfte des 5. Jahrhunderts hat der GroĂteil der Bevölkerung die Stadt verlassen, möglicherweise um in sichereren Siedlungen an der Donau Schutz zu finden. Der spĂ€teste Beleg antiken Lebens â ein Grab samt einer SchĂŒssel â stammt in etwa aus dem Jahr 450.[8.1] Aelium Cetium war also verlassen und an seiner Stelle folgte eine jahrhundertelange Siedlungsunterbrechung.[9.1]
Siedlungsunterbrechung
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Vom 5. bis ins 8. Jahrhundert war die spĂ€tere Stadt St. Pölten zwar unbewohnt, jedoch gibt es in nahe gelegenen, heute eingemeindeten Ortschaften Funde aus der Zeit der Völkerwanderung. So sind in den nördlich gelegenen Orten Pottenbrunn und Unterradlberg fĂŒr die Zeit zwischen 500 und 550 Ansiedelungen von kleinen Langobardensippen nachgewiesen. Der Grund dafĂŒr, dass die Germanen die verfallenden Reste der leeren Römerstadt ungenutzt lieĂen, könnte ihre literarisch ĂŒberlieferte Stadtscheu gewesen sein.[8.2][10]
Entstehung von St. Pölten
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Politische Vorgeschichte: Awarenreich und FrÀnkisches Reich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Voraussetzung fĂŒr das Entstehen einer Siedlung im Gebiet des heutigen St. Pölten waren politische UmwĂ€lzungen in gröĂerem MaĂstab. In Mitteleuropa war seit dem Ende des 6. Jahrhunderts das eingewanderte Volk der Awaren (zusammen mit angestammter Bevölkerung) ansĂ€ssig, auch das Gebiet des heutigen Niederösterreichs gehörte vor der GrĂŒndung St. Pöltens zu ihrem Reich. Westlich des Awarenreichs lag zu dieser Zeit das FrĂ€nkische Reich, das sich unter Karl dem GroĂen ausdehnte, auch nach Osten hin. Nachdem es bereits zuvor zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Awaren und fĂŒr das FrĂ€nkische Reich kĂ€mpfenden Truppen gekommen war, erfolgte 791 ein erster groĂer Feldzug Karls gegen die Awaren. In der Folge wurden die Awaren besiegt und verschwanden um 822 â zumindest als eigenstĂ€ndiges Volk â sogar völlig aus der Geschichte.
Die herrschaftliche Erfassung durch das FrÀnkische Reich und die christliche Kirchenorganisation begannen in Niederösterreich 791 und in den folgenden Jahren.[11] Zu jener Zeit entstanden in Niederösterreich neue Siedlungen und Klöster, darunter vermutlich auch das seither durchgehend bewohnte St. Pölten.
Die GrĂŒndung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Viele der Fragen zur GrĂŒndung St. Pöltens sind nach heutigem Forschungsstand noch unbeantwortet. Sicher ist, dass es im FrĂŒhmittelalter im Bereich der heute von den Promenaden umgebenen Innenstadt sowohl ein Kloster (das Hippolytkloster) als auch eine weltliche Siedlung gab. Das archĂ€ologisch nachgewiesene Kloster wurde vom Kloster Tegernsee möglicherweise nach den AwarenfeldzĂŒgen Karls des GroĂen (ab 791), spĂ€testens aber um 850 erbaut. Die Siedlung konnte archĂ€ologisch noch nicht nachgewiesen werden; Name, Entstehungszeit und Lage innerhalb der Altstadt sind in der Forschung umstritten. Möglicherweise ist sie mit dem Ort Treisma identisch, der in Texten des 9. Jahrhunderts mehrmals erwĂ€hnt wird. Jedenfalls ist in einer Urkunde aus dem Jahr 976 von der Siedlung âTreismaâ beim âKloster des Heiligen Hippolytusâ die Rede.[12]
Von diesem Kloster hat die Stadt ihren Namen erhalten: âPöltenâ ist eine eingedeutschte Form des mĂ€nnlichen Vornamens âHippolytâ. Der Namenspatron der Stadt war der westliche Kirchenvater und mutmaĂlich erste Gegenpapst der Geschichte, Hippolyt von Rom (ca. 170â230).
Wahrscheinlich begann die mittelalterliche Geschichte St. Pöltens Ende des 8. Jahrhunderts mit dem Bau des Hippolytklosters, das sich an der Stelle befand, wo heute das BistumsgebĂ€ude St. Pölten steht. Der frĂŒhmittelalterliche Ort lag der gĂ€ngigsten These zufolge westlich des Hippolytklosters auf dem Grund, der heute von der Klostergasse, der Grenzgasse, der Domgasse und der Kremser Gasse umgeben ist. Vermutlich handelte es sich dabei um ein typisches frĂŒhmittelalterliches Haufen- und Gassengruppendorf. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es im frĂŒhen St. Pölten also zwei Grundherrschaftsbereiche auf engem Raum gegeben haben dĂŒrfte: das Hippolytkloster gehörte dem Kloster Tegernsee, die Siedlung Treisma gehörte Passau.[9.2]
Hippolytuskloster
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das St. Pöltner Hippolytkloster im Nordost-Eckbereich der ehemaligen römischen Stadt wurde vom bayerischen Kloster Tegernsee vermutlich nach 791 erbaut. Da Karl der GroĂe die von den Awaren eroberten Gebiete an Teilnehmer der FeldzĂŒge vergab, ist anzunehmen, dass das bayerische Kloster Tegernsee auf diese Weise zu seinen Besitzungen im St. Pöltner Raum gekommen war. Alle frĂŒheren Datierungen des Klosterbaus (wie die Jahre 741 oder 764) vor dem Awarenfeldzug Karls sind unwahrscheinlich.[9.3] Das Hippolytuskloster war ein Benediktinerkloster und mit Reliquien des namengebenden Hippolyt von Rom ausgestattet. Vom Hippolytuskloster konnten bisher nur wenige in den spĂ€teren Neubau einbezogene bauliche Reste gefunden werden,[13] jedoch keine aus vorromanischer Zeit (vor 1000).
Im heutigen Diözesanmuseum ausgestellte KeramikbruchstĂŒcke fand man hingegen schon aus der Zeit der GrĂŒndung des Klosters, 1949 und 1951 sowie 1988 im Kapitelgarten des heutigen BistumsgebĂ€udes St. Pölten.[8.3] FrĂŒhe mittelalterliche Berichte, in denen das Hippolytuskloster erwĂ€hnt wird, stammen aus dem 10. Jahrhundert. Umstritten ist, ob die GrĂŒndungsgeschichte in der 1779 erschienenen Historia Canoniae Sand-Hippolytanae[14] wahr ist, nach der die beiden BrĂŒder Adalbert und Otkar das Kloster grĂŒndeten. Adalbert war jedenfalls von 765 bis 803/804 Abt von Tegernsee.[9.3]
Der Ort Treisma
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]AuĂer von der KlostergrĂŒndung ist in mittelalterlichen Texten auch von einem Ort Treisma die Rede, der sich allerdings nicht im Besitz Tegernsees, sondern im Besitz Passaus befand. Die Forschung ist sich weitgehend einig, dass Treisma der alte Name des entstehenden St. Pölten war, dass also zumindest in einigen der in Frage kommenden Texte Treisma fĂŒr St. Pölten steht. Peter Scherrer nimmt an, dass Treisma sich in den nahegelegenen Orten Pottenbrunn und Unterradlberg befand. Zu einer Besprechung von Scherrers Annahme siehe[9.4] Seine erste beilĂ€ufige ErwĂ€hnung erfĂ€hrt der Ort Treisma in einer Urkunde fĂŒr das Jahr 799.[15] Auch in weiteren ErwĂ€hnungen der beiden folgenden Jahrhunderte ist von passauischem Besitz in Treisma die Rede, den sich die Bischöfe Passaus von weltlichen Herrschern durch Urkunden bestĂ€tigen lieĂen. Im zweiten Viertel des 9. Jahrhunderts wurde Tegernsee Kommende des Bistums Passau, weshalb sich Bischof Pilgrim von Passau 976[16] auch den Besitz des St. Pöltner Hippolytklosters von Kaiser Otto II. bestĂ€tigen lieĂ.[9]
Stadtentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Hippolytuskloster und die von ihm getrennte Siedlung waren die Keimzellen der mittelalterlichen Stadt. Die Entwicklung der St. Pöltner Altstadt, die im Hochmittelalter von der etwa 1253 bis 1286 errichteten St. Pöltner Stadtmauer umgeben wurde, kam erst um 1367 zu einem ersten Abschluss. Um diese Zeit war das Gebiet innerhalb der Stadtmauer erstmals weitgehend bebaut. Trotz der langen Siedlungspause nach dem Untergang der Römerstadt war die mittelalterliche Stadtentwicklung stark von der Anlage Aelium Cetiums geprĂ€gt. Nicht nur, dass die verfallenen Ruinen abgetragen und ihr Material zum Bau verwendet wurde, einige der alten römischen Bauwerke â so etwa am Domplatz â hat man adaptiert und weitergenutzt. Auch einige der im Mittelalter neu angelegten StraĂen und PlĂ€tze liegen exakt dort, wo sich frĂŒher römische StraĂen und PlĂ€tze befanden.
Hochmittelalter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Marktrecht erhielt St. Pölten um 1050. Zur Stadt erhoben wurde St. Pölten 1159 durch Bischof Konrad von Passau. Sie ist damit vor Enns und Wien die Ă€lteste Stadt Ăsterreichs, was allerdings nicht unumstritten ist.[17] Die heutige WĂŒstung Raizinsberg findet 1180 ErwĂ€hnung.
SpÀtmittelalter
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Im 13. Jahrhundert wurde die Stadt um einen Westteil mit dem Breiten Markt (heute Rathausplatz) planmĂ€Ăig erweitert und mit einer Stadtmauer umgeben. Das Viertel um das Kloster wurde dem Propst des Stiftes unterstellt, wĂ€hrend der passauische Teil eine stĂ€dtische Verwaltung mit Richter und Rat erhielt.
Aus der Zeit um 1300 stammen die ersten Nachrichten ĂŒber Juden in St. Pölten. In den Jahren 1306 und 1338 kam es zu Pogromen gegen St. Pöltner Juden. 1338 erfolgte die Verleihung eines neuen Stadtrechts durch Bischof Albrecht II. von Passau.
