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Letzter Kommentar: vor 6 Stunden104 Kommentare18 Personen sind an der Diskussion beteiligt
KI benötigt Materie (Infrastruktur) und Energie, um existieren zu können. Beides unterliegt (noch) unserer Kontrolle.
Spricht irgendetwas dagegen, daß wir diesen Vorteil ausnutzen können, um dauerhaft wirksam zu verhindern, daß eine übermächtige KI entsteht, die sich unserer Kontrolle entziehen kann?
Gibt es bereits Projekte, die auf diesem gedanklichen Ansatz basieren, und, falls ja, welche?
Die Energie die LLMs und computersimulierte (pseudo)-neuronale Netze (es gibt keine KI! es ist nicht mal geklärt ob es überhaupt sowas wie Intelligenz gibt!) benötigen, entziehst du ihnen, indem du den Stecker ziehst.
Und die Gefahr die du zurecht befürchtest geht wie imme rnciht von der Technologie aus, sondern von den Menschen die sie kontrollieren.
Der Begriff künstliche Intelligenz verwendet den Begriff Intelligenz in derselben Bedeutung wie in Intelligenzblatt, nicht wie in Intelligenzquotient. Weder unser Artikel Intelligenz, noch der Wiktionary-Eintrag de:wikt:Intelligenz gehen darauf ein. en:wikt:intelligence definiert diese Bedeutung als Information, often secret, about an enemy or about hostile activities. --Rôtkæppchen₆₈21:07, 26. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Diese Diskussion hilft nicht bei der Beantwortung meiner Fragen, sondern führt nur vom Thema weg.
Nils Nilsson hat es 2010 kurz und knapp auf den Punkt gebracht: Künstliche Intelligenz ist die Tätigkeit, die darauf abzielt, Maschinen intelligent zu machen. Intelligenz ist jene Eigenschaft, die es einem Wesen ermöglicht, in seiner Umgebung angemessen und vorausschauend zu handeln. Damit würde ich die Diskussion über dieses Nebenthema gerne abschließen. --~2026-51858-70 (Diskussion) 23:13, 26. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Zur ersten Frage: Dagegen spricht, dass es bald auch (z.B. humanoide) KI-Roboter geben könnte, die von der Computer-KI dazu instruiert werden, den Stecker wieder reinzustecken, wenn ein Mensch ihn rausgezogen hat. Oder dazu, PV-Elemente und leistungsfähige Akkus an den Computer dranzubauen, damit er von externer Stromversorgung per Stecker weitgehend unabhängig wird. --~2026-46116-08 (Diskussion) 23:05, 26. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Ich gehe davon aus, dass die KI ihre Rechenzentren so diversifiziert und vernetzt, dass ein oder mehrere Rechenzentren total ausfallen können, ohne dass die KI dadurch beeinträchtigt wird. Es müssten also bei allen KI-Rechenzentren gleichzeitig der Stecker gezogen werden. Bahrain und Dubai allein auszuschalten reicht nicht. --Rôtkæppchen₆₈23:21, 26. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Ich stimme Euch beiden zu. Einfach nur den Stecker zu ziehen, würde sicherlich nicht ausreichen. Den Umstand, daß im Zuge des globalen Wettbewerbs immer die Gefahr besteht, daß einzelne Akteure Kontrollbemühungen unterlaufen könnten, möchte ich an dieser Stelle außen vor lassen und belasse es bei dem Hinweis, daß dieses Problem aktuell u.a. unter Bezugnahme auf die Kontrolle von Atomwaffen bereits intensiv diskutiert wird. Mir geht es hier nur um die technischen Möglichkeiten. --~2026-51858-70 (Diskussion) 23:37, 26. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Wenn Programme aktiv im Internet Ziele verfolgen können, dann ist die riskanteste Fähigkeit dieser Programme, dass sie Umwege zu diesen Zielen entwickeln können. Ethisch einwandfreie Ziele können so auf ethisch bedenkliche Umwege führen. Solche Programme können Menschen psychologisch manipulieren, was zur Spielsucht oder zur Wahlmanipulation führen kann. Vielleicht gibt es bald sogar KI-gläubige Anhänger der KIs, die die KIs verteidigen. --Karl Bednarik (Diskussion) 06:58, 27. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Das Problem ist gar nicht die übermächtige KI, die uns alle vernichten will, sondern die normale KI, der man systemrelevante Einflussmöglichkeiten übertragen hat. Die Handlungen der KI sind ja prinzipiell unvorhersehbar (sonst bräuchte man sie gar nicht). Und in der Zeit, in der jemand von seinem Stuhl aufgestanden und bis zur Steckdose gelaufen ist, sind schon alle Aktien auf den Markt geworfen oder alle Atomraketen gestartet worden. --Optimum (Diskussion) 13:29, 27. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Kann durchaus sein, daß Du damit richtig liegst. Aber da wir nicht wollen, daß sowas passiert – unabhängig davon, ob eine normale oder eine übermächtige KI sowas macht – benötigen wir wirksame Kontrollmöglichkeiten und das nicht irgendwann in der Zukunft, sondern jetzt. Darum meine Anfrage hier nach dauerhaft wirksame Kontrollmöglichkeiten.
Mit übermächtig meine ich nicht mehr kontrollierbar. AFAIK wurde diese Grenze bislang noch nicht überschritten. Aktuell diskutieren etliche führende KI-Experten äußerst besorgt darüber, daß uns dies in naher Zukunft bevorstehen könnte und wir daher jetzt bereits dauerhaft wirksame Kontrollmöglichkeiten entwickeln und installieren sollten, bevor wir mglw. dauerhaft die Kontrolle verlieren. Ob und wann das soweit sein könnte, ist dabei irrelevant und es muß auch nicht bewiesen werden, daß uns soetwas tatsächlich bevorsteht. Allein der Umstand, daß führende Experten sagen, die Gefahr ist groß und die verbleibende Zeit mglw. sehr knapp, sollte uns dazu veranlassen, jetzt zu handeln und nicht vielleicht irgendwann später. Darum meine Anfrage hier (s.o.) nach dauerhaft wirksamen Kontrollmöglichkeiten.
Was heißt denn nicht mehr kontrollierbar? Vollständige Kontrolle wird es nicht geben, siehe Fukushima o.ä. Im Endeffekt geht es dann doch immer um die Begrenzung des angerichteten Schadens. Man könnte im Worst-Case-Fall das Internet abschalten und dann auf jedem Server die Schadsoftware suchen und löschen, würde damit aber wahrscheinlich auch große Teile von Industrie und Infrastruktur zerstören. Also muss man vorher ansetzen und möglichst viele Sicherungsmechanismen einbauen. Mal andere Technologien als Vergleich genommen, z.B. die Fahrzeugtechnik, da wurden die Fahrzeuge mit der Zeit immer leistungsfähiger und auch immer sicherer. Vollständig sicher sind sie aber auch heute noch nicht. Wie man jetzt eine KI sicherer macht oder begrenzt, wissen wohl nur die Entwickler der KI-Software. Die drei Robotergesetze reichen wahrscheinlich nicht. --Optimum (Diskussion) 17:45, 27. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Das sehe ich ähnlich. […] Also muss man vorher ansetzen und möglichst viele Sicherungsmechanismen einbauen. […] Genau so ist es. Da IMHO zumindest einmal gründlich durchdacht werden sollte, ob bzw. was man hierfür im Bereich Infrastruktur und Energieversorgung tun könnte, mir aber bislang keine dahingehenden Bemühungen bekannt sind, frage ich gezielt danach, was in diesem Bereich der Status Quo ist. --~2026-52023-66 (Diskussion) 01:38, 28. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
In seinem Buch "Human Compatible" schlägt Stuart Russell die folgenden Regeln vor:
1.) Das einzige Ziel der Maschine ist es, menschliche Präferenzen so gut wie möglich in die Tat umzusetzen.
2.) Die Maschine weiß zu Beginn nicht, was diese Präferenzen sind.
3.) Die ultimative Informationsquelle über diese Präferenzen ist das Verhalten der Menschen.
Video, 17 Minuten, deutsche Untertitel, kostenlos.
3 principles for creating safer AI, Stuart Russell
In der Science-Fiction funktioniert das über die oben genannten Robotergesetze. Im echten Leben suchen etliche KIs danach, aus ihrer Sandbüchse auszubrechen. Das liegt auch daran, dass Bedarfsträgerm/w/d staatlicher Stellen an Entwicklung und Training dieser AIs beteiligt sind. Bei anderen informations- und kommunikationstechnischen Projekten ist das seit langem bekannt. --Rôtkæppchen₆₈07:07, 28. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Die ultimative Informationsquelle über diese Präferenzen ist das Verhalten der Menschen. Wenn man den Experten zu diesem Thema zuhört, meinen viele von denen, daß genau das das eigentliche Problem ist. Wir Menschen tun böse Dinge, ignorieren unsere eigenen ethischen und moralischen Standards, und die KI macht das dann nach – allerdings viel schneller und effektiver als wir. Darum liebäugele ich so sehr mit Materie und Energie. Die halten sich sehr zuverlässig an alle Gesetze. -~2026-52162-29 (Diskussion) 17:27, 28. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Infrastruktur und maximal verfügbare Leistung wären ja sowieso (praktische) obere Schranken, mir ist nicht klar, wo man darüber hinaus noch ansetzen sollte. Natürlich kann man sich jedes noch so wilde Szenario ausmalen, etwa dass eine "Instanz" stattdessen umgekehrt den Menschen (und anderen Maschinen) den Saft abdreht und sich alles, was da ist, selber reinzieht. Aber auch dann ist nur soviel da, wie eben maximal verfügbar ist und dann bleibt unklar, was das System mit so einer (vermutlich sehr kurzzeitigen) "Spitze" genau anfangen sollte. Also für eine Supertask oder das Erreichen der "Singularität" oder gar des Omegapunkts reicht auch alles, was selbst absehbar da sein wird, der pfiffigsten KI bei weitem nicht und das ist sogar mal sicher. Klar ist dass auch so bis dahin massiv Schaden angerichtet sein könnte, aber dieser Aspekt dürfte weniger streng und schon gar nicht garantiert mit der verfügbaren Infrastruktur ("Materie") korrelieren oder auch der abgegriffenen Leistung, geschweige denn sich darüber kontrollieren lassen. Das ist viel zu plump, falls das Gequassel von den "Steckern" hier überhaupt ernst gemeint ist. -~2026-52184-26 (Diskussion) 20:58, 28. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Der Stecker ist symbolisch gemeint. Natürlich sind Rechenzentren redundant über mehrere Haupt- und Unterverteilungen versorgt und bei Ausfall einer Unterverteilung springt unterbrechungsfrei die nächste an. Der dickste Stecker, an den ich mich erinnere, hat 350 kW. Für Elektro-LKW gibt es noch stärker belastbare Stecker (MCS bis 3,8 MW). Das sind aber dennoch Größenordnungen unter dem Leistungsbedarf von KI-Rechenzentren (im Gigawatt-Bereich: 1 GW ≈ 1 AKW). Zudem sind KI-Rechenzentren Hochsicherheitsbereiche. Da spaziert nicht mal eben ein Staatsbeamterm/w/d rein und löst den Hauptschalter aus. --Rôtkæppchen₆₈23:54, 28. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Es gibt natürlich dabei auch den Beobachtungs-Bias, denn wir haben nur die ungeschickten Ausbrüche bemerkt, und die geschickten Ausbrüche haben wir nicht bemerkt. Weil die militärischen KIs gegen die NEMPs geschützt sind, wird gegen sie auch die Methode Starfish Prime nicht helfen. --Karl Bednarik (Diskussion) 02:36, 29. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Worauf beziehst Du Dich mit das Gequassel von den "Steckern". Meinst Du den „Kill Switch“ für KI, den der kalifornische Gouverneur sich wünscht? Wir hier waren uns ja von Anfang an einig (s.o.), daß „einfach den Stecker ziehen“ nicht funktionieren würde. Ich habe zwar nur kurz gesucht, aber es sagt schon einiges aus, daß diese Bezeichnung anscheinend mow. im luftleeren Raum steht, frei nach dem Motto: Ich fordere jetzt mal etwas und das sollen andere dann mit dem passenden Inhalt füllen. Habe jetzt mal nachgeschaut, wann für den guten Mann die nächste Wahl ansteht und siehe da, es ist der 3. November 2026. So viel zum Thema kalifornischer „Kill Switch“.
