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Bennigsen

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Bennigsen
Stadt Springe
Wappen von Bennigsen
Koordinaten: 52° 14â€Č N, 9° 40â€Č OKoordinaten: 52° 14â€Č 20″ N, 9° 40â€Č 20″ O
Höhe: 85 (80–100) m
FlĂ€che: 11,83 kmÂČ[1]
Einwohner: 4320 (1. Jan. 2025)[2]
Bevölkerungsdichte: 365 Einwohner/kmÂČ
Eingemeindung: 1. MÀrz 1974
Postleitzahl: 31832
Vorwahl: 05045
Bennigsen (Niedersachsen)
Bennigsen (Niedersachsen)
Lage von Bennigsen in Niedersachsen
Ortsbild
Ortsbild

Bennigsen ist eine Ortschaft in der Stadt Springe in Niedersachsen.

Bennigsen liegt im Nordosten des Stadtgebietes von Springe, am SĂŒdhang des SĂŒllbergs, eines östlichen AuslĂ€ufers des Deisters. Von dort bietet sich ein Ausblick auf die östliche Calenberger Ebene. Der Ort liegt in der historischen Landschaft des Calenberger Landes und innerhalb der Calenberger Lössbörde mit fruchtbaren Ackerböden.

Bennigsen wurde erstmals um 980 als „Bennucheshusen“ in einer Schenkungsurkunde erwĂ€hnt. Der Ort mit etwa zehn Hofstellen bestand aber vermutlich schon vorher. In derselben Urkunde wird der Nachbarort LĂŒdersen als „Luidgereshem“ genannt.[3]

SĂŒdlich des heutigen Ortes liegt die WĂŒstung Medefeld, die Ă€lter ist als der Ort Bennigsen. Bennigsen selbst wurde vermutlich im frĂŒhen Mittelalter gegrĂŒndet.

Am 1. MÀrz 1974 wurde Bennigsen in die Stadt Springe eingegliedert.[4] Die bis 2013 stehende Rudolf-von-Bennigsen-Eiche wurde nach dem 1902 in Bennigsen verstorbenen Politiker Rudolf von Bennigsen benannt. Sie wurde durch Blitzschlag zerstört.

BĂŒrgermeister

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Ehrenamtlicher OrtsbĂŒrgermeister ist seit November 2021 Klemens Brandt (SPD).[5]

Das Wappen zeigt im waagerecht geteilten Schild oben einen braunen, rechts gewendeten, leicht steigenden Armbrustspanner auf weißem Grund und unten eine weiße, auf der Spitze stehende, mit drei grĂŒnen BlĂ€ttern besetzte ZuckerrĂŒbe auf blauem Grund. Der Armbrustspanner entstammt dem Wappen der Familie von Bennigsen. Die ZuckerrĂŒbe hat im 19. Jahrhundert zur wirtschaftlichen Entwicklung des Ortes beigetragen.

Das Wappen ist am Westgiebel des BahnhofsgebĂ€udes ĂŒber dem Rudolf-von-Bennigsen-Platz aufgemalt.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

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Bennigsen hat eine Grundschule, die SĂŒllberg-Sporthalle, ein Lehrschwimmbecken und ein beheiztes Freibad mit 50-m-Becken. Mehrere EinkaufsmĂ€rkte, EinzelhandelsgeschĂ€fte und eine Tankstelle sind im Ort vorhanden. Das Angebot an GaststĂ€tten ist vielfĂ€ltig. In einer wurde bis 2015 ein örtliches Bier, das „Bennexer“ gebraut. Die Sportvereine decken ein breites Spektrum ab, die von der Mitgliederzahl grĂ¶ĂŸten sind der Wassersportverein und der FC. Der Club Bennigsen Beavers war 2004 bis 2005 in der Baseball-Bundesliga.

  • In der Region Hannover beliebt ist der am zweiten Adventswochenende stattfindende Weihnachtsmarkt der örtlichen Vereine. Er fand viele Jahre auf der kopfsteingepflasterten Straße „Am Gut“ in Höhe der evangelischen St.-Martin-Kirche statt. Im Jahre 2022 ist der Markt in den Gutshof verlegt worden.
  • Das Rittergut Bennigsen im Ort ist seit mehr als 700 Jahren Stammsitz des niedersĂ€chsischen Adelsgeschlechtes von Bennigsen.
  • In Bennigsen gibt es eine fĂŒr die GrĂ¶ĂŸe der Ortschaft ungewöhnlich hohe Anzahl von Dreiseithöfen, die heute oft anderweitig genutzt sind. Dabei kommen sowohl die norddeutsche als auch die mitteldeutsche Bauform vor. Oftmals handelt es sich um so genannte RĂŒbenburgen, Bauernhöfe, die Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurden. Seinerzeit konnten durch den Anbau von ZuckerrĂŒben gute ErtrĂ€ge erwirtschaftet werden.
  • Von 1995 an veranstaltete der Gutsherr und Cellist Roderic von Bennigsen auf seinem Gut allsommerlich eine Konzertreihe mit renommierten internationalen KĂŒnstlern.
  • Die durch die Ortschaft verlaufende Landesstraße 460 war westlich des Bahnhofes als Halballee Japanischer SchnurbĂ€ume ausgebaut. Im Februar 2024 wurden die BĂ€ume fĂŒr eine bevorstehende VerĂ€nderung des Straßenprofils gefĂ€llt.
  • Im Deister liegen in der NĂ€he des Ortes die Reste der Bennigser Burg.
  • Seit mehreren Jahren finden in Bennigsen die Inlineskatedays statt. Dabei wurden mehrfach Deutsche Meisterschaften ausgetragen.