Bis zum Ende des Mittelalters blieb St. Pölten passauisch und wurde erst als Folge der VerpfĂ€ndung der Stadt an König Matthias Corvinus von Ungarn landesfĂŒrstlich. 1481 verpfĂ€ndete Bischof Friedrich Mauerkircher die Stadt dem ungarischen König, der sie zu einem seiner wichtigsten StĂŒtzpunkte in Niederösterreich im Kampf gegen Kaiser Friedrich III. machte und sehr förderte. 1487 verlieh er St. Pölten einen Wappenbrief, kurz darauf umfangreiche Maut- und Transportprivilegien. Nach der Vertreibung des Ungarnkönigs beanspruchte Maximilian I. im Frieden von Pressburg 1491 die Stadt als Kriegsbeute fĂŒr sich und gab seine AnsprĂŒche auch gegenĂŒber dem eigentlichen Stadtherrn, dem Bischof von Passau, nicht mehr auf.
Als landesfĂŒrstliche Stadt war St. Pölten im Landtag vertreten und erhielt 1538 von Ferdinand I. ein neues Wappen, das seine neue Stellung zum Ausdruck brachte.
Reformation und Gegenreformation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schon 1522 musste der St. Pöltner BĂŒrger Philipp Hueter als AnhĂ€nger der Reformation vor dem Rat und dem Stadtrichter erscheinen. HĂ€ndler, insbesondere BuchhĂ€ndler, hatten das neue Gedankengut von SĂŒddeutschland nach St. Pölten gebracht. Aber erst nach 1550 war der niederösterreichische Landtag vom evangelischen Glauben nach dem Reformator Martin Luther geprĂ€gt, und so versuchten die niederösterreichischen StĂ€dte ihre religiöse Freiheit gegenĂŒber dem katholischen habsburgischen Landesherrn und Kaiser Maximilian II. zu verteidigen. Gegen den Willen des Chorherrenstifts setzte der Rat von St. Pölten unter FĂŒhrung von Ratsherr und Stadtrichter Martin Zandt 1559 durch, dass der ehemalige PrĂ€monstratenser und lutherische Pfarrer Conrad Lindemayer an die Pfarrkirche Unserer Lieben Frauen kam. Der Prediger Sigmund SĂŒĂ wurde 1568 an die Stadtpfarrkirche berufen. 1569 war St. Pölten eine mehrheitlich evangelische Stadt geworden. Eine deutsche BĂŒrgerschule, die alle Bewohner besuchen konnten, wurde gegrĂŒndet, ebenso ein neues âBĂŒrgerspitalâ geschaffen.
Die Gegenreformation hatte anderswo schon eingesetzt, als 1569 Georg Huber neuer Chorherr des Stiftes wurde, der ganz gegen die Evangelischen eingestellt war. Er kĂŒndigte den Prediger SĂŒĂ, so dass nun der Rat seinen Lohn ĂŒbernahm. Daraufhin lieĂ Huber die Pfarrkirche sperren. Unter FĂŒhrung von Zandt wurde die Kirche gewaltsam geöffnet. Dieser Konflikt kam vor den Landesherrn Kaiser Maximilian, der die beteiligten RĂ€te fĂŒr schuldig befand, und Prediger SĂŒĂ musste die Stadt verlassen. Die AnhĂ€nger der Reformation besuchten nun im Herrenhaus des St. Pöltner Franz von Prösing oder in Kapellen und Kirchen adliger Grundbesitzer wie auf Schloss Kreisbach in Wilhelmsburg den evangelischen Gottesdienst. 1578 wurde durch ein kaiserliches Dekret dem Stadtrat alle Neuerungen in der Religion verboten, die stĂ€dtischen Schulen geschlossen und die Fronleichnamsprozession fĂŒr alle verbindlich erklĂ€rt. Das sichtbare evangelische Leben verschwand bis 1623 aus der Stadt. Am 20. MĂ€rz 1625 wurden WohnhĂ€user durchsucht und 220 âhĂ€retischeâ BĂŒcher beschlagnahmt.
Erst 1781 wurden mit dem Toleranzpatent unter Kaiser Joseph II. evangelische Kirchen wieder erlaubt. Ab 1856 leitete der lutherische Prediger des oldenburgischen Reichsgrafs Gustav Adolf Bentinck evangelische Gottesdienste im Schloss Fridau bei Ober-Grafendorf. In der Stadt selbst wurden ab 1877 wieder evangelische Gottesdienste abgehalten und 1892 eine evangelische Kirche fĂŒr die inzwischen auf 170 Personen angewachsene Gemeinde gebaut. Die Familie Baudissin-Zinzendorf vom Schloss Wasserburg unterstĂŒtzte den Bau.[3][18][19]
FrĂŒhe Neuzeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die St. Pöltner Stadtmauer erwies sich im Zuge des Ersten Ăsterreichischen TĂŒrkenkriegs 1529 und des GroĂen TĂŒrkenkriegs 1683 als wirksamer Schutz gegen die TĂŒrken.
Eine besondere BlĂŒtezeit erlebte St. Pölten im 17. und 18. Jahrhundert (1679 wird in der Topographia Provinciarum Austriacarum auch der Name Oppidum Sampoltanum erwĂ€hnt).[20] Jakob Prandtauer und Joseph Munggenast machten die Stadt zu einem Zentrum barocker Baukunst, das der um den Wiener Hof gruppierten Schule fast ebenbĂŒrtig zur Seite stand. Damals erhielt das Stadtbild mit dem Dom, der Karmelitinnenkirche, dem Institut der Englischen FrĂ€ulein, der Rathausfassade und mehreren AdelspalĂ€sten sein reizvolles barockes Aussehen. An der Domkirche (1722â1750) wirkten so namhafte KĂŒnstler wie Daniel Gran, Bartolomeo Altomonte und Tobias Pock mit.
Im Zuge der katholischen Reform wurden neue Klöster gegrĂŒndet, so dass die nur 29 Hektar umfassende Stadt um 1770 insgesamt sechs geistliche Niederlassungen zĂ€hlte, von denen infolge der Klosteraufhebungen unter Kaiser Joseph II. nur das Institut der Englischen FrĂ€ulein (seit 1706) und das Franziskanerkloster (heute Philosophisch-Theologische Hochschule) bestehen blieben. Die josephinischen Reformen machten St. Pölten zum kirchlichen Zentrum: 1785 wurde das Bistum Wiener Neustadt nach St. Pölten transferiert und als Bischofssitz das zuvor aufgelöste Chorherrenstift bestimmt. Erster Bischof war bis 1792 Johann Heinrich von Kerens.
Nach den mittelalterlichen Pogromen verkehrten erst im 17. Jahrhundert wieder Juden in St. Pölten (als HĂ€ndler). 1863 wurde die circa 800 Mitglieder umfassende Kultusgemeinde St. Pölten gegrĂŒndet. UngefĂ€hr die HĂ€lfte der Mitglieder lebte in der Stadt.
Nach dem Marsch auf St. Pölten zog Napoleon I. am 11. November 1805 kampflos ein und plĂŒnderte die Stadt. Auch 1809 wurde die Stadt von französischen Truppen besetzt.

Industrialisierung und erste HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts
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- St. Pölten im Franziszeischen Kataster, 1821
- St. Pölten und Umgebung in der Franziszeischen Landesaufnahme, zwischen 1806 und 1869
- St. Pölten im Jahr 1887

Mit der Eröffnung der Kaiserin-Elisabeth-Bahn 1858, spĂ€ter Westbahn, und der spĂ€teren Errichtung weiterer Nebenbahnen entwickelte sich St. Pölten zur Industriestadt. Seit dem 18. Jahrhundert kam es im Zuge der Industrialisierung zur Ansiedlung kleinerer Betriebe, darunter Hammerwerke, PapiermĂŒhlen, Tuchmacher und eine Kattunmanufaktur. Nach 1903 wurden wichtige GroĂbetriebe gegrĂŒndet wie die Papierfabrik Salzer, die Maschinenfabrik Voith, die 1. Ăsterreichischen Glanzstoff-Fabrik AG und die Bahn-WerkstĂ€tten. Die Einwohnerzahl stieg sprunghaft an (1848: 4500, 1880: 10.000, 1922: fast 22.000), und in den 1922 eingemeindeten Orten Viehofen, Ober- und Unterwagram, Teufelhof und Spratzern entstanden neue Siedlungen.[21.1]
- St. Pöltner Notgeld von 1920
- 10 Heller
- 20 Heller
- 50 Heller
Mit der Verleihung eines eigenen Statuts 1922 wurde der neuen wirtschaftlichen Bedeutung St. Pöltens Rechnung getragen.
Die Wirtschaftskrise von 1930 machte aus dem Hoffnungsgebiet ein Notstandsgebiet mit tausenden Arbeitslosen.
Nach dem Zusammenbruch der K.u.K-Monarchie 1918 war St. Pölten von den politischen Nachkriegswirren in Ăsterreich wie dem BĂŒrgerkrieg 1934 und dem Anschluss Ăsterreichs 1938 betroffen.
Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg 1938â1945
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Machtergreifung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Noch am 11. MĂ€rz 1938, einen Tag vor dem âAnschlussâ, gab es in St. Pölten Pro-Ăsterreich-Kundgebungen, und das Bundesheer rĂŒstete sich gegen den Einmarsch deutscher Truppen.[22] Am Abend, nach der Aufgabe des österreichischen Kanzlers Schuschnigg, feierten in den StraĂen jedoch bereits tausende St. Pöltner mit Hakenkreuzfahnen. Die St. Pöltner Nationalsozialisten versammelten sich, ernannten Hans Doblhofer zum Kreisleiter, Franz Pfister zum Bezirksleiter und Franz Hörhann zum BĂŒrgermeister. Noch vor Mitternacht besetzten NSDAP und SA das Rathaus.
Einen Tag spĂ€ter kam die in Ăsterreich einmarschierende Wehrmacht auf ihrem Weg nach Wien bereits bis St. Pölten, wo sie mit Jubel empfangen wurde. Am 14. MĂ€rz, einen Tag vor seiner Rede am Heldenplatz besuchte Adolf Hitler St. Pölten und aĂ mit Heinrich Himmler, Wilhelm Keitel und Martin Bormann im Hotel Pittner zu Mittag.[23]
GroĂ-St. Pölten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Krems wurde die Gauhauptstadt Niederösterreichs, das in âNiederdonauâ umbenannt worden war, aber St. Pölten sollte nach NS-PlĂ€nen zur âGauwirtschaftsstadtâ werden, da es ĂŒber Industrie, Bahnverbindungen und groĂe nutzbare FlĂ€chen verfĂŒgte.[24] Man sprach von âGroĂ-St. Pöltenâ und gliederte der Stadt zahlreiche Ortschaften an (Ratzersdorf, Stattersdorf, Radlberg, Brunn, Harland, Altmannsdorf, Windpassing, Schnabling, Pyhra, Wörth, Hart, Wolfenberg, Völtendorf, St. Georgen am Steinfelde, Gattmannsdorf, Gröbern und Teile von Pummersdorf).