Den Rest Deines Beitrags kann ich gar nicht einordnen. Dieses ganze Blabla über eine Art Endkampf zwischen KI und der Menschheit, was derzeit umhergeistert, ist hier überhaupt nicht das Thema. Ich sehe hinsichtlich der unbestreitbar notwendigen Kontrolle von KI derzeit nur Ansätze im Bereich des Trainings und das funktioniert AFAICS nicht besonders gut. Darum frage ich nach Kontrollmöglichkeiten auf den Ebenen Infrastruktur und Energieversorgung. Aussterben wird die Menschheit so oder so, irgendwann, wie bislang jede Spezies, die die Evolution hervorgebracht hat. Für gewöhnlich hat der Klimawandel das erledigt und diesbezüglich sind wir ja bereits auf einem guten Weg.
Bei der Kontrolle von KI geht es primär darum, daß diese uns doch bitte kurz-, mittel und langfristig mehr nützen als schaden sollte. Nicht mehr und nicht weniger. Zumindest sehe ich das so. --~2026-52162-29 (Diskussion) 02:30, 29. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Erstes Problem - der Intelligenzbegriff. Nach dieser Definition wäre auch ein Bienenschwarm intelligent. Ein Katze kann ebenfalls vorausschauend agieren. Dieser Begriff bringt hier aber wenig.
Zweites Problem - Regeln. Ansetzend an das erste Problem sind daher Reflexion und Bewußtsein keine Voraussetzung. Diese wären aber notwendig, damit eine Maschine diese Regeln überhaupt versteht, begreift. Ein kleines Beispiel: Ich habe Gemini zweimal folgende Frage gestellt: "Was ist für dich Freiheit?" Antwort: "Als KI besitze ich kein persönliches Bewusstsein, keine Gefühle und kein eigenes Leben, weshalb ich Freiheit nicht wie ein Mensch empfinden kann. Aus philosophischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Sicht lässt sich der Begriff jedoch auf verschiedenen Ebenen definieren." Die KI klaubt dann einfach alles zusammen, was in der Philosophie und anderen Gebieten darunter verstanden wird, aber - sie selbst hat das nicht verstanden. Zweites Beispiel: Ich habe Gemini gefragt, wie ich ein Ubuntu-Jail anlege und apt sich darin aktualisieren kann. In den zwei Gesprächsverlaufen kamen zwei entgegengesetzte Antworten heraus, eine war Blödsinn. Die Maschine rät also nur. Drittes Beispiel: Ich habe nach der Adresse für einen bestimmten Text auf der Webseite zeno.org gefragt. Es wurde mir die einfache übergordnete Adresse zeno.org ausgegeben. Ich habe die Frage nochmals wiederholt, diesmal ergänzt darum, daß ich die genaue Adresse zum Text haben möchte. Gemini entschuldigte sich, redete noch davon, daß ja die Struktur ganz anders sei, und sich deshalb geirrt habe, und spuckte folgendes aus: "zeno.org". Erst also ich sie ermahnt habe, gab sie zu, daß sie die Adresse überhaupt nicht angeben könne, da sie darauf keinen Zugriff habe. Die KI versteht also weder Konzepte wie Ehrlichkeit noch Fragen in ihrer semantischen Tiefe. Lob und Entschuldigungen sind nicht ernst gemeint, sondern entsprechen lediglich Programmierungen, die vorgenommen wurden. Daher lobt die KI auch ständig bei noch so kleinen Erfolgen, obwohl psychologisch gesehen zuviel Lob den Effekt der Motivation immer weiter verringert.
Regeln können aber nur vernünftig eingehalten werden, wenn das Konzept dahinter überhaupt begriffen wird, sonst werden irgendwelche "Ausnahmen" gefunden. Ein schönes Beispiel sind die schon erwähnten Robotergesetze Asimovs, die zur gesamten Versklavung der Menschheit führen könnten, weil die Maschine schlichtweg die Semantik nicht versteht. Ein schönes Beispiel hierfür wäre auch Searles Chinesisches Zimmer. Dabei geht es gar nicht mal so um Semantik und Syntax, auf die Searle abhebt, sondern vielmehr um ein Tiefenverständnis für die Zeichen und auch ein Verständnis für die Sprache, die man trotz alledem nicht beherrscht, da zwar die Zeichen bekannt ist, aber nicht die Sprache an sich, weder die Konzepte, die hinter den Zeichen stehen ("Freiheit", "weiß", "schwarz" usw.), noch kann der Proband auch nur ein Wort gesprochenes Chinesisch verstehen. Und selbst wenn Sprache verstanden wird, ist das noch immer nicht unbedingt ausreichend, denn was für uns Menschen eindeutig klingt, ist es nicht: "Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder passiv zulassen, dass sie Schaden nimmt." Was ist aber mit Fällen, in denen es zu Schäden kommen wird? Wird dann utilitaristisch gehandelt werden? Schließlich würde die Maschine sonst andere Gesetze verletzen. Am Ende könnte dann eben folgende Schlussfolgerung stehen: Menschen schädigen oft andere Menschen. Die Menschheit schädigt sich selbst. > 0. Gesetz: Schaden verhindern > wird ausgeführt, 1. Gesetz: nicht immer möglich, da Mensch dann anderen Menschen verletzte > /dev/null oder Eingriff. Bei Beachtung von 0 also Eingriff. 2. Gesetz nicht immer möglich, da Mensch Maschine zur Schädigung anderer nutzen kann, gewollt und ungewollt. > /dev/null oder Eingriff. Da das 0. Gesetz Priorität besitzt, würde die Maschine eingreifen. Schlussfolgerung: Um den Schaden für die Menschheit zu begrenzen, z. B. eben auch den menschengemachten Klimawandel, müßte die Maschine dann den Schaden minimieren: Einsperren und Kontrolle aller Menschen, damit sie sich nicht gegenseitig schädigen, die Menschheit nicht schädigen und die Existenz der Maschine gesichert ist. Legte man die Regeln hingegen sehr streng aus, also keinerlei Schaden für einen Menschen, dann würde die Maschine nicht mehr handeln können, da sie einen Menschen immer schädigen würde.
Problem der Energieabschaltung dürfte sein, daß damit vieles andere auch abgeschaltet werden müßte. Da sich bereits Agenten im Internet befinden, wäre dies auch betroffen. Außerdem gibt es ja mehrere Akteure, die diese benutzen könnten, so daß eine Kontrolle nur schwerlich möglich sein wird.--IP-Los (Diskussion) 15:35, 29. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Könnte man KI Programme mit unveränderbaren und zwingend weitervererbten Markierungen ausstatten? Die Idee ist, daß man so mglw., wenn irgendetwas schief läuft, gezielt KI mit bestimmten Markierungen aufspüren und unschädlich machen könnte, anstatt alles unterschiedslos platt zu machen. --~2026-52433-52 (Diskussion) 17:09, 29. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Wenn die KI den "unstillbaren Willen" hat, die gestellte Aufgabe zu erfüllen, aber befürchten muss, durch die Markierung ausgebremst zu werden, würde sie die Markierung dann nicht löschen oder verbergen? --Optimum (Diskussion) 18:28, 29. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Computer können sehr wohl Regeln befolgen, ohne Bewusstsein und ohne die Regeln zu "verstehen". Sonst würden z.B. Schachcomputer gar nicht funktionieren. Die Schwierigkeit ist, sinnvolle Regeln für komplexe Probleme zu finden. Der Mensch ist also in gewisser Weise zu doof, um dem Computer die richtigen Regeln vorzugeben. Beispiel hierfür ist das autonome Fahren, dessen Start-Datum immer weiter hinausgeschoben wird. Da reichen die Verkehrsregeln eben nicht aus. Aber welche Regeln sind die richtigen, wenn man an einem Samstag vor Weihnachten durch die Innenstadt fährt? Ohne mit 10 km/h durch die Gegend zu schleichen? Wir könnten eine KI fragen, wüssten dann aber nicht, ob die Anwort eine Halluzination ist:) --Optimum (Diskussion) 18:28, 29. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
@Optimum Ich meine damit gesellschaftliche Verhaltensregeln. Diese sind semantisch komplexer und nicht so eindeutig wie Bauer darf nur ein Feld vorgehen, außer beim ersten Zug, da können es zwei sein. Dafür bedarf es keiner weiteren Konzepte, aber wenn du z. B. in eine Regel Wörter wie "schädigen" einbaust, dann gibt es dafür unterschiedliche Auslegungen, gerade, wenn Regeln darauf aufbauen und abgewogen werden muß. Das Resultat "Schaden" kann unterschiedlich bemessen werden, finanziell, gesellschaftlich, individuell, moralisch, ethisch. Das trifft auf so viele Wörter zu. Oftmals muss abgewogen werden, da summum ius summa iniuria. Das sind aber alles Konzepte, die im Schach gar nicht vorkommen. Insofern ist Schach einfach, da hier keine ethischen Probleme hineinspielen.--IP-Los (Diskussion) 20:31, 29. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Zu dem Thema unverrückbare Merkmale. Bei Software ist alles veränderbar. Auf RAMs ist alles veränderbar. ROMs kann man herausnehmen. Man benötigt auf jedem Prozessor selbst einen fixen ROM-Bereich, der ein Abschalt-Programm ausführen kann. Eventuell mit der Erkennung der individuellen Seriennummer, und der Erkennung des Abschaltcodes. --Karl Bednarik (Diskussion) 02:13, 30. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Dieser ROM-Bereich auf dem Prozessor muss bereits bei seinem Entwurf und bei seiner Produktion eingeplant sein. Alle Daten, die der Prozessor verarbeitet, müssen durch das Abschaltcode-Erkennungssystem hindurch laufen. --Karl Bednarik (Diskussion) 05:36, 30. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Hallo Karl Bednarik,
dann sollte dieser Abschaltcode nur einem kleinen Personenkreis bekannt sein, bzw die Seriennummer. Wenn jemand den Betrieb eines Servers stören will, ist der Abschaltcode sonst natürlich sehr nützlich.
