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Markgreflerisch

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DialÀkt: Markgreflerisch

Markgreflerisch isch dr DialÀkt vum Markgreflerland, dr Region zwische Fryybeg un Basel. Im Weschte goot s Markgreflerisch in s ElsÀssisch un im Syyde in s Dinkelbergisch un in s Nordweschtschwyzerdytsch iiber.

Geografischi YygrÀnzig

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Charte vum historische Markgreflerland um 1556

Bim Markgreflerland cha mer unterschaide zwisch em historische Biet, wu am 8. SeptÀmber 1444 dur dr ZÀmmeschluss vu dr Herrschaft Röttele, dr Landgrofschaft Suseburg un dr Herrschaft Badewyyler entstanden isch, em geografische Biet, wu d Naturryym Markgrefler Higelland un d Markgrefler Ryyebeni derzue ghere un em Wyyböubiet Markgreflerland, wu uugfehr em Verbraitigsbiet vum Guetedel­aaböu entspricht.

Sprochlig umfasst s Markgreflerisch di bode DialÀktregione Nerdlige Millemer Ruum un Sidlige Millemer Ruum (no Steger/Jakob 1983).

Linguistischi Merkmol

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AbgrÀnzig no Weschte (Weschtlig Oberrhyalemannisch = ElsÀssisch)
  • Verschiebig vu germanisch „k“ im Aalut: (Chind Kind, Chobf Kopf, weschtlig: Kind, Kobf).
  • S /b/ wird in Werter wie schryybe (schreiben), fÀÀrbe (fĂ€rben) nit zue /w/ spirantisiert (weschtlig: schryywe, fĂ€rwe).
  • Im Markgreflerisch sait mer goo gehen, schdoo stehen (us mhd. gĂąn, stĂąn), weschtlig gee, schdee (us mhd. gĂȘn, stĂȘn)


AbgrÀnzig no Norde (Bryysgau-Rench-Ruum, Fryybeg-Wolfacher-Ruum, NeistÀdter Ruum)
  • Verschiebig vu germanisch „k“ im Aalut: (Chind Kind, Chobf Kopf, Chrod Kröte, nerdlig: Kind, Kobf, Grod).
  • S /b/ wird in Werter wie schryybe (schreiben), fÀÀrbe (fĂ€rben) nit zue /w/ spirantisiert (nerdlig: schriiwe, fĂ€rwe).


AbgrÀnzig no Oschte (St. Blasianer Biet, SÀckiger-Laufeburger Ruum, Hochrhy)
  • Churzvokal in uffige Silbe dehnt, im St. Blasianer Biet um im Hochrhy-Ruum erhalte (Waage Wagen, eschtlig: Wage)
  • Geminate sin veraifacht, im SĂ€ckiger-Laufeburger Ruum un im Hochrhy-Ruum sin si erhalte (Ă€se essen, eschtlig: Ă€sse)
  • Mhd. -nk isch nit wie im SĂ€ckiger-Laufeburger- un Hochrhy-Ruum verschobe (Bangg Bank, eschtlig: Bankch)


AbgrÀnzig no Side

D SiidgrÀnze vum Markgreflerisch bildet di boltisch StaatsgrÀnze zwische Dytschland un dr Schwyz. Sprochlig chunnt ÀÀne am Rhy kai anderi DialÀktregion, sprochligi Aigehaite wie d Konsonatenschwechig oder ass urgerm. kk nit zue dr Affrikata /kx/ verschobe isch, setze sich uf dr Schwyzer Syte im Baselbiet un im nordweschtlige Dail vum Kanton Solothurn furt.


Inneri Unterdailig

Dr Nerdlig Millemer Ruum un dr Sidlig Millemer Ruum unterschaide sich dur d Entrundig vu mhd. ö, ĂŒ, iu, oe, öu, wu im Norde yydrĂ€tte isch (Lecher Löcher, Figs FĂŒchse, bees böse, Hyyser HĂ€user, Hai Heu, siidlig: Löcher, FĂŒgs, böös, HĂŒĂŒser, Höu).

E wytere Unterschid sin d Pluralfoorme vu Verbe, wu im neerdlige Ruum ai Foorm hÀn, im siidlige dergege zwoo (nerdlig: mir singe wir singen, ir singe ihr singt, si singe sie singen, siidlig: mir singe, ir singet, si singe).

Dr bekanntescht Dichter vum MarkgrÀfler Alemannisch isch dr Johann Peter Hebel.

 Commons: Markgreflerischi Audiobyspil – Sammlig vo Multimediadateie
  • Ernst Beck: Lautlehre der oberen MarkgrĂ€fler Mundart. Halle (Saale) 1926.
  • Lothar Glattes: Wortbildung (durch Ab-leitung) im Oberen MarkgrĂ€flerischen. Lahr (Schw.) 1933.
  • RĂŒdiger Hoffmann: Zur Sprachgeographie des MarkgrĂ€flerlandes. In: 550 Jahre MarkgrĂ€flerland. JubilĂ€umsband. Hrsg. vom Geschichtsverein MarkgrĂ€flerland e. V. Schopfheim 1994 (Das MarkgrĂ€flerland 2/94), S. 224–248.
  • Hugo Steger, Karlheinz Jakob: Raumgliederung der Mundarten. Vorstudien zur SprachkontinuitĂ€t im deutschen SĂŒdwesten. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-007999-9.
  • JĂŒrgen Sutter: Opfinger Wörterbuch. Freiburg 2008.