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der nahegelegene Fliegerhorst Markersdorf, das âLager Spratzernâ (die spĂ€tere Kopal-Kaserne) und andere Heereseinrichtungen gebaut. Der Bau einer Reichsautobahn von Salzburg ĂŒber St. Pölten nach Wien wurde begonnen und das Bahnnetz ausgebaut. Es entstanden Wohnbauten wie die von 1938 bis 1940 erbaute âVolkswohnhausanlageâ (auch: SĂŒdtirolersiedlung).[25] WĂ€hrend der NS-Zeit hieĂ der Rathausplatz âAdolf-Hitler-Platzâ, der NeugebĂ€udeplatz âPlatz der SAâ.[26]
Judenverfolgung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1938 hatte die Israelitische Kultusgemeinde in St. Pölten 1200 Mitglieder, davon lebten 400 in der Stadt selbst.[27] Bald begannen Organisationen wie der SD damit, Juden zu verhaften, es gab Delogierungen, Berufsverbote (fĂŒr Ărzte, TierĂ€rzte, Apotheker und AnwĂ€lte), Beschimpfungen und DemĂŒtigungen. Beim Novemberpogrom 1938 in der Nacht des 9. November verwĂŒsteten etwa 350 Uniformierte und Zivilisten die Synagoge St. Pölten und GeschĂ€fte; zahlreiche jĂŒdische BĂŒrger wurden verhaftet.[28]
Ab Mai 1940 gab es kaum noch Juden in St. Pölten. Wer nicht verhaftet worden war und nicht emigrieren konnte, hatte sich in Wien anzumelden. Am 7. Oktober 1941 verkĂŒndete der BĂŒrgermeister, dass St. Pölten juden- und zigeunerfrei sei.[29] Drei FĂ€lle sind bekannt, in denen es Juden gelang, bis 1945 unentdeckt in St. Pölten zu ĂŒberleben.[30]
In finanzieller Hinsicht profitierten von der Vertreibung der Juden der Staat, die Stadtgemeinde und Privatpersonen. Zahlreiche GeschĂ€fte, Betriebe wie etwa die SchĂŒller-Fabrik, Wohnungen und anderes Eigentum wurden enteignet. Die Synagoge diente als Lager fĂŒr sowjetische Kriegsgefangene und die SA-Standarte 21. Der alte jĂŒdische Friedhof wurde vollstĂ€ndig zerstört, den neuen, heute noch existierenden, lieĂ man verwahrlosen. Besonders ab 1941 stieg die Zahl der Massenmorde in den KZs des Dritten Reichs, nachweislich wurden mindestens 300 der 1200 Mitglieder der St. Pöltner Kultusgemeinde ermordet, fast keiner kehrte nach dem Krieg nach St. Pölten zurĂŒck.[27]
RĂŒstungsbetriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Laufe des Krieges erfolgte auch in St. Pölten in groĂem MaĂ die Umstellung der Industrieproduktion auf RĂŒstungsgĂŒter. Zahlreiche Betriebe, darunter auch die gröĂten, steigerten dabei ihre Produktion und Mitarbeiterzahlen erheblich. (Eine Auflistung der einzelnen Betriebe findet man in[23]) Da nicht nur die Juden aus der Stadt verschwunden, sondern auch groĂe Teile der restlichen mĂ€nnlichen Bevölkerung zur Wehrmacht eingezogen waren, begann man auch in St. Pölten in groĂem MaĂstab Frauen, aber auch Zwangsarbeiter (Kriegsgefangene, HĂ€ftlinge) einzusetzen. Dies geschah in so gut wie allen Betrieben der Stadt, es kam dabei â wie im Lager fĂŒr aus Ungarn deportierte Juden in der Viehofner Au â zu mindestens 400 TodesfĂ€llen oder Morden.[23.1]
Widerstand
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Widerstand gegen das NS-Regime nahm in St. Pölten im österreichischen Vergleich bedeutende AusmaĂe an, auch wenn er weder politisch noch militĂ€risch konkrete Erfolge aufweisen konnte. Der katholisch getragene Widerstand beschrĂ€nkte sich vor allem auf illegalen Religionsunterricht, die Zeugen Jehovas verweigerten den Dienst an der Waffe und gegen Ende des Krieges organisierte das Grafenehepaar Trauttmansdorff eine ĂŒberparteiliche Widerstandsgruppe (Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff). Zu den etwa 400 Verschwörern zĂ€hlten vor allem Mitglieder der Oberschicht; Ziel war es, die Stadt den sowjetischen Truppen kampflos zu ĂŒbergeben. Die Gruppe wurde jedoch durch eine V-Person infiltriert und verraten. Am 13. April 1945 wurden zwölf Mitglieder zum Tod verurteilt und im Hammerpark erschossen, wo heute ein Mahnmal an sie erinnert. Am bedeutendsten waren die Widerstandsgruppen, die aus der bereits zuvor starken Arbeiterbewegung hervorgingen und groĂteils von der illegalen KPĂ und ihrem Umfeld ausgingen.[31] In den gröĂeren Betrieben der Stadt (EisenbahnwerkstĂ€tte, Post, Voith, Glanzstoff, Salzer) organisierten sich Gruppen, die Propagandamaterial gegen das Regime druckten und Streiks sowie Sabotageakte (Sprengungen, BeschĂ€digung von Maschinen, Diebstahl) durchfĂŒhrten.[32] Nach Verfolgungen durch die Gestapo gab es 1941 123 Gerichtsverfahren und 28 Todesurteile gegen Eisenbahner, darĂŒber hinaus wurden 11 Mitarbeiter der Voith hingerichtet und 37 der Post verhaftet.[23.2]
Krieg
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Im Juni 1944 kam es zu den ersten Luftangriffen durch BomberverbĂ€nde der Alliierten. Hauptziel war der Bahnhof. Die schwersten Bombardierungen erfolgten zu Ostern 1945. Es gab 591 Tote, von den 4260 HĂ€usern wurden 142 völlig zerstört, 233 mehr als zur HĂ€lfte, weitere 2701 leicht bis mittel. 3500 Personen waren obdachlos, groĂe Teile der Infrastruktur (etwa Gas- und Wasserversorgung) waren getroffen. Schutz boten zahlreiche damals entstandene Bunkeranlagen oder die Flucht aufs Land.[23.3] Noch in den Anfangsmonaten des Jahres 1945 sprachen St. Pöltner NS-FĂŒhrer vom Kampf bis zum letzten Mann, so wurden auch bis zuletzt HĂ€ftlinge, FahnenflĂŒchtige und WiderstĂ€ndler getötet.[33.1]
Am 14. April 1945 startete schlieĂlich der Angriff der Roten Armee auf St. Pölten. Nach der raschen Einnahme der Stadt am 15. April verlief die Front drei Wochen lang im Westen St. Pöltens. WĂ€hrend der Eroberung starben etwa 600 Zivilisten, 24.000 flĂŒchteten und nur etwa 8000 Personen verblieben in der Stadt. Nach eigener Aussage hatten die sowjetischen Truppen versucht, der Stadt möglichst wenig Schaden zuzufĂŒgen; was auch vergleichsweise gut gelungen ist.[33.2] Der Kontakt zwischen den St. Pöltnern und den sowjetischen Soldaten soll einerseits freundschaftlich gewesen sein â immerhin handelte es sich um eine Befreiung vom NS-Regime und das Ende des Krieges â andererseits war er vor allem zu Beginn von LebensmittelplĂŒnderungen und zahlreichen Vergewaltigungen ĂŒberschattet. Nach Ende der Kampfhandlungen zogen groĂe Teile der in der Stadt stationierten Roten Armee wieder ab.[33.3]
Insgesamt hat der Krieg 39 Prozent der Bausubstanz St. Pöltens zerstört oder schwerst beschÀdigt.[21]
Sowjetische Besatzung und Wiederaufbau 1945â1955
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Politische Neuorganisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 16. April 1945 wurde der aus einer jĂŒdischen Familie stammende 24-jĂ€hrige EisenwarenhĂ€ndler GĂŒnther Benedikt von den sowjetischen Truppen als provisorischer BĂŒrgermeister eingesetzt, allerdings nur fĂŒr kurze Zeit.
Franz KĂ€fer, Heizer in der Glanzstoff und ehemaliger Schutzbundkommandant von Wagram, wechselte 1935 von den Sozialdemokraten zur KPĂ. Auf Befehl des russischen Stadtkommandanten Chomaiko wurde er am 13. Mai 1945 BĂŒrgermeister St. Pöltens und blieb dies wĂ€hrend der ersten fĂŒnf Jahre des Wiederaufbaus der Stadt. Im Gemeinderat saĂen 10 Vertreter der KPĂ, 10 der SPĂ und 6 der ĂVP. FĂŒr einen Neubeginn forderte KĂ€fer dazu auf, zusammenzuarbeiten und Persönliches wie Politisches zur Seite zu stellen. Die Gemeinderatsprotokolle der ersten Nachkriegsjahre vermitteln allgemein den Eindruck eines sachlichen und konstruktiven Arbeitsklimas und erst gegen Ende des Wiederaufbaus wurden die parteilichen Differenzen wieder spĂŒrbarer.[33.4]
Bei den Landtagswahlen 1945 gewann die St. Pöltner SPĂ deutlich (SPĂ: 22 Mandate, ĂVP: 15, KPĂ: 6). KĂ€fer trat daraufhin zwar zurĂŒck, blieb aber aufgrund der Intervention des sowjetischen Kommandanten doch noch bis zu den ersten Gemeinderatswahlen 1950 BĂŒrgermeister. Mit dem Abzug der sowjetischen Truppen aus Niederösterreich nahm auch der Einfluss der KPĂ stark ab. Die Gemeinderatswahlergebnisse seit 1960 zeigen einen kontinuierlichen Abstieg von 13,2 % auf 0,8 % im Jahr 2001. Seitdem ist die KPĂ in St. Pölten nicht mehr angetreten. St. Pöltner BĂŒrgermeister war von 1950 bis 1960 der Sozialist Wilhelm Steingötter.