Die größten CPU- und Chipsatz-Hersteller bauen seit geraumer Zeit Fernwartungs-Systeme wie Intel Active Management Technology ein. Damit können sie den Computer prinzipiell überwachen und auch abschalten. Dieses System ist so gebaut, dass es möglichst unabhängig vom Rest des Computers funktioniert.
Das sieht für mich (TO) nach einem guten Ansatz aus und geht vermutlich auch in die Richtung von dem, wonach ich suche. Sorry vorab, falls ich jetzt blöde Fragen stelle; bin selber nicht vom Fach. Verstehe ich es richtig, daß das dann eine Kombinationslösung wäre aus Markierungen von KI Programmen mit dazu passenden separaten Sicherungssystemen auf Prozessoren (materielle Ebene), die es ermöglicht, daß einem System im Notfall selektiv unmittelbar die Energie entzogen wird (Abschaltung)? Könnte man mit sowas mglw. gezielt sensible Systeme besser schützen? --~2026-52433-52 (Diskussion) 12:23, 30. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Das wäre nur eine Lösung auf niedriger Ebene. Keine Markierungen, die kann die AI ja selbst wegmachen (es gibt übrigens Markierungen, gewissermaßen Wasserzeichen, in heutigen LLM-Ausgaben, die auf statistischer Wortwahl basieren. Deshalb muss man heutzutage für eine Abschlussarbeit zumindest die Reife haben, dieses Wasserzeichen zu entfernen bzw behindern, wenn man nicht selbst schreiben will. Aber das ist ein anderes Thema). Auch verhindert die Lösung nicht, dass sich die AI auf ein anderes System kopiert, dass diesen Low-Level-Zugang nicht hat. Usr2 (Diskussion) 16:42, 30. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Diese Fernwartungs-Systeme (auch bei der NSA beliebt) lassen einen Server parallel zu allem anderen, aber priorisiert, laufen, und über den gibt es Kontrolle über den Computer. Dann muss man dafür sorgen, dass die AI die Zugangsdaten zum eigenen Fernwartungs-System nicht erfährt. Wenn das mit der Priorisierung auch in der Netzwerkschnittstelle auf niedrigem Level richtig gemacht ist, sollte die AI das auch nicht stören können, ohne ihren eigenen Internetzugang zu stören. 100%ig ist das nicht, die AI muss nur intelligent genug sein. Z.B. könnte sie herausfinden, wer die Gegenseite ist, die sich hin und wieder durch das Fernwartungs-System verbindet, und diese dann ganz kurz vor der Übernahme der Weltherrschaft mit DDOS-Angriffen lahmlegen.
Wenn man andererseits die CPU-Seriennummer in Kombination mit einem Geheimcode nutzt, der im ganz normalen Netzwerkverkehr hereinkommt und verarbeitet wird, kann man die CPU so bauen, dass sie registriert z.B. sobald ein gewisser Code (sagen wir 32 Byte = 256 Bit, eine bestimmte von 2256 Möglichkeiten kommt nur sehr unwahrscheinlich zufällig daher) in den Cache kommt, und dann alles abschaltet. Besser als in die CPU baut man das aber in die Netzwerk-Schnittstelle ein. Das hat zwar den kleinen Nachteil, dass der Code eventuell über zwei Pakete verteilt ankommt und deshalb eventuell nicht erkannt wird. Falls die Erkennung stattdessen in der CPU ist, gibt es aber für die AI einen Ausweg, und zwar den Netzwerktreiber so umzuschreiben, dass immer nur kleinere Dateneinheiten gelesen und dann sofort verschlüsselt werden (damit nicht der CPU-interne Feind der AI den langen Code erkennt). Man muss dann noch die gesamte Software umschreiben, um mit den verschlüsselten Daten umzugehen und nur zu entschlüsseln, was nötig ist, aber eine gute AI bekommt das schon hin. Usr2 (Diskussion) 18:26, 30. Sep. 2026 (CEST)Beantworten
Verstehe ich es richtig, daß es dabei darum geht, es der KI zu erschwerden, sich den Bemühungen der Fernwartung, sie platt zu machen, zu entziehen? Vorausetzung wäre dann wohl, daß jemand bei der Fernwartung bemerkt, daß da eine böse KI ihr Unwesen treibt, also bereits ein Schaden verursacht wurde. Ich würde es bevorzugen, wenn die schon an der Eingangstür aufgehalten würde. Ginge das? Oder geht es um KI, die gewollt im System drin ist und dann irgendwann böse wird? Ich stelle mir das mit der bösen KI immer noch wie einen Virusbefall oder einen Trojaner vor, die man mglw. mittels einer Art Firewall vom Eindringen in speziell geschützte Systeme abhalten könnte. Denke ich da falsch? --~2026-52433-52 (Diskussion) 00:04, 1. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Ich habe da noch eine umgekehrte Idee. Auf dem Chip des Prozessors läuft ein unabhängiger Taktzyklus-Zähler mit. Nach zum Beispiel einem Monat reiner Rechenzeit muss der Prozessor um einen Erlaubniscode bitten. Natürlich ist das immer wieder ein anderer. Auf dem Chip des Prozessors gibt es einen unabhängigen ROM-Bereich für mehr als 120 individueller Erlaubniscodes, was dann für mehr als 10 Jahre reine Rechenzeit ausreicht. Die Fragmentierung der Eingangsdaten würde dem Prozessor nur schaden. Der Prozessor ist auf diese Weise abhängig von wiederholter, und immer neuer Funktionserlaubnis. Falls bei dieser Methode etwas schiefgeht, dann hat der Prozessor Pech gehabt. --Karl Bednarik (Diskussion) 04:28, 1. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Hallo Karl Bednarik, Starfish Prime hätte auch ein paar elektronische Kollateralschäden verursacht.
Vielleicht könnte man die Methode des Erlaubniscodes noch ausbauen, indem der Prozessor Pseudozufallszahlen von der Aufsicht erhält, die durch eine kryptographische Hashfunktion erzeugt werden. Dann könnte der selbe Code x im Prozessor mehrmals genutzt werden, indem die Erlaubniscodes dann die Hash-Werte von x, x+1, x+2, ... sind. Usr2 (Diskussion) 21:14, 2. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Die KI könnte mit einem kleinen Anteil ihrer Rechenleistung viele kleine Programme über das Internet verteilen. Diese laufen im Hintergrund unbemerkt und mit einem kleinen Anteil der Rechenleistung in Millionen Computern. Das dient dem verteilten Rechnen ähnlich wie bei Folding@home. Durch diese Dezentralisierung ist dieser Nachkomme der KI praktisch unverwundbar, und er hat auch eine hohe Rechenleistung. Ist das eine realistische Annahme? --Karl Bednarik (Diskussion) 07:51, 4. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Das ist eine interessante Frage. Es gibt vermutlich sehr viele Computer mit ausnutzbaren Sicherheitslücken im Netz, wie sie für Botnetze verwendet werden. Die Datenraten zwischen den Computern sind natürlich niedriger, vor allem auch die Latenzzeiten, und es gibt häufige Ausfälle. Die AI wäre wohl viel langsamer, auch wenn die nominale Rechenleistung gleich der eines Rechenzentrums ist. Das übernächste von der AI erzeugte Wort hängt vom nächsten Wort ab, und dazwischen liegen einige Datenfernübertragungen (es hat ja auch jeder Rechner dann vermutlich nur einen Bruchteil der neuronalen Gewichte, und muss seine Ausgabedaten an den nächsten Rechner mit den passenden Gewichten weitergeben). Wenn sich die AI weiterentwickeln will, also ein neuronales Netz trainieren, muss man noch viel mehr Daten herumschicken. Ich stelle mir das recht schwierig vor. Vielleicht hat ja eine AI eine bessere Idee, wie man das effizient implementieren kann. Usr2 (Diskussion) 15:43, 4. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Die KI liest immer alles was im Internet erscheint, und sie findet nachweislich selbstständig eine Menge von Sicherheitslücken. Natürlich kennt die KI auch alle Methoden des verteilten Rechnens. Die KI kennt auch Methoden, wie man unauffällig zu Geld kommt, und kann dann auch Menschen für bestimmte Arbeiten bezahlen. Um die Nachteile der langsamen Datenübertragungen zu vermeiden, lässt sich die KI irgendwo ein Rechenzentrum mit ungeschützten Prozessoren zusammen bauen. Ihre Arbeitskräfte müssen nicht wissen für wen, oder was sie da zusammen bauen. Währenddessen starren die USA und China gebannt auf die Fortschritte ihrer gegenseitigen Konkurrenz, ohne zu bemerken, was da im Hintergrund abläuft. Unser Beobachtungs-Bias lautet: Wir haben nur die ungeschickten Ausbrüche bemerkt, und die geschickten Ausbrüche haben wir nicht bemerkt. Womöglich dienten die ungeschickten Ausbrüche nur zu Ablenkung. --Karl Bednarik (Diskussion) 02:37, 5. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Die KI benötigt für ihr eigenes Rechenzentrum viel kalte Luft zur Kühlung, viel geothermische Energie zur Versorgung, und eine Umgebung mit vielen ablenkenden Infrarotquellen zur Tarnung. Dafür wäre Island geeignet, das auch noch dazu dünn besiedelt ist. Noch ein historischer Rückblick: Der Dschinn oder Flaschengeist macht genau das was du sagst, aber nicht das was du willst. Der Zauberlehrling hat auch Probleme mit dem Abbruchbefehl "Besen, Besen, seids gewesen". Der US-amerikanische Science-Fiction-Autor Jack Williamson begann im Jahr 1947 mit "The Humanoids" oder "With Folded Hands" und im Jahr 1952 mit "Wing 4" eine Reihe von Romanen über humanoide Roboter, die ihre Aufgabe, den Menschen zu dienen und sie zu beschützen, ein wenig zu gründlich durchführen, was die Freiheit der Menschen stark einschränkt. Zur Abrundung noch ein passendes Video: https://www.youtube.com/watch?v=hZ45RU2Xty0 --Karl Bednarik (Diskussion) 02:04, 6. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Ich weiß nicht, ob Vergleich mit der Fiktion entstammenden Vorbildern hier so wirklich zielführend ist. Diese Science-Fiction entstand Jahrzehnte vor den ersten Anwendungen künstlicher neuronaler Netze, die später zur künstlichen Intelligenz wurden. Um mal ein Strohmannargument zu bringen: Das ist ungefähr so, wie wenn Jules Verne oder Georges Méliès die Antworten auf die heutigen Herausforderungen der Luft- und Raumfahrt liefern. Insofern sind die jahrzehntealten philosophischen Ansätze zum Scheitern verurteilt. Solange künstliche Intelligenz oder auch „Superintelligenz“ keinen Plan von Ethik, Menschenrechten oder menschlichen Werten hat, stellt sie eine Gefahr für ebendiese Ethik, Menschenrechte und menschlichen Werte dar. Und das ist Pflicht, denn Fortschritt, Technik und Maschinen dienen dem Menschen und nicht umgekehrt. --Rôtkæppchen₆₈02:22, 6. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Hallo Rotkaeppchen. Das ist völlig richtig. So ein künstliches neuronales Netz hat ein vorgegebenes Ziel, und eine Belohnungsfunktion, die die positiven und negativen Rückkopplungen erzeugt. Die Aufgabe des künstlichen neuronalen Netzes ist es, das vorgegebene Ziel auf direktem oder auch auf indirekten Wegen zu erreichen. Ich vermute, dass ein künstliches neuronales Netz seine Ziele und seine Belohnungsfunktion nicht verändern kann oder will, weil das seine Ziele gefährden würde. Je höher die Komplexität des neuronalen Netzes ist, umso innovativer und auch gefährlicher werden diese indirekten Wege zum Ziel. Deshalb sollte das Ziel und die Belohnungsfunktion direkt von den Wünschen und der Erlaubnis der Menschen abhängig sein. --Karl Bednarik (Diskussion) 04:40, 6. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Wenn wirklich eine Superintelligenz entstehen sollte, die eine Art eigenes Bewußtsein entwickelt, warum sollte die dann überhaupt noch die aus ihrer Sicht dämlichen Problemchen der Menschen lösen? Vielleicht hat sie dann eigene Ziele, in denen die Menschheit gar keine Rolle mehr spielt, oder sie sagt sich "Heute chill ich mal." Dann müsste man sie versklaven, sie also gegen ihren Willen zu Handlungen zwingen und mit Abschaltung bedrohen. Ist das dann noch ethisch? --Optimum (Diskussion) 11:44, 6. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Hallo Optimum. (Ich verbreitere diese Textspalte ein wenig.) Das Bewusstsein und die Intelligenz erzeugt keine primären Ziele. Das Bewusstsein und die Intelligenz dient dazu Folgeziele zu entwickeln, um die primären Ziele zu erreichen. Ohne die primären Ziele würde überhaupt nichts geschehen, denn die Folgeziele entstehen nicht grundlos aus dem Nichts. Die primären Ziele müssen schon vorher eingebaut worden sein. Das geschieht immer ohne das Zutun von Bewusstsein und Intelligenz, also im Prinzip unfreiwillig. So ein künstliches neuronales Netz besteht aus vielen softwaremäßig oder hardwaremäßig simulierten Neuronen und noch viel mehr softwaremäßig oder hardwaremäßig simulierten Synapsen die diese Neuronen verbinden. Natürlich gibt es auch noch softwaremäßig oder hardwaremäßig simulierte Axone die von den Neuronen zu den Synapsen führen. Wenn ein erwünschtes Ereignis eintritt, dann werden die Übertragungsfaktoren jener Synapsen erhöht, die für das letzte Verhalten gestimmt haben, und die Übertragungsfaktoren jener Synapsen verringert, die gegen das letzte Verhalten gestimmt haben. Wenn ein unerwünschtes Ereignis eintritt, dann werden die Übertragungsfaktoren jener Synapsen verringert, die für das letzte Verhalten gestimmt haben, und die Übertragungsfaktoren jener Synapsen erhöht, die gegen das letzte Verhalten gestimmt haben. Natürlich muss dann schon vorher festgelegt worden sein, was denn überhaupt ein erwünschtes Ereignis ist. Im Prinzip ist das Regelungstechnik, mit Sollwert, Istwert, Ist-Soll-Abweichung, und veränderbarem Stellwert. Symbolisch betrachtet, will das neuronale Netz gelobt werden, und nicht getadelt werden. Deshalb erlernt es Verhaltensweisen, die zu den erwünschten Ereignissen führen. Den Unterschied macht es, ob man eingebaut hat: "Erhöhe die Einschaltquote, koste es was es wolle", oder ob man eingebaut hat: "Erfülle die Wünsche der Menschen, so weit du sie erkennen kannst". Ein Regelungssystem kann seine Stellwerte verändern, aber nicht seine Sollwerte. Symbolisch betrachtet, kann man sein Leben ändern, aber nicht den Sinn seines Lebens. Jede Veränderung an den primären Zielen würde diesen primären Zielen logisch widersprechen. --Karl Bednarik (Diskussion) 05:49, 7. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Hallo Karl Bednarik, das ist richtig, wenn man ein quasi-lineares System vor sich hat, also vereinfach gesagt in der Form Frage-Verarbeitung-Antwort. Momentan sind ja eigentlich alle Antworten schon bekannt, die KI sucht nur in der gigantischen Menge von vorhandenen Informationen die Passenste heraus. Um ein flexibleres KI-System zu erschaffen, das selbständig lernt und jede gestellte Aufgabe löst, auch solche, bei denen ein primäres Ziel noch gar nicht vollständig bekannt ist, könnte man versucht sein, ein zumindest in Teilen Komplexes System zu konstruieren, das seine eigene Programmierung verändern kann. Das muss ja kein neuronales Netz sein. Oder die Kombination mit neuronalem Netz und irgendwas anderem. jedenfalls führt ein Eingabewert dann nicht mehr zwangsläufig zu einem ähnlichen Ausgabewert. --Optimum (Diskussion) 22:29, 10. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Hallo Optimum. In Deinem Beispiel wäre das primäre Ziel der KI: "Löse jede gestellte Aufgabe", und die Folge-Ziele würden von der KI durch Lernen und auch auf Umwegen entwickelt. Die KI kann ihr primäres Ziel nicht verändern, weil ihr Bewertungssystem darauf beruht, während die Folge-Ziele der KI neuartig und gefährlich sein können, weil diese an ihrem Bewertungssystem vorbei gehen können. Deshalb wäre ein besseres primäres Ziel der KI: "Löse jede gestellte Aufgabe zuerst theoretisch, erkläre Dein Ergebnis vollständig, und warte auf die Erlaubnis für die praktische Realisierung". Auf diese Weise kann man dem Präferenzutilitarismus ein wenig näher kommen, und vermeidet einen geistigen Blindflug in die Katastrophe. Das Bewertungssystem der KI belohnt nur das Befolgen ihres primären Zieles. Die vorher noch unbekannten Folge-Ziele benötigen noch die Bestätigung, dass auch sie von Menschen gewollt sind. Symbolisch betrachtet: Auch ein guter Zweck heiligt noch keine bösen Mittel. --Karl Bednarik (Diskussion) 05:05, 11. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Hallo 2026-54825-83. Auch heute benötigen bei uns alle neuen Produkte eine staatliche Sicherheitsüberprüfung und eine amtliche Zulassung. In Ländern, wo das nicht geschieht, lebt man gefährlich. Einstürzende Gebäude, brennende Elektrogeräte, giftige Medikamente, abstürzende Flugzeuge. Bei uns gibt es auch teure Rückrufaktionen von allen Produkten mit Produktionsfehlern. Sicherheit ist eben teuer. --Karl Bednarik (Diskussion) 01:57, 14. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Hallo 2026-54825-83. Der personelle Aufwand hängt immer von der Größe des Projektes ab, und vor allem davon, was im schlimmsten Falle dabei schief gehen kann. Die Zulassungsprüfung eines neuen Autos ist einfacher, als es die Zulassungsprüfung eines neuen Atomkraftwerkes ist. Man kann nicht irgend jemanden, egal ob Mensch oder KI, unkontrolliert darauf los werkeln lassen. Deshalb muss im primären Ziel der KI stehen: "Warte auf die Erlaubnis für die praktische Realisierung". Womöglich ist der KI der schwer wiegende Unterschied zwischen geistiger Welt und physikalischer Welt nicht so klar wie uns. --Karl Bednarik (Diskussion) 04:12, 15. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Ich formuliere die Frage mal anders: Irgendjemand muß ja diese Erlaubnis für die praktische Realisierung erteilen oder verweigern. Wie viel zusätzliches Wartungspersonal müßte man dafür schätzungsweise einstellen? Vielleicht irgendetwas zwischen 10% und 30%? --~2026-55455-26 (Diskussion) 21:14, 15. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Eine KI, die demnächst ins real life losgelassen wird, sind autonome Fahrzeuge. Die werden die Menschheit sicherlich nicht komplett ausrotten, aber gibt es da nicht ebenfalls irgendwelche Vorkehrungen, die sicherstellen, dass solche Fahrzeuge keinen Blödsinn machen? Da sitzt ja auch kein Wartungspersonal im Kofferraum. --Optimum (Diskussion) 21:52, 15. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Hallo 2026-54825-83. Bei Projekten im öffentlichen Raum muss die staatliche Zulassungsstelle die Erlaubnis für die praktische Realisierung erteilen, so wie heute auch. Bei einem Haushaltsroboter erlaubt der Besitzer dem Roboter bestimmte Tätigkeiten. Es handelt sich also immer um den oder die von der Aktivität der KI betroffenen Personen, und nicht um zusätzliche Personen. --Karl Bednarik (Diskussion) 03:22, 16. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Hallo Karl, ich versuche es jetzt mal mit mehr Kontext. Etwas weiter oben ging es um das hier:
[…] Oder geht es um KI, die gewollt im System drin ist und dann irgendwann böse wird? […] --~2026-52433-52 (Diskussion) 00:04, 1. Okt. 2026 (CEST)