In Bennigsen befinden sich zwei Kirchen:

Die evangelisch-lutherische Kirche St. Martin von 1907 befindet sich am Gut, sie wurde erbaut, weil 1905 ihre VorgĂ€ngerkirche als Folge eines Blitzeinschlags niederbrannte. Ihre Kirchengemeinde Bennigsen-LĂŒdersen gehört zum Kirchenkreis Laatzen-Springe.

Die katholische Kirche Maria von der ImmerwÀhrenden Hilfe von 1961 befindet sich am Thomaskircher Weg, sie gehört heute zur Pfarrgemeinde Christ König in Springe. Zuvor fand katholischer Gottesdienst in der in einem Gasthaussaal eingerichteten Notkapelle statt.

BaudenkmÀler

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Wirtschaft und Infrastruktur

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Bennigsen ist seit 1872 Bahnstation an der Bahnstrecke Hannover–Altenbeken, heute zu erreichen von Hannover(-Flughafen), Hameln Altenbeken oder Paderborn mit der S 5 der S-Bahn Hannover. Der Bahnhof liegt fĂŒr eine Ortschaft dieser GrĂ¶ĂŸe ungewöhnlich zentral.

Linie Verlauf Takt
S 5 Paderborn Hbf – Altenbeken – Steinheim (Westf) – Schieder – LĂŒgde – Bad Pyrmont – Emmerthal – Hameln – Bad MĂŒnder (Deister) – Springe – Völksen/Eldagsen – Bennigsen – Holtensen/Linderte – Weetzen – Hannover-Linden/Fischerhof – Hannover Bismarckstraße – Hannover Hbf – Hannover-Nordstadt – Hannover-Ledeburg – Hannover-Vinnhorst – Langenhagen Mitte – Langenhagen Pferdemarkt – Hannover Flughafen
Stand: Fahrplanwechsel Juni 2022
60 min
30/60 min (Bad Pyrmont–Hameln)
30 min (Hameln–Hannover Hbf werktags)
30 min (Hannover Hbf–Flughafen)

Der Ort ist von Hannover aus auch mit der Stadtbahn Hannover, Linie 13 und Umstieg in Hemmingen auf die Buslinie 360 zu erreichen.

An der mehrspurig ausgebauten B 217 liegt zwischen Wennigsen-Holtensen und Völksen die Ausfahrt nach Bennigsen. Die Landesstraße 460 fĂŒhrt weiter nach Hildesheim.

Persönlichkeiten

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  • Tobias GĂ€rtner, Martin Posselt: Zur Besiedlung der Calenberger Börde in der römischen Kaiserzeit und im frĂŒhen Mittelalter. In: Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte, Bd. 77, S. 91–123, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2008.
  • Tobias GĂ€rtner: Siedlungsspuren der römischen Kaiserzeit zwischen Eldagsen und Bennigsen. In: Springer Jahrbuch 2009 fĂŒr die Stadt und den Altkreis Springe. Herausgeber: Förderverein fĂŒr die Stadtgeschichte von Springe e. V., Springe 2009. S. 10–25.
  • Hans-Christian Rohde: Wir sind Deutsche mit jĂŒdischer Religion. Geschichte der Juden in Eldagsen und Springe, Bennigsen, Gestorf, Völksen. Hallermunter Schriften 2. Museum auf dem Burghof e. V., Springe 1999.
  • Joachim Oesterle: Rittergut Bennigsen. In: Springer Jahrbuch 2011 fĂŒr die Stadt und den Altkreis Springe. Förderverein fĂŒr die Stadtgeschichte von Springe e. V., Springe 2011, S. 30–35: Ill., Farbtafel auf S. 214–215.
Commons: Bennigsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland. EndgĂŒltige Ergebnisse nach der VolkszĂ€hlung vom 13. September 1950 (= Statistik der Bundesrepublik Deutschland. Band 33). W. Kohlhammer, Stuttgart/Köln 1952, S. 32 (Digitalisat [PDF; 27,1 MB]).
  2. ↑ Stadtteile der Stadt Springe. In: Internetseite der Stadt Springe. Abgerufen am 16. Juni 2025.
  3. ↑ bennigsen.de - Homepage des Ortsrates Bennigsen (Springe - Deister) - Geschichte. Abgerufen am 28. Januar 2020.
  4. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und SchlĂŒsselnummernĂ€nderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 203 (Statistische Bibliothek des Bundes und der LĂ€nder [PDF; 41,1 MB]).
  5. ↑ www.bennigsen.de: Ortsrat