Not, Wiederaufbau und USIA
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Ende des Krieges herrschte zunĂ€chst bittere Not und Obdachlosigkeit. In den folgenden drei Jahren wurde Schutt gerĂ€umt und der Bahnhof, wichtige Versorgungsunternehmen und einige TraisenbrĂŒcken wiederaufgebaut. Erst danach begann die Gemeinde, WohnhĂ€user, Schulen, StraĂen, KanĂ€le usw. in gröĂerem Stil neu zu errichten. Die meisten neuen Wohnungen innerhalb eines Jahres, nĂ€mlich 315, entstanden dabei 1952.[33.5]
Die wirtschaftliche Situation war durch den Mangel von GĂŒtern geprĂ€gt; es gab nur wenig zu kaufen und wenn, dann waren KonsumgĂŒter aufgrund starker Teuerung fĂŒr viele schwer erreichbar. Bekleidung, Möbel und vor allem Lebensmittel (manche Lebensmittel bis in die 1950er Jahre) bekam man gegen Bezugsscheine, die im Alumnat je nach Beruf, Alter etc. ausgegeben wurden. Man âwurstelte sich durchâ, es etablierte sich ein Schwarzmarkt, der bis etwa 1950 andauerte.[33.6] Die Ă€rgste Not war 1953 auch fĂŒr EinkommensschwĂ€chere ĂŒberstanden, von Wohlstand konnte man aber noch lange nicht sprechen. Die Wohnungsmieten waren in den Jahren nach dem Krieg niedrig. Der Grund dafĂŒr waren Mietgesetze, aber auch der schlechte Zustand der bewohnten Barackensiedlungen (beispielsweise in der HerzogenburgerstraĂe) und ZinshĂ€user.[33.7]
Nach dem Krieg begann die Rote Armee mit der Demontage deutschen Eigentums (vor allem Maschinen in GroĂbetrieben wie der Voith und der Glanzstoff), stoppte diese aber und organisierte die Wiederaufnahme der Produktion als klar war, dass die Besatzung lĂ€nger andauern wĂŒrde. Alle Betriebe, die man als deutsches Eigentum ansah, fasste man ab dem 27. Juni 1946 im USIA-Konzern zusammen. Die wenigen Unternehmen, die wie die Voith Gewinne machten, hatten diese als Reparationszahlung an die Sowjetunion abzuliefern.[33.8] FĂŒr den Arbeitsmarkt waren die USIA-Betriebe ein StabilitĂ€tsfaktor, trotzdem stieg die Arbeitslosenquote in St. Pölten 1953 auf ĂŒber neun Prozent.[33.9]
Ende der Besatzungszeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 10. Februar 1955 wurden zahlreiche Eingemeindungen der NS-Zeit per Landtagsbeschluss, groĂteils nach Abstimmungen der Bevölkerung, wieder zurĂŒckgenommen. Ausgemeindet wurden die lĂ€ndlich geprĂ€gten Ortsteile Ratzersdorf, Ober- und Unterzwischenbrunn, Windpassing, Schnabling, Wörth, Wolfenberg, Hart, Gröben, Schwadorf, Gattmannsdorf sowie Teile von Altmannsdorf, Brunn und Pummersdorf. Bei der Gemeinde verblieben Ober- und Unterradlberg, Stattersdorf, Harland und Völtendorf. Das Gemeindegebiet sank auf 43,23 kmÂČ mit 38.563 Einwohnern. St. Pölten war danach die achtgröĂte Stadt Ăsterreichs und blieb die gröĂte Niederösterreichs.[33.10]
Im Mai 1955 wurde der Staatsvertrag unterzeichnet, im August 1955 begann der Abzug der sowjetischen Truppen aus St. Pölten, und am 13. September verlieĂen die letzten Soldaten die Stadt.[21.2] Wurden die von der Sowjetunion besetzten Teile Ăsterreichs wirtschaftlich benachteiligt, so hatten die im August 1955 an die österreichische Bundesregierung ĂŒbergebenen USIA-Betriebe danach auch noch Kredite offen und sechs Jahre lang Sachwerte an die Sowjetunion zu leisten. Die Bundesregierung wiederum sollte die 280 niederösterreichischen USIA-Betriebe an die ursprĂŒnglichen EigentĂŒmer zurĂŒckgeben.[21.3]
Entwicklung nach 1955
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1972 ĂŒberschritt die Stadt durch die Eingemeindungen von u. a. Ochsenburg, Pottenbrunn und St. Georgen erstmals die 50.000-Einwohner-Grenze.
Hauptstadtfrage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Landeshauptstadt von Niederösterreich wurde St. Pölten mit Landtagsbeschluss vom 10. Juli 1986. St. Pölten hatte sich zuvor bei einer Volksbefragung am 1. und 2. MÀrz 1986 mit 45 % gegen Krems (29 %), Baden (8 %), Tulln (5 %) und Wiener Neustadt (4 %) durchgesetzt.
Seit 1997 ist St. Pölten nach dem Auszug der Landesbehörden aus Wien und dem Bau des Landhausviertels auch Sitz der niederösterreichischen Landesregierung.
Am 9. Juli 1999 erhielt die Stadt fĂŒr ihre Verdienste bei den internationalen AktivitĂ€ten, den StĂ€dtepartnerschaften und als FederfĂŒhrer des âKooperationsnetzwerkes EuropĂ€ischer MittelstĂ€dteâ die Ehrenplakette des Europarates. WĂ€hrend der Sitzung des Europarates am 26. April 2001 wurde St. Pölten der Europapreis verliehen. 2002 erfolgte die Eröffnung des Museums Niederösterreich.
Kurt Krenn, der seit 1991 amtierende und heftig umstrittene St. Pöltner Bischof, reichte am 20. September 2004 nach MissbrauchsvorfĂ€llen im Priesterseminar sein RĂŒcktrittsgesuch ein. Klaus KĂŒng wurde zum 17. Bischof der Diözese St. Pölten ernannt.
In St. Pölten befindet sich auch die Evangelische Superintendentur A. B. Niederösterreich, die 1998 aus Bad Vöslau hierher verlegt wurde.
Eine Gasexplosion tötete im Juni 2010 fĂŒnf Menschen und verursachte hohen Sachschaden.
2010 wurde mit archĂ€ologischen Grabungen am Domplatz begonnen, die ursprĂŒnglich hĂ€tten zwei Jahre dauern sollen. Im September 2023 wurde der neugestaltete Domplatz nach tatsĂ€chlich rund zehn Jahre dauernden Grabungen offiziell eröffnet.[34][35]
2017 bewarb sich St. Pölten in Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich als EuropÀische Kulturhauptstadt 2024.[36][37] Aus der gescheiterten Bewerbung ging das Festival Tangente hervor.[38]
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| St. Pölten: Einwohnerzahlen von 1391 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Â | Â | Einwohner | |
| 1391 | 3.500 | |||
| 1499 | 3.600 | |||
| 1797 | 3.891 | |||
| 1812 | 4.283 | |||
| 1848 | 4.540 | |||
| 1869 | 14.470 | |||
| 1880 | 16.963 | |||
| 1890 | 19.184 | |||
| 1900 | 24.507 | |||
| 1910 | 35.648 | |||
| 1923 | 40.574 | |||
| 1934 | 46.304 | |||
| 1939 | 48.583 | |||
| 1951 | 44.005 | |||
| 1961 | 46.520 | |||
| 1971 | 49.664 | |||
| 1981 | 50.419 | |||
| 1991 | 50.026 | |||
| 2001 | 49.121 | |||
| 2011 | 51.955 | |||
| 2021 | 56.180 | |||
| 2026 | 60.112 | |||
| Quelle(n): ab 1869 Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021.[39] | ||||
Im September 2018 berichtete der Magistrat, die 60.000-Einwohnergrenze ĂŒberschritten zu haben, davon 55.159 Personen mit Hauptwohnsitz und 4.841 mit Zweitwohnsitz.[40] Im Juli 2025 informierte die Stadt, erstmals die 60.000er-Grenze bei den Hauptwohnsitzern erreicht zu haben.[41] Zusammen mit den Nebenwohnsitzern wurden im Juli 2025 fast 67.000 Einwohner erreicht.[42]
Gesellschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2011 hat die Stadtgemeinde St. Pölten 178.071.808,34 Euro eingenommen und exakt denselben Betrag ausgegeben.[43]
ArbeitsstÀtten und BeschÀftigte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | ArbeitsÂstĂ€tten | BeschĂ€fÂtigte |
|---|---|---|
| 1991[44] | 2.131 | 30.544 |
| 2001[45] | 2.711 | 40.041 |
| 2006[46] | 3.764 | â |
Per Stichtag 15. Mai 2001 arbeiteten in St. Pölten 40.041 Personen an 2.711 ArbeitsstĂ€tten. Davon beschĂ€ftigten die 23 gröĂten ArbeitsstĂ€tten mehr als je 199 Arbeitnehmer, die 1.676 kleinsten 0 bis 4 Arbeitnehmer. Von den 23 gröĂten ArbeitsstĂ€tten fielen 6 in den Produktionssektor, 17 in den Dienstleistungssektor.[45]
Die drei gröĂten ArbeitsstĂ€tten 2001 beschĂ€ftigten jeweils ĂŒber 999 Personen[47] (darunter das Krankenhaus und das Regierungsviertel).
Pendler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2001 arbeiteten 16.347 St. Pöltner in St. Pölten, 6.035 pendelten nach auĂerhalb zu ihrer Arbeit. Umgekehrt pendelten â da weit mehr ArbeitsplĂ€tze vorhanden sind als St. Pöltner ErwerbstĂ€tige â 24.866 Personen (rund 60 % aller in St. Pölten ErwerbstĂ€tigen) von auĂerhalb nach St. Pölten zu ihrer Arbeit. Das ergibt 41.213 in St. Pölten erwerbstĂ€tige Personen im Jahr 2001.[48]
Medien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einige Medienunternehmen haben in St. Pölten ihren Sitz oder ihre Verwaltung. Dazu zĂ€hlen âMFG-Das Magazinâ, ein monatlich erscheinendes unabhĂ€ngiges Printmedium, â@ceteraâ, âCampus Radio 94.4â, der Radiosender der Fachhochschule, und bis 2012 HiT FM, ein weiterer Radiosender. Daneben gibt es noch ein Studio des Ăsterreichischen Rundfunks (ORF) fĂŒr Niederösterreich, den Regionalfernsehsender âN1â und den Privatsender âP3tvâ. Die Redaktionen fĂŒr den Raum Niederösterreich der Austria Presse Agentur (APA), des Wiener Kurier und Der Presse haben hier ebenfalls ihren Sitz.