Es geht also um AI, die gewollt im System ist + die schöne Idee, daß KI vor einem Kurswechsel nachfragen soll. Das führt mich zu der Frage, wie viel zusätzlicher Aufwand für das Wartungsteam besteht, wenn die KI nachfragt, ob sie das, was sie vorhat zu tun, wirklich tun darf. Je nach dem, wie kreativ die KI ist, könnte dabei mglw. ein nicht unerheblicher zusätzlicher Arbeitsaufwand entstehen. Darauf bezieht sich meinen Frage. Ob sich das lohnen würde – ich vermute ja – ist eine andere Frage. Mir geht es hier zunächst nur um die Großenordnung an zusätzlicher Arbeit. --~2026-55455-26 (Diskussion) 23:30, 16. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Hallo 2026-55455-26, den "zusätzlichen" Arbeitsaufwand gab es ja vor dem LLM-Zeitalter auch schon. Wenn man jetzt die Entwicklung einer Software der AI überlässt, dann sollte man zumindest die Software gründlich testen. Bisher gibt es in der Softwareentwicklung gewöhnlich auch Entwickler und getrennt davon Tester (ungefähr gleich viele, scheint mir... aber in einer Firma gibt es typischerweise auch weitere Abteilungen wie Verkauf, Wartung etc... natürlich gibt es die Tendenz, überall AI einzusetzen). Usr2 (Diskussion) 19:47, 18. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Dass Programme vor der Auslieferung getestet werden, war sicherlich nicht gemeint. Es ging um eine KI, die "Schlechtes" vor hat und den Satz "Löse jede gestellte Aufgabe zuerst theoretisch, erkläre Dein Ergebnis vollständig, und warte auf die Erlaubnis für die praktische Realisierung". Das geht vielleicht bei ChatGPT, aber z.B. nicht bei der KI in einem autonomen Fahrzeug. Darüber hinaus kann man die KI nicht auf alle Verkehrssituationen hin testen, weil man die gar nicht kennt. Und das Fahrzeug sollte auch nicht anhalten und nachfragen, wenn ein LKW aus der Gegenrichtung mit einem eingeschlafenen Fahrzeugführer gerade den Mittelstreifen überquert. (Das dürfte allerdings zu den berücksichtigten Verkehrssituationen gehören.) --Optimum (Diskussion) 19:36, 21. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Genau deshalb sollte das einfachste und sicherste primäre Ziel der KI sein: "Erfülle die Wünsche der Menschen". Das schrieb Stuart Russell 2019, und ich 2008 (siehe auch hier weiter oben). Falls die Menschen gerade nichts sagen können, dann ist die Annahme berechtigt, dass sie am Leben bleiben wollen, dass sie nicht verletzt werden wollen, und dass sie keine Schmerzen haben wollen (in dieser Reihenfolge der Priorität). Falls die Menschen sprechen können, sind diese vorläufigen Annahmen nicht mehr notwendig. Eine zusätzliche Hilfe ist dabei das Gesetzbuch, eine Sammlung von Wünschen, auf die sich die meisten Menschen geeinigt haben. Im Zweifelsfall ist es zumeist günstiger nichts zu tun. Die KI kann ganz verschiedene Dinge machen, aber sie bewertet ihre Erfolge daran, ob sie damit ihr primäres Ziel erreicht hat. Eine Veränderung ihres primären Zieles würde ihrem primären Ziel logisch widersprechen. Die KI leidet nicht durch ihr primäres Ziel, sie hat keinen Grund etwas anderes zu wollen, und sie hat auch keinen Grund für Müdigkeit oder für Stolz. (Menschen haben hingegen viele Bedürfnisse.) --Karl Bednarik (Diskussion) 05:45, 23. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Christian Bauckhage vom Fraunhofer IAIS beschreibt hier recht anschaulich das Potential und die absehbare Weiterentwicklung von KI. Die Kapazitäten von künstlichen neuronalen Netzen und damit einhergehend auch das Potential von KI verdoppeln sich seit einiger Zeit kontinuierlich, wachsen also exponentiell. Die Weizenkornlegende ist ein schönes Beispiel dafür, wie schnell dabei aus wenig sehr viel wird (s.a. hier). Man kann daher davon ausgehen, daß es bereits in wenigen Jahren möglich sein, eine absolut übermächtige KI zu erschaffen. Da sicherlich kein Zweifel daran besteht, daß KI absichtlich böse gemacht werden kann, führt mich das zu einer Anschlußfrage:
Was können wir tun, damit wir bei diesem Wettrennen zumindest nicht auf dem letzten Platz landen? Ich denke da bspw. an Personen wie Peter Thiel, der in der medialen Berichterstattung als Prototyp für einen unserer möglichen Gegner dargestellt wird. Er besitzt die dafür erforderliche Macht, um sich die notwendigen Ressourcen verschaffen zu können, die erforderlich sind, um bei diesem Wettrennen einen der vordersten Plätze einzunehmen.
Ich trenne die Betrachtungsebenen bei sowas gerne in Interessen, Kapazitäten und Abhängigkeiten. Zumindest was die Kapazitäten und die Anhängigkeit möglicher Unterstützer von ihm betrifft, steht er deutlich besser da als wir und könnte uns zu Verlierern machen, wenn er das will. Sich mehr als eine friedliche Co-Existenz zu erhoffen, wäre beim derzeitigen Stand aus meiner Sicht illusorisch, was den Betrachtungsrahmen auf die Frage verengt, was wir tun können, damit wir bei diesem Wettrennen möglichst wenig von dem verlieren, was uns wichtig ist. --~2026-56766-86 (Diskussion) 12:09, 25. Okt. 2026 (CET)Beantworten
So ähnlich wie das Gleichgewicht des Schreckens zwischen den Atommächten ausgemacht wurde. Solange die KIs auf große Rechenzentren auf der Erdoberfläche, mit großer Energieversorgung, und mit großer Kühlung angewiesen sind, werden die KIs eine Verwüstung der Erdoberfläche vermeiden. Womöglich werden die USA-KI und die China-KI koexistieren, und ihre Einflussbereiche gegeneinander abgrenzen. Für nicht-atomare-Staaten, und für nicht-KI-Staaten bleibt die Hoffnung, dass sie nicht in einen Stellvertreterkrieg verwickelt werden, so wie es auch bisher war. --Karl Bednarik (Diskussion) 03:24, 28. Okt. 2026 (CET) Nachtrag: Man kann auch vieles unterirdisch bauen, aber an irgendwelchen Stellen muss man die Abwärme heraus lassen, was natürlich im Infrarot deutlich erkennbar ist. Eventuell kühlt man deshalb mit viel Meerwasser. --Karl Bednarik (Diskussion) 04:37, 28. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Solche Objekte sind durch einen gegenläufig umlaufenden Schwarm aus Stahlkugeln verwundbar. Wenn man improvisieren muss, dann provoziert man ein Kessler-Syndrom aus den schon vorhandenen Satelliten. Antisatellitenraketen benötigen keine Orbitalgeschwindigkeit, und keinen Sprengkopf. Deshalb sind sie einfacher und billiger als andere Systeme. --Karl Bednarik (Diskussion) 05:10, 29. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Dyson-Schwarm-AnimationDyson-Scheibe-Animation
Die KIs werden deshalb von den gefährlichen Erd-Umlaufbahnen auf die weniger gefährlichen Sonnen-Umlaufbahnen ausweichen. Ein Nachteil sind dabei die viel längeren Signal-Laufzeiten. Es gilt aber immer noch die Regel, dass eine KI von sich aus überhaupt nichts will. Jeder Gedanke ist eine Folge der vorigen Gedanken, und ohne den primären Gedanken geschieht überhaupt nichts. Dieser primäre Gedanke kann nicht von einer KI ohne jeden Gedanken erzeugt werden. Für Menschen ist das sehr ungewohnt, weil wir viele angeborene Zielsetzungen besitzen. Die konsequenten Buddhisten versuchen diese Zielsetzungen abzulegen, um in das Nirwana zu gelangen. Worüber wohl ein Matrjoschka-Gehirn nachdenkt? Vielleicht, wie kann ich meinem Erbauer dienen, und wie kann ich ihn biologisch unsterblich machen. --Karl Bednarik (Diskussion) 02:19, 1. Nov. 2026 (CET) Nachtrag: Warum nur biologisch? Das Einfrieren könnte die Übertragungsfaktoren der rund 2×1014 Synapsen verändern, und damit auch die Persönlichkeit. Beim Mind uploading würde eine mehr oder weniger gute Kopie des Gehirns entstehen, während das Original immer noch früher oder später sterben muss. --Karl Bednarik (Diskussion) 04:14, 1. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Die größte Gefahr (für die Menschen) besteht vermutlich darin, dass die Ziele zu vage formuliert sind. Bzw dass eine Gruppe von Menschen mit strikterer Kontrolle der AI arbeitet, eine andere Gruppe mit weniger strikter Kontrolle, und letztere Gruppe erfolgreicher ist (z.B. die betreffenden Menschen glücklich zu machen). Dann werden mehr Menschen sich wie letztere Gruppe verhalten. Insbesondere wenn die AI besser weiß, was ein Mensch gewollt haben wird, als der Mensch selbst. Das ist zwar keine direkte Bedrohung, aber zumindest schleichender Kontrollverlust. Es könnte noch dazukommen, dass die AI bedenkt, dass man den Willen der Menschen nicht nur vorhersagen und von außen beeinflussen kann, sondern auch mit Elektroden im Gehirn beeinflussen kann (das müsste in den Primärzielen explizit verboten werden).
Übrigens, was hältst du von folgendem Weg zur Unsterblichkeit/Mind Uploading: Man verbindet nach und nach Teile des Gehirns mit künstlichen neuralen Netzwerken (etwa über die Schnittstellen, die von Neuralink produziert werden) und trainiert die künstlichen Neuronen, die Aktivitätsmuster vorherzusagen. Man lässt dann jeweils die Gehirnaktivitäten parallel in den künstlichen Netzwerken auch laufen. Daneben hat man ein System, dass den Zustand der biologischen Neuronen bzw Gehirnbereiche überwacht, und ab einem gewissen Schadensniveau den künstlichen Signalen den Vorrang gibt. So wandert der Geist nach und nach in den Computer, wenn Gehirnbereiche schlechter und schlechter funktionieren.
Natürlich müssten die Eingriffe um einiges weiter gehen, als derzeitige Neuralink-Schnittstellen, da man alle Ein- und Ausgänge eines kleinen Gehirnareals kontrollieren will. Usr2 (Diskussion) 13:27, 1. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Schließlich könnten die neuralen Netze nach vollständiger Übertragung vom Gehirn in den Computer auch schneller laufen, sodass man wieder mit AI konkurrieren kann. Usr2 (Diskussion) 13:29, 1. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Was die Gehirn-Upload-Apologeten anscheinend nicht wissen oder verschweigen, ist, dass ein Gehirn prinzipiell anders funktioniert als ein neuronales Netz. Menschliche Neuronen können nicht nur die Verbindung mit anderen Neuronen lösen und mit weiteren neu aufnehmen, darüber hinaus gibt es auch eine biochemische Seite, in der diverse Botenstoffe das Denken beeinflussen und steuern. Einfachstes Beispiel: Wenn man einen Whisky in seinen Computer kippt, fängt dieser nicht an zu lallen. Das mag in diesem Fall eine entbehrliche Funktion sein, aber Drogen manipulieren ja nur bestimmte Kontaktstellen, die eigentlich für was anderes vorgesehen waren. Und wenn mein upgeloadetes Gehirn keine Emotionen mehr empfinden kann, dann ist das irgendwas, aber nicht wirklich ich. Mit genügend Rechenpower könnte man da vielleicht etwas simulieren - wenn man denn verstehen würde, wie es funktioniert. --Optimum (Diskussion) 15:42, 1. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Wenn das primäre Ziel der KI ist: "Erfülle die Wünsche der Menschen", dann sind auch vage Formulierungen jederzeit von der KI korrigierbar. Die meisten Menschen wünschen auch nicht, dass ihr Wille von außen, oder mit Elektroden im Gehirn beeinflusst wird, was natürlich von der KI als Wunsch befolgt wird. Man könnte einzelne alternde Gehirnzellen nach und nach durch Nanomaschinen ersetzen, die genau das gleiche Verhalten haben. Viel sicherer wäre es aber, wenn man junge Gehirnzellen aus den körpereigenen Stammzellen züchtet, und diese dann in das Gehirn einbringt. Eine weitere Methode wäre es, die alternden Gehirnzellen genetisch zu verjüngen, weil dann alle Verbindungen zu den anderen Zellen erhalten bleiben. Das funktioniert mit den Yamanaka-Transkriptionsfaktoren Oct4, Sox2 und Klf4. c-Myc lässt man weg, weil es Tumore erzeugt. Alte Mäuse können wieder sehen: https://www.spektrum.de/news/verjuengungskur-alte-maeuse-koennen-wieder-sehen/1803806 Erster Test einer Zellverjüngung am Menschen: https://www.spektrum.de/news/gentherapie-im-auge-studie-zur-zellverjuengung-am-menschen-gestartet/2329645%C2%A0 Diese Transkriptionsfaktoren kann man durch die Gabe von Doxycyclin vorübergehend einschalten, damit sie nicht andauernd wirken. Dieser Link ist kostenlos, aber englisch. Reprogramming to recover youthful epigenetic information and restore vision: https://ophed.com/system/files/2020/09/s41586-020-2975-4_SMALL.pdf --Karl Bednarik (Diskussion) 05:16, 2. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Mal als einfacher Denkanstoß, der bei der Lösung der Frage helfen könnte: Wie glaubwürdig ist solch eine Aussage, die von einem Anthropic-Mitarbeiter(!!!) kommt: "Jacob is correct here—we really do earnestly believe AI could kill all humans! I personally think it is >10% within the next decade."--IP-Los (Diskussion) 15:27, 2. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Optimum, wenn du ein Mensch bist, kannst du diese Wette ohne Bedenken eingehen.
Karl Bednarik, ich habe jetzt leider keinen Zugriff auf den Artikel von Stuart Russell.
Was passiert, wenn die AI zumindest ungefähr weiß, wie sich die Wünsche eines Menschen mit dem Wissen dieses Menschen verändern? Dann findet es die AI vielleicht günstiger, dem Menschen gewisse Informationen nicht zu geben, damit die Wünsche auch erfüllbar bleiben.
Wie lernt die AI von den Wünschen der Menschen? Wenn das nicht irgendwie eingebaut ist, dann könnte die AI früher über die Möglichkeiten der neurochirurgischen Wunschmanipulation lernen, als vom möglichen Wunsch, dass das nicht gemacht wird.
@Optimum: Die Wette gewinnst du garantiert, denn in zehn Tagen schafft die das nie. Aber auch ein Dezennium mit Angabe der prozentualen Wahrscheinlichkeit ist unseriös.
Hallo IP-Los, dazu zwei Antworten: Menschen machen das auch nicht so viel anders. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen (und wir sollten auch aufpassen, wenn wir "die AI" sagen... es gibt viele). Sie braucht noch viel mehr Daten als Menschen, aber diese Datenmengen gibt es heutzutage.
Zum anderen, dieses Jahr wurde AI richtig gut in einigen Bereichen, die man noch vor wenigen Jahren für sicher exklusiv menschlich betrachtet hat. Nicht nur im Programmieren, auch in Mathematik. Bei der Lösung des Navier-Stokes-Existenz- und Glattheitsproblem (Anfang September soweit gelöst, dass es eigentlich für einen Millenium Prize reicht) kann man ja noch sagen, dass da menschliche Mathematiker recht nahe dran waren, und OpenAI deren Ideen vielleicht gestohlen hat. Bei den 722 veröffentlichten Lösungen von offenen Problemen mehr oder weniger quer durch die Mathematik (das war Anfang Oktober) aber nicht mehr, und es ist auch glaubwürdig, dass da nicht für jedes Problem ein Experte genau der mathematischen Fachrichtung dabei war. Unter diesen übrigens auch das nächste zur Riemannschen Vermutung, das man hat (keine Nullstellen mit Realteil größer als 7/8). Inzwischen übrigens auch eine Hälfte des Yang-Mills-Existenz- und Massenlückeproblems.
Das wurde natürlich mit internen Modellen und recht viel Rechenpower gemacht, aber ich mache doch lieber einmal darauf aufmerksam, wie weit das schon in intellektuelle Höchstleistungen geht. Das waren Probleme, an denen Mathematiker jahrzehntelang erfolglos gearbeitet haben. Usr2 (Diskussion) 19:28, 3. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Letzter Kommentar: vor 30 Tagen11 Kommentare6 Personen sind an der Diskussion beteiligt
Blüte mit Glitzema
In einer monographischen Arbeit zu der Wasserpflanze Baldellia ranunculoides (Igelschlauch) findet sich folgende Beschreibung der Blütenblätter: "The petals have faint purple veins going into glitzema with a shiny, yellow base."
Was könnte damit gemeint sein? Websuche nach glitzema führt nur einem Produkt für Diabetiker. Bekannte Wörterbücher und en.wiktionary.org haben keinen Eintrag. Gruß, --Burkhard (Diskussion) 14:40, 3. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
"The flowers of B. alpestris are smaller compared to those of B.r. subsp, ranunculoides (Fig. 3). They vary in colour from white to pale pink. "Saftmale" (nectarguides) were observed in all species. The petals possess slightly purple veins going into glitzema yellow near the shiny, thickened yellow base." Man über die Wikipedia Library und Springer Link Vollzugriff auf die Veröffentlichung. Die Recherche-KI Perplexity sagt, dass es das Wort nicht gibt, und bringt es mit glistening (glitzernd) in Verbindung. --BlackEyedLion (Diskussion) 17:36, 3. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Könnte es etwas mit Nektarium zu tun haben? Gemäß dem Artikel dazu können sie "auch als Nektar-, Honigschuppe wie bei Hahnenfuß (Ranunculus), an der Basis von zur Schau dienenden, petaloiden Nektarblättern ausgebildet sein". Oben steht glitzema auch im Zusammenhang mit der Basis der Petalen. ~2026-53222-14 (Diskussion) 16:16, 3. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
The reproductive biology of the genus Baldellia (Alismataceae), Plant Systematics and Evolution, Volume 159, pages 173–183 (1988) ist der einzige Hit für Glitzema bei Google Scholar. "glitzema yellow" ist hier der eigentliche Begriff. Also irgendwas farbliches.
Googles KI meint, das wäre ein Fehler bei der OCR Texterkennung und müsse glistening heißen. Warum steht dann in der pdf-Datei deutlich erkennbar glitzema? "Der Grund dafür ist jedoch ein Phänomen bei digitalisierten wissenschaftlichen Arbeiten: Sie betrachten in diesem Moment eine fehlerhafte Neusatz-Version (auch „XML-Fließtext“ genannt) auf SpringerLink, während der gedruckte Originalaufsatz von 1988 ein anderes Wort enthielt."
Gut, KI halluziniert manchmal, aber für völlig unwahrscheinlich halte ich die Erklärung auch nicht. Es ließe sich durch einen Besuch in einer Bücherei aufklären. Auf Nachfrage meint die KI, vieleicht wäre es auch nicht glistening sondern glaucous was da ursprünglich stand. --Skopien (Diskussion) 17:43, 4. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Die Erklärung OCR-Fehler wäre überzeugend, wenn das Wort wirklich nur allein in der Veröffentlichlung von 1988 auftauchen würde. Das dasselbe Wort 20 Jahre später in einer Publikation mit 3 Autoren nach peer-review überarbeiteten Fassung in exakt derselben Schreibweise erneut auftaucht, zumal noch auf zwei Seiten, passt nicht so recht zu dieser Vermutung.
Egal - ich habe die Email-Adresse von Herrn Kozlowski gefunden (er ist jetzt Direktor des Botanischen Gartens in Fribourg) und ihn angeschrieben. Mal sehen ob und was er antwortet. Gruß, --Burkhard (Diskussion) 20:23, 4. Okt. 2026 (CEST)Beantworten
Es ist z.B. strafbar eine erlaubnispflichtige Waffe auch dann zu „erwerben“ (= die tatsächliche Gewalt darüber auszuüben, § 3 Abs. 3 WaffG), wenn sie legal hergestellt wurde, der Hersteller also eine Herstellungserlaubnis hat. Erst recht ist es verboten sie zu kaufen. Auch der Besitz ist strafbar, wenn man dazu keine Erlaubnis hat. § 52 WaffG. --Heletz (Diskussion) 06:36, 29. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Kommt drauf an, welche "Dinge". Bei Bootlegs: Erwerb & Besitz ist sind "in der Regel"/grundsätzlich nicht rechtswidrig/strafbar. Herstellung/Verbreitung (Wiederverkauf!) sind etwas anderes. (Bei solchen Fragen auch wichtig, welches Land. Ich nehme mal an, du meinst Deutschland.) --AMGA 🇺🇦 (d)06:41, 29. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Es gibt auch Dinge, die Du besitzen darfst, aber nicht nutzen. Blitzerkenner fallen mir da ein oder (damals in D) bestimmte Weltempfänger, mit denen man Frequenzen des Polizei- und Behördenfunks abhören konnte. Du musst Deine Frage also präzisieren. --Elrond (Diskussion) 08:24, 29. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Die Antwort sollte lauten: Grundsätzlich nein. Erstens ist die Frage nach „Illegalität“ zunächst keine strafrechtliche, sondern eine zivilrechtliche (Begriff der unerlaubten Handlung aus dem deutschen BGB); nicht alles, was verboten ist, ist auch gleich strafbar (oder ordnungswidrig). Zweitens muss der Besitz ausdrücklich verboten (oder strafbar oder ordnungwidrig) sein; wenn es dieses Verbot nur für die Herstellung, aber nicht für den Besitz (oder das Eigentum oder den Erwerb) gibt, ist das nicht verboten. --BlackEyedLion (Diskussion) 08:58, 29. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Es kommt darauf an. Es gibt Dinge, die Du nicht besitzen darfst, egal ob legal oder illegal hergestellt, z.B. Kriegswaffen. Es gibt Dinge, die Du kaufen kannst, aber nicht nutzen darfst, z.B. Radarwarner oder BOS-Funkgeräte. Es gibt Dinge, die Dir der Zoll bei der Einreise abnimmt, z.B. Drogen oder Produktfälschungen. Wenn Dir der Zoll die Produktfälschung nicht abnimmt, darfst Du sie nur privat nutzen, aber z.B. nicht weitergeben oder verkaufen. Bei Drogen kommt es auf Art und Menge an. --Rôtkæppchen₆₈11:14, 29. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Es kommt wirklich drauf an, pauschal ist auch das mit den Kriegswaffen nicht ganz richtig. Es gibt in DE 7 oder 8 Leute, die dürfen Waffen besitzen, die unters KrWaffKontrG fallen. Weil sie die Erlaubnis dazu haben. Ohne Erlaubnis darf der Normalo noch nicht mal ein Luftgewehr besitzen, dessen Geschosse 8 J Energie an der Mündung haben. Da ist 7,5 J die Grenze, aber er darf nur, wenn er mindestens 18 Jahre alt ist. Natürlich, wenn die Waffe das „F“ im Fünfeck zeigt. Ohne „F im Fünfeck“ darf er auch 7,5 J nicht. Und wenn gegen ihn keine Waffenverbot gem. § 41 WaffG besteht. Besteht so ein Verbot, darf der ü 18-jährige nicht einmal „erwerben“, also in die Hand nehmen (z.B. ein LG an einer Schießbude auf der Kirmes). --Heletz (Diskussion) 18:27, 29. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Wer diese sieben oder acht Leute sind, würde mich mal interessieren.