Das Niederösterreichische Pressehaus in St. Pölten ist Herausgeber der Niederösterreichischen Nachrichten (NĂN), der âBurgenlĂ€ndischen Volkszeitungâ (BVZ), der âNĂ-Rundschauâ, âUnser Gratisblattâ, der âNeuen Stadtzeitungâ und der âLandeshauptstadt-Zeitungâ.
AnsÀssige Unternehmen
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Produktionsbetriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die FernwĂ€rmeversorgung der Stadt erfolgt durch die âFernwĂ€rme St. Pölten GmbHâ. Diese ist eine Tochtergesellschaft der Stadt St. Pölten und der EVN. Die WĂ€rme wird seit 2009 zu zwei Drittel von der EVN WĂ€rme ĂŒber die 31 km lange FernwĂ€rmetransportleitung vom Kraftwerk DĂŒrnrohr geliefert.[49]
Seit 1904 gibt es die âVoith St. Pöltenâ. Die heutige Voith Austria Holding mit Firmensitz in St. Pölten fertigt vor allem Papiermaschinen, Turbinen und Turbogetriebe. ZĂ€hlte die Voith St. Pölten 1961 noch 3031 BeschĂ€ftigte, waren es 2012 nur noch 870 bei einem Jahresumsatz von 271,2 Millionen Euro. Im Februar 2015 wurde bekannt, dass Voith-Paper den Standort St. Pölten schlieĂt und 150 Stellen streicht.[50] Die 1986 gegrĂŒndete und im Alleinbesitz der norwegischen âO.N. Sunde ASâ befindliche Sunpor Kunststoff GmbH unterhĂ€lt zwei Produktionsstandorte in den Stadtteilen Radlberg und Stattersdorf. Das Unternehmen beliefert insbesondere die Hersteller von WĂ€rmedĂ€mmplatten fĂŒr die GebĂ€udedĂ€mmung, hatte 2009 160 Mitarbeiter und einen Umsatz von 140 Millionen Euro.[51] Unterradlberg ist seit 1970 Standort der Egger Gruppe, der Spanplatten (2014: 392 Mitarbeiter), die Radlberger GetrĂ€nke und in einer Brauerei das âEgger Bierâ herstellt.[52] Am Standort der heutigen Papierfabrik in Stattersdorf wird bereits seit 1579 Papier erzeugt, seit 1798 ist sie im Besitz der Familie Salzer (heute Salzer Papier GmbH).[53] Im Stadtteil Pottenbrunn befindet sich ein Werk des Schweizer Konzerns Geberit AG. Dort werden sanitĂ€rtechnische Produkte unter anderem fĂŒr Duschen und WCs gefertigt.[54] 2012 hatte der Standort ĂŒber 420 Mitarbeiter.[55]
Die seit 1907 betriebene ĂBB HauptwerkstĂ€tte St. Pölten beschĂ€ftigte Ende der 1920er Jahre noch ĂŒber 1500 Arbeiter, 2011 waren es nur noch 576. 2022 wurde in St. Pölten der ĂBB-Bildungscampus eröffnet, der auf einem ehemaligen Hallen-GelĂ€nde der ĂBB in der NĂ€he der ĂBB-Technische Services und des Lehrlingsheims fĂŒr bis zu 550 Personen innerhalb von 30 Monaten um rund 75 Millionen Euro realisiert wurde.[56]
Handelsbetriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die 1973 gegrĂŒndete kika Möbelhandelsgesellschaft m.b.H. ist seitdem im Besitz der Familie Koch. In St. Pölten befindet sich der Unternehmenssitz, ein 1977 eröffnetes Möbelhaus und ein Lager (Stadtteil Spratzern) des europaweit operierenden EinrichtungshĂ€ndlers, der 2018 Teil der SIGNA-Gruppe wurde.[57] Die im Besitz der Familie Leiner befindliche und 1910 gegrĂŒndete Rudolf Leiner GmbH hat seither ihren Unternehmenssitz sowie eine Filiale in St. Pölten. Im Stadtteil Spratzern befindet sich ein Lager der Firma.[58]
Im Stadtteil Spratzern befindet sich eines der sieben groĂen österreichischen Lager der österreichischen Handelskette SPAR Ăsterreich.
Die 1924 gegrĂŒndete und bis heute als Familienbetrieb gefĂŒhrte Baumarkt Nadlinger Handelsges.m.b.H., hat ihren Firmensitz im Stadtteil Spratzern, wo ein Hagebaumarkt und Baustoff-GroĂhandel betrieben wird. 2015 ĂŒbernahm[59] man den ehemaligen Baumax Standort im Stadtteil Viehofen, der seit 2016 als âHagebaumarkt St. Pölten Nordâ weitergefĂŒhrt wird.[60]
Weitere Firmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Klenk & Meder GmbH (Elektrotechnik, rund 800 Mitarbeiter)
- Niederösterreichisches Pressehaus Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H. (2005: 484 Mitarbeiter und 100 Millionen Euro Umsatz)[61]
- Salesianer Miettex (in Spratzern befinden sich eine WÀscherei und ein Lager des europaweit tÀtigen Wiener Familienunternehmens)[62]
- Schubert & Franzke GmbH (Verlag fĂŒr Stadt- und OrtsplĂ€ne, Sitz in St. Pölten, 60 Mitarbeiter)[63]
- Rosenberger (Rosenberger Restaurant GmbH, ROSENBERGER FUELS GMBH und Rosenberger Tankstellen GmbH)
- Strabag mit einem Standort
- Tanzschule Schwebach GmbH mit einem Standort[64]
Ehemalige Unternehmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In St. Pölten entstanden ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Industrieunternehmen, viele von ihnen haben nicht bis in die heutige Zeit ĂŒberdauert.
- Die gröĂten Industriebetriebe im heutigen Stadtgebiet waren die Glanzstoff Austria (1906â2008) und die Harlander Coats (1859â1991).
- Schon vor dem Zweiten Weltkrieg schlossen
- die Brauerei Winger (1589â1931) und Fabriken wie
- die k. k. priv. Spiegelfabrik (1804â1858),
- die Spitzen- und Bobinet- und VorhĂ€nge-Fabrik F. Austin (1866â1930) sowie
- die St. Pöltner Weicheisen-, StahlgieĂerei Leopold Gasser (1870â1930).
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]MobilitÀt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In St. Pölten werden 44 Prozent der Alltagswege autofrei zurĂŒckgelegt (Stand 2016). Das ist der siebente Platz im Vergleich mit den anderen LandeshauptstĂ€dten.[65] Je Tausend Einwohner gab es im Jahr 2017 565 PKWs in der Stadt.[66]
Der folgende Graph zeigt einen Vergleich der österreichischen LandeshauptstĂ€dte in sieben umwelt-relevanten Bereichen, welcher 2020 durch die Umweltorganisation Greenpeace durchgefĂŒhrt wurde (je mehr Punkte umso besser):[67]
- Verkehrsmittelwahl: Anzahl der Wege im Personenverkehr, die umweltfreundlich zu FuĂ, per Rad oder mit öffentlichem Verkehr zurĂŒckgelegt werden.
- LuftqualitÀt: Belastung mit Stickstoffdioxid und Feinstaub.
- Radverkehr: LÀnge des Radnetzes, Anzahl der City-Bikestationen, Anzahl der VerkehrsunfÀlle.
- Ăffentlicher Verkehr: Preis, zeitliche und rĂ€umliche Abdeckung.
- Parkraum: Preis fĂŒr das Parken, Anteil der Kurzparkzonen.
- FuĂgĂ€nger: FlĂ€chen der FuĂgĂ€ngerzonen und der verkehrsberuhigten Zonen, Anzahl der VerkehrsunfĂ€lle.
- Auto-Alternativen: Anzahl Elektro-Autos, Anzahl der Elektro-Ladestationen, Anzahl der Car-Sharing-Autos.
- Durchschnitt: Summe der sieben Einzelwertungen geteil durch sieben.
StraĂe
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Die Stadt liegt am Schnittpunkt der West Autobahn A 1 mit der Kremser SchnellstraĂe S 33 und wird von der Wiener StraĂe B 1 durchquert. Der Anschlussknoten der gerade in Planung befindlichen und heftig diskutierten Traisental SchnellstraĂe S 34 soll in St. Pölten liegen.
Wichtige StraĂen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- West Autobahn AÂ 1 von Wien bis Salzburg
- Kremser SchnellstraĂe S 33 von St. Pölten bis Krems
- Traisental SchnellstraĂe S 34 von St. Pölten bis Wilhelmsburg (in Planung)
- Wiener StraĂe BÂ 1
- Wiener StraĂe B 1a, St. Pölten (B 1)âSt. Pölten (S 33)
- Mariazeller StraĂe B 20, vom St. Pöltner Europaplatz bis nach Kapfenberg
- Pielachtal StraĂe B 39, von St. Pölten bis nach Winterbach
ParkhÀuser
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der NÀhe der Innenstadt bestehen zehn ParkhÀuser mit insgesamt etwa 3900 StellplÀtzen.
Ăffentlicher Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eisenbahn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In St. Pölten befinden sich zwölf Bahnhöfe, von denen der St. Pöltner Hauptbahnhof der GröĂte ist. Es gibt folgende Eisenbahnlinien mit zumindest Personenverkehr:
- Westbahnstrecke (mit einer Fahrzeit von 25Â Minuten nach Wien)
- Endstation der Leobersdorfer Bahn
- Endstation der Mariazeller Bahn
- Endstation der Tullnerfelder Bahn nach Krems und Tulln
Regionalbus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Der Knotenpunkt der Wieselbus-Linien, welche die Hauptstadt sternförmig mit den verschiedenen Regionen Niederösterreichs verbinden, ist das Wiesel-Busterminal im Regierungsviertel.
- Weitere regionale Buslinien verkehren ab Hauptbahnhof.