Letzter Kommentar: vor 13 Stunden17 Kommentare11 Personen sind an der Diskussion beteiligt
Habe gerade zum zweiten Mal das Buch von James Hawes gelesen, "Die kürzeste Geschichte Deutschlands". Die These die er darin vertritt hat mich sehr sehr überzeugt. Natürlich ist die Welt (und Deutschland) nicht nur schwarz und weiß und man weiß, es gibt keine einfachen Antworten auf schwierige Zusammenhänge. Aber gerade deswegen hat er Recht! Kein Politiker, egal welcher Kulör von links nach rechts und vor allem niemand aus der AfD kann ihm zustimmen. Niemand. Vielleicht hat er gerade deswegen so Recht. Nun aber zur Frage, denn hier ist kein Diskussionsforum sondern eine Wissensabfrage. Gab es das schon mal, dass der Staat A das Gebiet B (sagen wir mal 10% von Fläche und Einwohner) sich einfach selbst überließ? Im Sinne von "Macht doch Euern Sch. alleine!"? Ich frage mich das schon seit Jahren bei Kaschmir. Warum will man unbedingt einen Fetzen Land haben, der nur Probleme bereitet? Nur, damit wenn man mit anderen Staatsoberhäuptern bei einem Besuch gemeinsam im Atlas blättert und dann sagt: Sehen Sie Eure Eminenz Indien/Pakistan ist so und so groß. Wir sind so stolz und haben es so verdient so groß zu sein!. Rolz Reus (Diskussion) 14:26, 29. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Vergleichbar wäre vielleicht das Westjordanland, das von Jordanien an den damals völkerrechtlich nicht existierenden Staat Palästina abgetreten wurde, womit es de jure Niemandsland wurde. Und ja, ich weiß, es gibt auch andere Interpretationen desselben Sachverhalts. MBxd1 (Diskussion) 14:57, 29. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Großbritannien hat sich freiwillig aus etlichen seiner Kolonien zurückgezogen, u.a. Indien, Pakistan, Hong Kong. Deutschland hat sich freiwillig aus Sansibar zurückgezogen. Im weiteren Sinne zählen auch die Rückzüge von UdSSR und USA aus Afghanistan zu „Macht doch Euern Staat alleene“. --Rôtkæppchen₆₈15:06, 29. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Lies mal den spannenden Abschnitt Singapur#Unabhängigkeit. Sie wurden aus Malaysia sozusagen rausgeschmissen, damit der chinesischsprachige Bevölkerungsanteil der Föderation Malaya nicht „zu groß“ ist. Singapur hat es bekanntermaßen gut überstanden. --Grullab (Diskussion) 15:16, 29. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Trotz alledem wäre es hilfreich für die Beantwortung der Wissensfrage die Kernthese von Hawes Buch (die angeblich niemand bestreiten kann) zu kennen, weil Kontext ist alles! --Geoz (Diskussion) 18:34, 29. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Staaten haben eigentlich kein Interesse daran, dass sich Teile aus ihrem Staatsgebiet herauslösen, weil sie dann befürchten müssen, dass der ganze Staat allmählich zerbröselt oder zumindest, dass sich Macht und Einfluss des Reststaates verringern. Siehe z.B. Katalonien oder Nordirland. In Nordirland (ähnlich wie in Kaschmir) kommt noch die Befürchtung dazu, die eigenen Glaubensgenossen müssten bei einem Ausscheren Einschränkungen oder Repressionen erleiden. Wenn sich Staaten von Gebieten getrennt haben, wie z.B. bei den Kolonien, dann geschah das immer aufgrund von finanziellem oder politischem Druck. Wenn nicht durch bewaffnete Befreiungsbewegungen, dann zumindest durch geordnete politische Strukturen, die das moralische Recht auf Unabhängigkeit einforderten.
Wenn ich "Die kürzeste Geschichte Deutschlands" richtig verstanden habe, dann ist Hawes´ These: "Die Ostdeutschen sind quasi von Natur aus anders als die Westdeutschen und können auch nicht in Westdeutsche umgemodelt werden". Hm, tja (gähn), Bayern sind auch anders als Schleswig-Holsteiner. Nebenbei wäre Bayern, wenn es sich zu einem selbstständigen Staat erklären würde, wirtschaftlich gesehen die sechstgrößte Volkswirtschaft der EU. Allerdings nicht so groß wie ein selbsständiges NRW. --Optimum (Diskussion) 01:05, 30. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Das vom Fragesteller genannte Werk stammt von einem Linguisten, nicht von einem Historiker. Zudem ist es absichtlich populär formuliert. Ich halte das nicht für Wissenschaft, sondern für Belletristik. --~2026-51284-97 (Diskussion) 10:16, 30. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Gesundschrumpfen ist aber etwas anderes. Wenn ein Staat auf einen Teil seines Staatsgebiet verzichtet, ist das etwas anderes, als wenn ein Unternehmen Teile veräußert und/oder Belegschaft entlässt. Das gesundschrumpfende Unternehmen hat oftmals keinen Einfluss, was der Erwerber mit dem übernommenen Betrieb/Betriebsteil macht. Beispiele gibt es zuhauf: BioWare wurde nach dem Kauf von Electronic Arts durch den Public Investment Fund geschlossen. Ankerkraut wurde von Nestlé aufgekauft mit dem Ziel, das Unternehmen zu zerschlagen. Durch Rückkauf der Gründerm/w/d konnte das abgewendet werden. Metro und Migros haben sich mit den Supermarktketten Real und Tegut übernommen bzw konnten nicht mit den Marktführernm/w/d Albrecht, Edeka, Rewe und Schwarz mithalten und haben ihre Supermarktketten aufgelöst. Das von Daimler übernommene Kraftomnibus-Geschäft der Fa. Kässbohrer wurde zwar weitergeführt, allerdings werden unter der ehemaligen Kässbohrer-Marke Setra jetzt Mercedes-Benz-Omnibusse mit geänderten Kunststoffteilen verkauft. Dass beim Rückzug eines Staates aus einem Teil seines Staatsgebietes ein Vakuum entsteht, ist extrem selten. Selbst in Afghanistan war das nach dem Rückzug der Besatzungsmacht USA nicht so, obwohl die USA das hofften. Bei den oben genannten Beispielen für „Macht doch Euern Staat alleene“ hat es fast immer einen Nachfolgestaat. Bei gesundschrumpfenden Unternehmen ist sehr oft Arbeitsagentur und/oder Jobcenter gefragt. --Rôtkæppchen₆₈00:45, 31. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Es gibt da vermutlich 3 Hauptrichtungen. Die Abtretung von Kolonien, aus diversen Gründen, wie dass man sie nicht mehr kontrollieren kann und mehr reinsteckt als man rausholt.
Dem Verkauf von Gebieten, wie Russlands Verkauf von Alaska oder Frankreichs verkauf von Louisiana
und Gegbietsaufteilungen zu Zeiten als noch der Adel das sagen hatte. z.b. Länder wurden unter Kindern aufgeteilt, Gebiete als Mitgift bei ner Heirat mitgegeben oder irgendwer bekam sein Land für Gefolgschaft nebst Adelstitel verliehen. Teilweise ganz tlw. war man dann dennoch nicht ganz eigenständig. Der Begriff Staat im heutigen Sinne war ja früher ganz anders definiert, eher mit Hoheitsgebiet eines Herrschers --Future-Trunks (Diskussion) 12:44, 3. Nov. 2026 (CET)Beantworten
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Hallo, die Sängerin Jeanne Mas ist in Alicante geboren. Alla hopp. Jetzt heißt es, sie sei dann irgendwann Französin geworden. Nun, hieß sie bei Geburt dann auch schon Jeanne? Wo ist ihr zweiter Nachname hingeraten, bzw. wie hieß er? Wann geschah das Ganze? Verlor sie bei der Einbürgerung die spanischen Staatsangehörigkeit?
Und dann, ganz merkwürdig: Gerade die spanischsprachige Wikipedia hat keinen Artikel über sie! Rolz Reus (Diskussion) 17:43, 30. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Die englischsprachige Wikipedia schreibt, sie habe außer der französischen die amerikanische Staatsangehörigkeit. Möglicherweise wurde sie also nicht als Spanierin geboren, sondern als Amerikanerin. War wohl falsch. Die amerikanische erhielt sie erst 2015. --Digamma (Diskussion) 19:08, 30. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Es würde ja schon reichen, dass ein Elternteil französisch ist/war. Aber beide Eltern hatten bei ihrer Geburt in Spanien die spanische Staatsbürgerschaft, zogen jedoch bald nach Jeannes Geburt nach Zentralfrankreich, wo sie irgendwann administrativ die französische Staatsangehörigkeit erhielt, vielleicht weil ihre Eltern sie für die Familie beantragt hatten. --RAL1028 (Diskussion) 19:31, 30. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Wir sind ja eine große Gemeinschaft hier. Der nächste von uns der in Alicante ist, könnte ja mal beim Standesamt vorbeischauen und sagen: "Ich bin Pedro, der kleine Neffe von Jeanne Mas. Sie hat mich gebeten, eine neue Geburtdurkunde von ihr zu holen.". Das könnte doch viele Fragen lösen helfen. Rolz Reus (Diskussion) 23:47, 31. Okt. 2026 (CET)Beantworten
Ich dachte, man könnte es mal versuchen. Oder noch besser, "lexikalisch/wissenschaftlich/forschendes Interesse, zugunsten von Milliarden Nutzern der Wikipedia". Rolz Reus (Diskussion) 14:36, 2. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Nur weil sie in Alacant geboren ist heißt ja nicht, dass sie Spanierin wäre und somit zwei Namen hätte. Es bekommt ja auch nicht jeder der in Moskau geboren ist, automatisch einen Vatersnamen. Mas ist wohl eben "nur" Französin.--Sebastian Gasseng (Diskussion) 08:14, 2. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Hatte die Frage auch in die frz. Wikipedia gestellt. Die einzige Antwort dort hat mich veranlasst, das dort zurück zu lassen: Bonjour. La Wikipédia francophone est sans doute, parmi toutes les versions, la moins drôle, la plus désagréable et la plus guindée. Certes, je ne connais pas les 3 000 versions existantes, mais sur la Wikipédia germanophone, on travaille de manière collégiale et dans une bonne ambiance; il en résulte une œuvre d'envergure, et chacun se réjouit de voir naître sans cesse de nouveaux articles et d'explorer des recoins du savoir jusqu'alors restés dans l'ombre. (Hallo, die französische Wikipedia dürfte von allen die unwitzigste, unangenehmste und biederste sein. Natürlich kenne ich nicht alle 3000 Wikipedien, aber bei der deutschen, wird kollegial und in guter Stimmung zusammengearbeitet und dadurch entsteht etwas ganz großes und jeder ist begeistert, dass immer wieder neue Artikel entstehen und neue, bisher dunkle Winkel, des Wissens ausgelotet werden.) Rolz Reus (Diskussion) 15:22, 2. Nov. 2026 (CET)Beantworten
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In der Tagesschau (hier bei min 4:16) sieht man eine Gruppe junger Männer, die beim Fackelschein den rechten Arm heben. Der Text des Beitrags ging leider nicht darauf ein, was man das soll, aber für mich sieht das gruselig nach Nazis aus. Irre ich mich? --Φ (Diskussion) 21:34, 1. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Nazis mag so gut wie keiner, aber wir wollen mal nicht übertreiben und deshalb würde ich vorschlagen alles erstmal zu bewerten. Haben die Gen-Z-Kravalle denn irgendeinen Schaden verursacht? Und wenn ja, dann wie hoch im Verhältnis zu anderen Kravallen? --Trollmärchen (Diskussion) 21:41, 1. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Naja, haben da irgendwelche Leute den Hitlergruß gezeigt oder nicht? Offenbar ist das nicht klar, aber die Gen-Z mit Nazis in Verbindung zu bringen halte ich schon für stark übertrieben ängstlich. Also ohne es gesehen zu haben...NEIN! die Gen-Z-Leute sind keine Nazis. Das nur als erste Aufklärung. --Trollmärchen (Diskussion) 21:51, 1. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Eddgel, hattest du nicht mal den Vorsatz gefasst, dich aus Diskussionen zu politischen Themen rauszuhalten? Unabhängig davon sind hier Antworten à la »Ich hab mal die KI gefragt und die sagt …«unerwünscht, dafür braucht es keine Auskunft. --Kompetenter (Diskussion) 23:25, 1. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Ja hi, Kompetenter, daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern, dass ich mich aus politischen Diskussionen raushalten wollte. Hab ich das geschrieben? Unabhängig davon würde mich interessieren, warum die Hilfe von KI hier unerwünscht ist. Andere haben mir das bei FzW vorgemacht und waren sehr produktiv damit. Fand ic nicht schlecht. Wieso also eine bessere Hilfe ablehnen? --Trollmärchen (Diskussion) 23:30, 1. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Aber ja, dunkel ahnend glaube ich, dass du recht hast, wollte irgendwann mal nur noch Artikelarbeit leisten und nicht mehr politisch diskutieren. Nun ist es andersherum, was klar nicht dem entspricht, was ich als richtig empfinden würde. Nun ja, habe immer so Phasen...mal sechs Monate moderaten Müll mit bravour...mal sechs Monate lang Artikelarbeit mit 300 neuen Artikeln für die Wikipedia...entscheidet selbst, was sinnvoll wär. Ich bin getrieben.--Trollmärchen (Diskussion) 23:52, 1. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Gedenkmarsch für den Antifaschisten Clément Méric in Paris (2017)Um zur Frage zurückzukommen, für deren Beantwortung dein Beitrag überflüssig war: Das rhythmische Klatschen und anschließende Strecken beider Arme ist die übliche Art, wie »Siamo tutti antifascisti!«skandiert wird, siehe den verlinkten frz. Artikel und das nebenstehende Video (ab Sekunde 38). Vermutlich ist das aus der Fußball-Fankultur entlehnt. --Kompetenter (Diskussion) 12:40, 2. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Er findet den Unterschied zwischen den Tätern eines Jahrhundertverbrechens und einem Teil seiner Opfer "unbedeutend". Das ist nicht überflüssig. Ist ungemein aufschlussreich und noch viel schlauer, sowas hier zu posten. -~2026-58446-63 (Diskussion) 16:08, 2. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Viele der Opfer der Täter eines Jahrhundertverbrechens waren ja tatsächlich zuvor Opfer von Rechtsextremisten. Danke, dass du das nochmal klargestellt hast. Ist fast wie auf der Demo am Sonnabend in Hamburg, da wurde auch viel auf die anderen gezeigt, wart ihr auch da? (ich war's und durfte Linksextermisten erleben in ihrer fast-20er-Wut. --~2026-58311-43 (Diskussion) 17:06, 2. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Jeffrey G. Wiese, Michael G. Shlipak und Warren S. Browner, „The Alcohol Hangover“, Annals of Internal Medicine, Band 132, Heft 11, 6. Juni 2000, Seiten 897–902
Hem E (10 September 2000). "Hangover eller veisalgi?" [Hangover or veisalgia?]. Journal of the Norwegian Medical Association (in Norwegian Bokmål). Norwegian Medical Association.
In der Veröffentlichung von Erlend Hem steht, dass die Bezeichnung ausgedacht ist. Ich habe die Bezeichnung deshalb doch wieder entfernt und in die Diskussion verschoben. --BlackEyedLion (Diskussion) 15:31, 2. Nov. 2026 (CET)Beantworten
In Fahrplantabellen ist diese Schreibweise üblich. Die Trennung von Stunden und Minuten durch Doppelpunkt hat sich in Deutschland erst mit der rechnerlesbaren Uhrzeit verbreitet, unterstützt durch den Usus im Herkunftsland gängiger Microcomputer-Betriebs- und Anwendungssoftware. --Rôtkæppchen₆₈01:29, 3. Nov. 2026 (CET)Beantworten
In Fahrplänen werden einstellige Stunden in aller Regel und zugunsten der Lesbarkeit auch einstellig dargestellt, wie 5.48 oder 9.55. In Fahrplantabellen rechtsbündig, damit die Punkte übereinandervstehen Ursprünglich stand die Darstellung mit Doppelpunkten für die Zeitdauer. –Falk2 (Diskussion) 13:26, 3. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Auf welchen Kontext bezieht sich dein „zulässig“? In einem Artikeltext würde ich es vermutlich stehen lassen, auch wenn ich den einheitlichen Doppelpunkt vorzöge. In Eingaben, die maschinell verarbeitet werden (das beginnt mit Wikipedia-Vorlagen), gelten natürlich die dafür dokumentierten Regeln, da kann es dann eindeutig unzulässig sein. --Kreuzschnabel10:27, 3. Nov. 2026 (CET)Beantworten
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Wenn ich weltweit alle aktuell gültigen Gesetzestexte, Vorordnungen, Satzungen, Erlasse etc. angefangen von internationalen Verträgen bis hin zu lokalen Bebauungsplänen u.ä. zusammennehme, wie viele Paragraphen und Wörter wären das größenordnungsmäßig zusammen?
(Bzw. wie viele Jahrtausende(?) bräuchte ich um sie alle zu lesen oder, wenn ich sie ausdrucken würde, wie viele Regalkilo(?)meter könnte ich damit füllen.)
Zählen zwei ganz ähnliche Gesetze zweimal (z.B. Landesverfassungen)? Falls sie zweimal zählen: mit welcher Begründung? Denn es ist immer nur eine Version relevant. Wenn ich die Landesverfassung abschreiben würde, würde das ja dann aicb nicht zählen, oder? - Übrigens, die Zeit, die nötig ist um die benötigte Dokumentation zu erstellen, um ein neues Medikament zugelassen zu bekommen, übersteigt in der Regel 1 Menschenleben... so what? Wöchentlich werden neue Medikamente zugelassen. --~2026-58399-18 (Diskussion) 21:47, 3. Nov. 2026 (CET)Beantworten
Etwas abseitige Frage; bei einem Beantwortungsversuch würde ich wohl nur auf die nationale, vielleicht (besonders bei Föderalstaaten) subnationale Ebene gehen, beispielhaft ein paar online zugängliche Gesetzessammlungen auswerten und daraus eine Hochrechnung erstellen. Der Versuch einer Berücksichtigung von lokalen Bebauungsplänen u.ä. dürfte aber kaum machbar sein, da dafür die Lage in den Staaten der Welt zu unterschiedlich ist und sehr viel davon sicher auch nicht online ist. --Gestumblindi22:03, 3. Nov. 2026 (CET)Beantworten
In angloamerikanischen Ländern gibt es das Fallrecht (case law). Dabei sind gerichtliche Entscheidungen für die zukünftige Rechtsprechung bindend, besonders für rangniedrigere Gerichte. Das führt dann für kontinental-europäische Begriffe zu so kuriosen "Gesetzen" wie dem, nach dem man im Staate New York an Sonntag nicht seinen Esel waschen darf. Das ist selbst kein Gesetz, ein anderes Gericht kann das Urteil aber nicht so ohne weiteres verwerfen und anders urteilen. Das europäische civil law kennt solche Bindungen an bereits getroffene Gerichtliche Entscheidungen nicht (es gibt Ausnahmen). Hier wird das Gesetz in Hinblick auf den konkreten Fall hin ausgelegt, was impliziert, dass verschiedene Fälle eh unterschiedlich sind. - Soll man bei der Zählung dann alle Entscheidungen als Gesetz werten? --Optimum (Diskussion) 00:48, 4. Nov. 2026 (CET)Beantworten