Nahverkehr
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- StraĂenbahn, historisch; verkehrte von 1911 bis 1976 (StraĂenbahn St. Pölten)
- StĂ€dtisches Bussystem âLUPâ, Netz von 13 Linien[68][69]
- kostenloser Touristenzug, verbindet die Altstadt mit dem Landhausviertel
- Anruf-Sammeltaxi, eine ErgÀnzung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in den Nachtstunden, fÀhrt zwischen allen Bushaltestellen im Stadtgebiet zum Fixpreis
AusbauplÀne O-Bussystem
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als ErgĂ€nzung zum LUP-Busnetz ist die EinfĂŒhrung eines drei Linien umfassenden Oberleitungsbusnetzes mit der geplanten Bezeichnung O-LUP nach den Vorbildern der O-Bussysteme in Salzburg und Linz geplant. Die LinienfĂŒhrung soll sich bis nach Wilhelmsburg und Herzogenburg erstrecken.[70][71][72]
Radverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zehn Prozent des innerstĂ€dtischen Verkehrs erfolgt in St. Pölten mit dem Fahrrad. Das bestehende Routennetz soll in den kommenden Jahren von 165 auf 219 Kilometer erweitert und verknĂŒpft werden. Ein Mix von Radwegen, Geh- und Radwegen, Radfahrstreifen und Mehrzweckstreifen ist geplant. Im Jahr 2005 wurde die FuĂgĂ€ngerzone in der Innenstadt fĂŒr Radfahrer geöffnet.[73]
Weiters ist St. Pölten Ausgangspunkt fĂŒr viele Radwanderstrecken, hauptsĂ€chlich entlang des von Mariazell bis zur Donau reichenden Traisentalradweges.
Luftverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Flugplatz Völtendorf befindet sich am Areal des ehemaligen GarnisonsĂŒbungsplatzes Völtendorf.
Ăffentliche Einrichtungen
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Ămter und Behörden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Amt der NĂ Landesregierung (seit 1986 Landeshauptstadt)
- Bezirkshauptmannschaft
- Nà Agrarbezirksbehörde
- Finanzamt
- Landesgericht St. Pölten
- Bezirksgericht
- Justizanstalt St. Pölten
- Vermessungsamt
- Arbeitsmarktservice
- Rechtsanwaltskammer Niederösterreich
- Bezirksstelle der Wirtschaftskammer
- Arbeiterkammer Niederösterreich
- Gewerkschaft GPA Niederösterreich
- Landes-Landwirtschaftskammer
- Bezirksbauernkammer
- Niederösterreichische Gebietskrankenkasse (Hauptstelle)
- Niederösterreichisches Gebietsbauamt III
Gesundheitswesen und Sicherheit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gesundheit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]St. Pölten beherbergt das UniversitĂ€tsklinikum St. Pölten mit 3100 Angestellten und 1100 Betten sowie ein Heereskrankenhaus, 225 Ărzte und zehn Apotheken. Die rettungsdienstliche Versorgung wird durch zwei Dienststellen des Samariterbundes (St. Pölten und St. Georgen) und einer Bezirkstelle des Roten Kreuzes aufrechterhalten. In der Landeshauptstadt befindet sich eine der vier Rettungsleitstellen von 144 Notruf Niederösterreich (ehemals LEBIG) in Niederösterreich.
St. Pölten ist der Standort des einzigen Krematoriums des Landes Niederösterreich
Pflegeheime
- Seniorenwohnheim Stadtwald
- Nà Landespflegeheim St. Pölten (LPH)
- Pflegeheim Pottenbrunn
- Haus St. Elisabeth: Das von der Caritas St. Pölten betriebene Pflegeheim bietet Wohnen auf Zeit und Wohnen auf Dauer fĂŒr insgesamt 131 Personen.[74]
Polizei
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Sicherheitsbehörde fĂŒr die Stadt fungiert die Landespolizeidirektion Niederösterreich. Ihr unterstellt als Dienststelle des Wachkörpers fĂŒr das Stadtgebiet ist das Stadtpolizeikommando St. Pölten.
Feuerwehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Stadt befinden sich die Bereichsalarmzentrale der Freiwilligen Feuerwehren in St. Pölten und den Bezirken St. Pölten und Lilienfeld. Im Gegensatz zu den meisten anderen LandeshauptstÀdten hat St. Pölten keine Berufsfeuerwehr, sondern aktuell 14 Freiwillige Feuerwehren sowie 10 Betriebsfeuerwehren.[75]
Bildungseinrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]KindergÀrten, Schulen und Hochschulen
- 2013 gab es 24 KindergĂ€rten, neben einigen privaten verfĂŒgte St. Pölten ĂŒber zwölf öffentliche Volksschulen und drei Sonderschulen.
- Weiters gab es im Stadtgebiet fĂŒnf Neue Mittelschulen und eine private Hauptschule sowie eine Polytechnische Schule.
- Nach ErfĂŒllung der Schulpflicht konnten vier Gymnasien, eine Berufsschule (mit 15 angebotenen Lehrberufen), die Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt St. Pölten, eine Handelsakademie, eine Höhere Lehranstalt fĂŒr wirtschaftliche Berufe, eine Höhere Tourismusschule[76] eine HBLA, eine HLA und die Bundesbildungsanstalt fĂŒr KindergartenpĂ€dagogik und SozialpĂ€dagogik St. Pölten besucht werden.[77]
- Neben der Fachhochschule St. Pölten gibt es die PrivatuniversitĂ€t der Kreativwirtschaft, die Bertha von Suttner PrivatuniversitĂ€t, eine philosophisch-theologische Hochschule und eine Fachhochschule fĂŒr Maschinenbau und -konstruktion, die im Rahmen eines berufsbegleitenden Fernstudiums absolviert werden kann.
- Das Bildungshaus St. Hippolyt ist ein Bildungshaus der Diözese St. Pölten. Das Priesterseminar der Diözese wurde 2012/13 zum Wiener Priesterseminar verlegt.
Weitere Bildungseinrichtungen sind die VHS St. Pölten das Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer Niederösterreich und die Kommunalakademie Niederösterreich. Die Stadt beherbergt das Bildungszentrum der Sicherheitsexekutive (BZS) St. Pölten der Sicherheitsakademie. Die Niederösterreichische Landesakademie wurde 2017 aufgelöst.
Bibliotheken In St. Pölten befinden sich fĂŒnf gröĂere öffentliche Bibliotheken.
- Die StadtbĂŒcherei St. Pölten verfĂŒgte 2002 ĂŒber 100.000 Medien,[78] die ĂŒbrigen vier bieten vor allem wissenschaftliche Literatur an, wobei die Niederösterreichische Landesbibliothek mit 488.500 TiteldatensĂ€tzen (2012) die umfangreichste Bibliothek St. Pöltens ist.[79]
Wissenschaftliche Fachbibliotheken sind
- die Bundesstaatliche PĂ€dagogische Bibliothek beim Landesschulrat fĂŒr Niederösterreich mit 150.000 BĂ€nden (2013),[80]
- die Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten mit 100.000 BÀnden (2013)[81] sowie
- die Bibliothek der Fachhochschule St. Pölten mit 26.000 Medien (2013).[82]
Freizeit- und Sportanlagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bade- und Schwimmanlagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Aquacity, Hallenbad
- citysplash, Freibad
- Ratzersdorfer See, ein Badesee mit FKK, Beachvolleyball und Minigolf
- Viehofner Seen, 53 ha GesamtflĂ€che, die HĂ€lfte des Areals besteht aus den WasserflĂ€chen des groĂen und kleinen Sees
Der Stadtentwicklungsplan sieht mit Stand November 2020 die Errichtung eines Sees im SĂŒden vor, der dem Hochwasserschutz dienen soll und als Freizeitgebiet, flĂ€chenmĂ€Ăig etwas kleiner als der Ratzerdorfersee im Norden. BĂŒrgermeister Matthias Stadler (SPĂ) hofft auf die UnterstĂŒtzung der Bevölkerung. Einige GrundstĂŒcksflĂ€chen sind noch zu erwerben, eine UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung wird nötig sein. Der Realisierungszeitraum soll 5 bis 10 Jahre betragen.[83]
Sportvereine und Sportanlagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Neben diversen Fitness-Studios gibt es in St. Pölten viele Sportvereine, unter anderem:
- American Football Club â St. Pölten Invaders
- Badminton Club
- FuĂball â SKN St. Pölten, FC Sturm 19 St. Pölten und SC St. Pölten. Der FC Sturm 19 ist bekannt fĂŒr den spĂ€teren Rapid-Spieler Franz âBimboâ Binder.
- Golfclub St. Pölten
- Handball Union St. Pölten â Prandtauerhalle
- Sportfliegerclub St. Pölten
In St. Pölten befindet sich auch eine Hauptstelle der Niederösterreichischen Landessportschule.
Tennis
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In St. Pölten fand alljÀhrlich in der dritten Maiwoche ein ATP-Turnier statt, das 2006 nach Pörtschach verlegt wurde, ehe es 2008 eingestellt wurde.
Triathlon
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den Jahren 2007 bis 2019 fand hier der Ironman 70.3 Austria statt â ein Triathlon-Bewerb ĂŒber die halbe Ironman-Distanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen). Seit 2020 wird dieser Bewerb als Challenge-Rennen ausgetragen.
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Herbst 2003 kam es um das Priesterseminar St. Pölten unter Bischof Kurt Krenn zu einem Skandal wegen homosexueller Handlungen und kinderpornografischer Fotos.[84] Das Seminar wurde 2004 aufgelöst.
Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten
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Sakralbauten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dom zu St. Pölten MariÀ Himmelfahrt und BistumsgebÀude: Von Jakob Prandtauer, Matthias Steinl und Joseph Munggenast barockisierte ehemalige romanische Basilika. Fresken und GemÀlde u. a. von Daniel Gran, Thomas Friedrich Gedon, Bartolomeo Altomonte, Antonio Tassi und Tobias Pock. Romanische Rosenkranzkapelle. 77 m hoher romanischer Domturm.
- Mary Ward Schulzentrum St. Pölten (ehm. Institut der Englischen FrÀulein): Von Jakob Prandtauer und seiner Bauschule ab 1707 errichtetes InstitutsgebÀude mit barocker Palastfassade. Kapellenraum mit Fresken von Paul Troger und Bartolomeo Altomonte, Lourdesgrotte.
- Franziskanerkloster mit Franziskanerkirche St. Pölten: Ehemalige Karmeliterkirche mit Rokokofassade. Im Inneren vier Seitenaltarbilder von Martin Johann Schmidt, dem âKremser Schmidtâ.
- Pfarrkirche St. Johannes Kapistran
- Pfarrkirche St. Pölten-St. Josef
- Pfarrkirche St. Georgen am Steinfelde
- Pfarrkirche St. Pölten-Maria Lourdes
- Prandtauerkirche zur Maria vom Berge Karmel (ehemalige Karmelitinnenkirche â ab 1707 errichteter Klosterbau nach PlĂ€nen des Klosterarchitekten Martin Witwer und BaufĂŒhrung durch Jakob Prandtauer) und Karmeliterhof
- Evangelische Kirche und Pfarrhaus
- Neuapostolische Kirche St. Pölten
- Herz-Jesu-Kirche
- Kapelle im Bildungshaus St. Hippolyt
- Kapelle im Kolpinghaus
- Kapelle im ehemaligen BĂŒrgerspital (altkatholisch)
Profanierte Klöster und Sakralbauten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ehemaliges Franziskanerkloster
- Ehemaliges Karmelitinnenkloster
- Ehemalige Synagoge
Regierungsviertel
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- Landhaus: Landtags- und RegierungsgebÀude der Niederösterreichischen Landesregierung von Architekt Ernst Hoffmann.
- Festspielhaus â Konzertsaal und BĂŒhne internationalen Formats mit rund 1100 SitzplĂ€tzen, Architekt Klaus Kada und 1997 eröffnet.
- Shedhalle: Ausstellungshalle von Hans Hollein 2002 eröffnet.
- Museum Niederösterreich: Multimediales Erlebnismuseum der Bereiche Natur, Kunst und Landeskunde, von Architekt Hans Hollein.
- Landesbibliothek und Landesarchiv der Architekten Karin Bily, Paul Katzberger, Michael Loudon.
- Klangturm: Begehbare KlangrÀume in drei Etagen mit Klangkugeln und einer Aussichtsplattform, von Architekt Ernst Hoffmann.
- Tor zum Landhaus: 1993 bis 1997 errichtet, von Boris Podrecca.
- ORF-Landesstudio: 1994 bis 1998 errichtet, von Gustav Peichl.
Monumentalbauten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Allgemeines Ăffentliches Krankenhaus mit Spitalskapelle Maria, Heil der Kranken
- Bezirkshauptmannschaft
- Bundesakademie fĂŒr Sozialarbeit
- Bundesoberstufenrealgymnasium
- Ehemaliges Grandhotel Pittner
- Hauptbahnhof
- Hesserkaserne
- Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt
- Jahnturnhalle
- Ehemalige Voith-Villa, nun Kulturheim-SĂŒd
- Landesgericht
- Landesgerichtliches Gefangenenhaus
- Niederösterreichische Gebietskrankenkasse
- Niederösterreichisches Landesaltenheim
- Rathaus: Wahrzeichen der Landeshauptstadt am Rathausplatz. Mehrere Baustile erkennbar â romanische Gewölbe, gotische Nischen, Renaissance-Inschriften, Barockfassade und Renaissanceturm von Joseph Munggenast. BĂŒrgermeisterzimmer mit barocker Kaiserstuckdecke.
- Schwaighof
- StadtsÀle
- Stadttheater[85]
Weitere Bauten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Wirtschaftszentrum Niederösterreich: SĂŒdlich des Regierungsviertels nach Passivhausweise errichteter BĂŒrokomplex, der Institutionen des Landes Niederösterreich, die Informations- und Serviceleistungen fĂŒr Wirtschaftstreibende (Ecoplus, GrĂŒnderagentur RIZ, Niederösterreich-Werbung, tecnet capital) bieten, beherbergt. Erbaut vom Architektenduo Gschwandtner & Millbacher.
- Landestheater Niederösterreich: 1820 von Josef Schwerdfeger erbautes, 1893 von Eugen Sehnal und 1968 umgebauter und erweiterter Theaterbau. Bis 2005 Stadttheater. Seit 2005 Sprechtheater.
- Riemerplatz: Einziger Platz der Stadt mit lĂŒckenlosem Althausbestand aus der Barockzeit. Moderne Marmorskulptur als Mittelpunkt.
- Apotheke Zum Goldenen Löwen: Seit 1545 bestehendes Àltestes GeschÀft von St. Pölten, Barockfassade von Joseph Munggenast.
- Herrenplatz: Durch bedeutende Barockbauten geprÀgter Platz mit zentraler MariensÀule von Antonio Beduzzi. TÀglicher Markt.
- Olbrich-Haus: Schönes JugendstilgebĂ€ude der Stadt, fĂŒr Primar Hermann Stöhr von Joseph Olbrich errichtet, mit Mörtelschnitt âMedizinâ von Ernst Stöhr.
- Ehemalige Synagoge:'Einzige Jugendstil-Synagoge Niederösterreichs. Reiche Ausmalung in Ornamentformen der Wiener WerkstÀtte.
- Schloss Ochsenburg im Stadtteil Ochsenburg
- Schloss Pottenbrunn, ein Renaissanceschloss im Stadtteil Pottenbrunn
- Schloss Viehofen im Stadtteil Viehofen
- Schloss Wasserburg, ein Barockschloss im Stadtteil Pottenbrunn
Theater
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Landestheater Niederösterreich
- BĂŒhne im Hof
- Festspielhaus St. Pölten
Museen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Arbeitermuseum
- AusstellungsbrĂŒcke
- Diözesanmuseum St. Pölten
- Historisches Museum
- KUNST:WERK
- Museum im Hof
- Niederösterreichisches Dokumentationszentrum fĂŒr Moderne Kunst
- Museum Niederösterreich â Veranschaulichung und Erforschung der Vergangenheit und Gegenwart des Landes in Natur und Kultur: das Haus der Natur zeigt Fische in Aquarien, das Haus der Geschichte ersetzt seit September 2017 die ehemalige Kunstausstellung
- Stadtmuseum St. Pölten
Sonstige
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kino-Center Hollywood-Megaplex
- Programmkino Cinema Paradiso
- StadtsaÀle
- VAZ St. Pölten, Veranstaltungszentrum und Messehalle
- Jugendkulturhalle frei.raum
- Capella incognita, Barockmusikensemble aus St. Pölten
- St. Pöltner KĂŒnstlerbund, KĂŒnstlervereinigung mit Ausstellungsraum KUNST:WERK
- Bauchklang, A-cappella-Formation
- Kulturhaus Wagram
- Warehouse St. Pölten
- Markt am Domplatz[86]
- Hesserkaserne
- Kopalkaserne
- Hauptfriedhof St. Pölten
- La Boom (Nachtlokal)
- Kulturverein La Musique Et Sun â LAMES
RegelmĂ€Ăige Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Open Air Kino am Rathausplatz â Gruppe Cinema Paradiso
- Hauptstadtfest
- St. Pöltner Volksfest
- Internationales Kultur- & Filmfestival
- Landhausfest
- St. Pöltner Festwochen mit dem Barockfestival St. Pölten Klangweile
- St. Pöltner Höfefest
- NUKE Festival
- Holi Festival der Farben
- Frequency Festival
- Beatpatrol
- WISA St. Pölten
- Erotica Erotikmesse
- Melting Pot
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat und Stadtsenat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat besteht aus 42 Mitgliedern. Bei der Gemeinderatswahl 2021 erhielt die SPĂ 25Â Mandate, die ĂVP zehn, die FPĂ und die GrĂŒnen jeweils drei, ein Mandat gewannen die NEOS.
Der Stadtsenat besteht aus dem ersten und dem zweiten VizebĂŒrgermeister sowie elf weiteren Mitgliedern; allesamt sind sie zugleich Mitglieder des Gemeinderates. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2021 besteht dieser aus acht Mitgliedern der SPĂ und drei der ĂVP sowie jeweils einem Mitglied der FPĂ und der GrĂŒnen.
BĂŒrgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Amt des BĂŒrgermeisters bekleidet seit 2004 Matthias Stadler (SPĂ), 1. VizebĂŒrgermeister ist seit August 2025 Michael Kögl (SPĂ)[87], 2. VizebĂŒrgermeister ist seit 2011 Matthias Adl (ĂVP).[88]
- BĂŒrgermeister Matthias Stadler
- 1. VizebĂŒrgermeister Michael Kögl
- 2. VizebĂŒrgermeister Matthias Adl
Wappen, Farben und Siegel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: âGespalten von Silber und Blau; vorne ein roter Balken, hinten ein steigender, silberner, rotgezungter und goldbewehrter Wolf.â[89] | |
| WappenbegrĂŒndung: Das der Stadt St. Pölten von König Ferdinand I. am 3. November 1538 verliehene Stadtwappen besteht aus zwei Teilen. Der heraldisch rechte (vom Betrachter aus linke) Teil zeigt den umgekehrten österreichischen Bindenschild als Zeichen der landesfĂŒrstlichen Zugehörigkeit der Stadt. Der heraldisch linke Teil mit dem aufrecht stehenden Wolf ist Ausdruck der Herkunft aus dem Besitz des Bistums Passau. Das Pedum (Bischofsstab), das der Wolf im 15. Jahrhundert in den Pfoten hielt, ist verschwunden. |
Die Farben der Stadt sind rot-gelb. Das Siegel der Stadt zeigt das Stadtwappen mit der Umschrift âLandeshauptstadt St. Pöltenâ. Das Amtssiegel des Magistrates weist das Wappen und die Umschrift âMagistrat der Stadt St. Pöltenâ auf.
- Banner der Stadt
- Siegel der Stadt
- Das aktuelle Logo der Stadt
Die Stadt verwendet seit den 1960er Jahren verschiedene Logos in Publikationen. Diese spiegeln die Entwicklungen der Stadt wider. So lautete der Text des ab 1986 benutzten Logos âLandeshauptstadt St. Pöltenâ, das aktuelle zeigt neben den stilisierten Sternen der Europaflagge den Text âst. pölten mitten in europaâ.
StÀdtepartnerschaften
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Altoona, Pennsylvania (Vereinigte Staaten), seit 2000
BrĂŒnn (Tschechien), seit 1990
Clichy (Frankreich), seit 1968
Heidenheim (Deutschland), seit 1967
Kurashiki (Japan), seit 1957
Wuhan (Volksrepublik China), seit 2005[90]
E-Government
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]FĂŒr BĂŒrger, die ihren Hauptwohnsitz in St. Pölten haben, bietet die Stadtverwaltung elektronische Formulare an. Die Formulare basieren auf der Formularlösung AFORMSOLUTION des österreichischen IT-Unternehmens aforms und umfassen u. a. FörderungsantrĂ€ge oder diverse Ansuchen.[91]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Zeiller: S. Pölten. In: MatthÀus Merian (Hrsg.): Topographia Provinciarum Austriacarum. Austria, Styria, Carinthia, Carniolia, Tyrolis ⊠(= Topographia Germaniae. Band 10). 3. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1679, S. 17 (Volltext [Wikisource]).
Geschichte
- Heidemarie Bachhofer (Hrsg.): St. Pölten im Mittelalter. Historische und ArchÀologische Spurensuche. Diözesanarchiv St. Pölten, St. Pölten 2012, ISBN 978-3-901863-36-3.
- Johann Frast: Historische und topographische Darstellung der Pfarren, Stifte, Klöster, milden Stiftungen und DenkmĂ€ler im Erzherzogthume Oesterreich â Sanct Pölten und dessen Umgegend; oder: das Decanat Sanct Pölten. Mit zwey Abbildungen, und einer Karte des Decanates. Anton Doll, Wien 1828 (Vorschau von: Der ersten Abtheilung siebenter, der Diöcese von St. Pölten, zweyter Band in der Google-Buchsuche).
- Karl Gutkas: Werden und Wesen der Stadt St. Pölten. Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten (zahlreiche Auflagen).
- Emil Jaksch, Karl Gutkas: St. Pölten. Kultur- und Wirtschaftschronik. BĂŒhn, MĂŒnchen 1970.
- Thomas Karl: St. Pölten. Ein Wandel durch die Zeit. Sutton, Erfurt 2004, ISBN 3-89702-641-4 (Bildband mit historischen Fotografien).
- Magistrat der Landeshauptstadt St. Pölten (Hrsg.): St. Pölten 1945â1955. Geschichte(n) einer Stadt (= St. Pöltner Regenbogen 2005. Kulturjahrbuch der Landeshauptstadt St. Pölten). St. Pölten 2005.
- Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt. Residenz, St. Pölten / Salzburg 2010, ISBN 978-3-7017-3155-8.
- Ronald Risy: Municipium Aelium Cetium. 20 Jahre StadtarchĂ€ologie 1988â2008. Dissertation Wien 2009, urn:nbn:at:at-ubw:1-29772.19323.431953-5 (univie.ac.at).
- Ronald Risy: Sant Ypoelten. Stift und Stadt im Mittelalter. In: Forum Archaeologiae. Band 52/9, 2009 (alpinehiking.eu).
- Norbert Zand: Geschichte der Stadt St. Pölten von 1900â1950 im Wandel der politischen, sozialen und wirtschaftlichen UmbrĂŒche. Dissertation Wien 1997, 2 BĂ€nde.
Musikgeschichte
- Christian Fastl: St. Pölten. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Ăsterreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.
Architektur
- Otto Kapfinger, Michaela Steiner: St. Pölten neu. Das Bild der Landeshauptstadt = The New St. Pölten. Profile of the federal state capital. Springer, Wien/New York 1997, ISBN 3-211-82954-7.
- Thomas Karl u. a.: Die KunstdenkmÀler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. Berger, Horn 1999, ISBN 3-85028-310-0.
- Ralph Andraschek-Holzer: Die Statutarstadt St. Pölten in alten Ansichten. Eine Ausstellung aus den Sammlungen der NĂ Landesbibliothek aus Anlass des St. Pöltner StadtrechtsjubilĂ€ums 1159â2009. Hrsg.: Gebhard König (= Niederösterreichische Landesbibliothek [Hrsg.]: Sonder- und Wechselausstellungen der Niederösterreichischen Landesbibliothek. Band 31). St. Pölten 2009, DNB 994571585 (noel.gv.at [PDF; 8,6 MB]).
Belletristik
- Klaus NĂŒchtern: NĂŒchtern betrachtet. Kleines Gulasch in St. Pölten. 78 ganz brauchbare Kolumnen mit 5 exklusiven, bislang unveröffentlichten Vorworten. Falter-Verlag, Wien 2003, ISBN 3-85439-306-7.
- Hans Rankl (Hrsg.): St. Pöltner Geschichten. Residenz, St. Pölten / Salzburg 2009, ISBN 978-3-7017-1536-7.
- Michael Ziegelwagner: Als der Teufel gegen den Bischof Krenn beim Schnapsen verlor. St. Pöltner Sagen. Literaturedition Niederösterreich, St. Pölten 2022, ISBN 978-3-902717-66-5 sowie Als der Teufel zum zweiten Mal gegen den Bischof Krenn beim Schnapsen verlor. Neue St. Pöltner Sagen. Literaturedition Niederösterreich, 2026. ISBN 978-3-902717-87-0.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wikisource: St. Pölten â Quellen und Volltexte
Commons: St. Pölten â Sammlung von Bildern
Wikivoyage: St. Pölten â ReisefĂŒhrer
- Pölten Eintrag zu St. Pölten im Austria-Forum (im AEIOU-Ăsterreich-Lexikon)
- 30201 â St. Pölten. Gemeindedaten der Statistik Austria
- Statutarstadt St. Pölten. Homepage der Landeshauptstadt
- St. Pölten Tourismus. Website der Tourismusinformation St. Pölten
- Niederösterreich Tourismus. Website mit allen Besucherinformationen
- Literatur von und ĂŒber St. Pölten im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â St. Pöltner Stadtrecht 1977 in der Fassung vom 30. April 2015.
Gesetz ĂŒber die Gliederung des Landes Niederösterreich in Gemeinden in der Fassung vom 25. April 2024. - â Statistik Austria â Bevölkerung zu Jahresbeginn nach administrativen Gebietseinheiten (BundeslĂ€nder, NUTS-Regionen, Bezirke, Gemeinden) seit 2002 (ODS).
- 1 2 StadtportrĂ€t des Projekts âReformationsstĂ€dte Europasâ: Reformationsstadt St. Pölten. Ăsterreich. Evangelisch in Niederösterreich (mit einem Votum von BM Matthias Stadler). In: reformation-cities.org/cities, abgerufen am 20. Oktober 2017. Zur Bedeutung St. Pöltens in der Reformationsgeschichte siehe auch den Abschnitt FrĂŒhe Neuzeit.
- â Regionalinformation 31.12.2023.zip, bev.gv.at (1.119 kB, 0003450398_100_Verwaltungseinheiten_KG_2023.csv); abgerufen am 20. JĂ€nner 2025
- â Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
- â Klimadaten von Ăsterreich 1971â2000. ZAMG, Station St. Pölten.
- â David Kaufmann: Klimadaten Niederösterreich â aufbereitete Klimamittel von GeoSphere-Stationen (Gemeinde-DatensĂ€tze). Zenodo, 2026, doi:10.5281/zenodo.21274855 (zenodo.org).
- Peter Scherrer: ArchĂ€ologische Ăbersicht und Fundkataloge. In: Thomas Karl u. a.: Die KunstdenkmĂ€ler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. 1999, S. XVIIâLX.
- â Thomas Karl: Zur historischen und stĂ€dtebaulichen Entwicklung St. Pöltens vom frĂŒhen Mittelalter bis zur beginnenden Stadterweiterung um 1850. In: Thomas Karl u. a.: Die KunstdenkmĂ€ler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. 1999, S. LXIIIâLXXXV.
- â Etwa bei Ammianus Marcellinus, Res gestae 16,2,12.
- â Diesen Schluss zieht Walter Pohl: Die Awaren. Ein Steppenvolk in Mitteleuropa 567â822 n. Chr. 2. Auflage. Beck, MĂŒnchen 2002, ISBN 3-406-48969-9, S. 310.
- â Ronald Risy: Sant Ypoelten. Stift und Stadt im Mittelalter. In: Forum Archaeologiae. Band 52/9, 2009 (alpinehiking.eu).
- â Johann Kronbichler: Dom und BistumsgebĂ€ude. In: Thomas Karl u. a.: Die KunstdenkmĂ€ler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. 1999, S. 5â76, hier S. 54.
- â Christoph MĂŒller von Prankenheim, Albert von Maderna: Historia Canoniae Sand-Hippolytanae. Teil 1, Trattner, Wien 1779, S. 34 ff.
- â Max Heuwieser (Hrsg.): Die Traditionen des Hochstifts Passau (= Quellen und Erörterungen zur Bayerischen Geschichte. NF 6). MĂŒnchen 1930, S. 40â41.
- â Theodor Sickel (Hrsg.): Diplomata 13: Die Urkunden Otto des II. und Otto des III. (Ottonis II. et Ottonis III. Diplomata). Hannover 1893, S. 151â152 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat) (lateinisch).
- â Eintrag zu Stadt im Austria-Forum (im AEIOU-Ăsterreich-Lexikon)
- â 500 Jahre Reformation in St. Pölten 1517 bis 2017 (Ausstellung im Stadtmuseum vom 12. Mai 2017 bis 6. September 2017). In: stadtmuseum-stpoelten.at, abgerufen am 23. MĂ€rz 2018.
- â (red): 500 Jahre Reformation in St. Pölten. In: meinbezirk.at, 24. November 2016, abgerufen am 23. MĂ€rz 2018.
- â Martin Zeiller: S. Pölten. In: MatthĂ€us Merian (Hrsg.): Topographia Provinciarum Austriacarum. Austria, Styria, Carinthia, Carniolia, Tyrolis ⊠(= Topographia Germaniae. Band 10). 3. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1679, S. 17 (Volltext [Wikisource]).
- â Elisabeth Linhart: St. Pölten in den Jahren 1955â1970. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt. 2010, S. 152â196.
- â Dieser Abschnitt zum MĂ€rz 1938 folgt: Wolfgang Pfleger: Die schicksalshaften MĂ€rztage 1938 in St. Pölten. In: St. Pöltner Regenbogen 98. Eggner, St. Pölten 1998, S. 47â76, und Karl Gutkas: Zu den MĂ€rztagen 1938 in St. Pölten. In: Mitteilungsblatt des Kulturamtes der Stadt St. Pölten. 3, 12, St. Pölten 1978.
- 1 2 Markus Schmitzberger: St. Pölten in der NS-Zeit 1938â1945. In: Siegfried Nasko, Willibald Rosner (Hrsg.): St. Pölten im 20. Jahrhundert. Geschichte einer Stadt. 2010, S. 96â121.
- â Franz Forstner: Die Eingemeindungen von 1939. In: St. Pöltner Regenbogen 2000. St. Pölten 2000, DNB 019908121.
- â Thomas Pulle: Stadtentwicklung von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. In: Die KunstdenkmĂ€ler der Stadt St. Pölten und ihrer eingemeindeten Ortschaften. Berger & Söhne, Horn 1999, S. CV.
- â Manfred Wieninger: St. Pöltner StraĂennamen erzĂ€hlen. Studienverlag, Innsbruck/Wien/Bozen 2002, ISBN 3-7066-2208-4.
- 1 2 Martha Keil, Christoph Lind: Die jĂŒdische Gemeinde St. Pölten. In: injoest.ac.at, abgerufen am 25. November 2019.
- â Martha Keil, Christoph Lind: Spurensuche: Das jĂŒdische St. Pölten. In: david.juden.at, abgerufen am 25. November 2019.
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