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Deininghausen

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Deininghausen ist ein Ortsteil von Castrop-Rauxel. Der Ortsteil hatte am 31. Dezember 2024 2.142 Einwohner.[1]

Deininghausen liegt im Osten von Castrop-Rauxel, nördlich der Oststraße und der A 42, und grenzt an das Dortmunder Stadtgebiet. Deininghausen ist umgeben von Feldern, von Weiden und von grĂ¶ĂŸeren WaldflĂ€chen, die sich gleich hinter der Siedlung erstrecken: das Grutholz im Westen, das Nierholz im Nordwesten und der Beerenbruch im Nordosten. Östlich von Deininghausen befand sich das Kraftwerk Gustav Knepper, das 2014 stillgelegt und danach abgerissen wurde. Von SĂŒden kommend umfließt der Deininghauser Bach, ein linker Zufluss der Emscher, die Siedlung im Osten.

Deininghausen wurde als „Denichusen“ im Jahre 1150 erstmals urkundlich erwĂ€hnt.[2] Es war eine durch Einzelhoflagen geprĂ€gte Bauerschaft. 1928 hatte Deininghausen 254 Einwohner.[3]

Von 1965 bis 1969 wurde eine fĂŒr gut 3000 Einwohner geplante Großwohnsiedlung hochgezogen. Dank der Lage im GrĂŒnen zogen vor allem junge Familien nach Deininghausen.[4] 1969 zĂ€hlte der Ortsteil 3219 Einwohner.[5] 1970 wurde das Gemeindehaus der evangelischen Kirche eröffnet. 2013 wurde es von der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde Castrop-Rauxel ĂŒbernommen.[6]

„In die Ende der 1960er Jahre mit Mitteln des sozialen Wohnungsbaus errichteten Geschosswohnungen investierten Wohnungsgesellschaften nur wenig.“[7] Viterra (heute Vonovia) hielt weder die GebĂ€ude noch die Außenanlagen instand.[8] „Die Frustration ĂŒber diese Situation entlĂ€dt sich in zunehmendem Vandalismus und Ordnungswidrigkeiten und fĂŒhrt dazu, dass sich das negative Image des Stadtteils nach außen verfestigt.“[7] Deshalb wurde Deininghausen 2005 in das Programm „Soziale Stadt NRW“ aufgenommen.[9] FĂŒr sozial flankierende Maßnahmen wurde ein StadtteilbĂŒro aufgebaut. Ende 2009 zĂ€hlte Deininghausen nur noch 1937 Einwohner.[10]

  • Manfred Herold: 40 Jahre Deininghausen. Ein Stadtteil in Castrop-Rauxel. Stadt Castrop-Rauxel, Castrop-Rauxel 2007 (online).

Einzelnachweise

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  1. ↑ StĂ€dtische Einwohnerstatistik | Castrop-Rauxel. Abgerufen am 24. Januar 2025.
  2. ↑ Erich Keyser (Hrsg.): WestfĂ€lisches StĂ€dtebuch. Kohlhammer, Stuttgart 1954, S. 93.
  3. ↑ Kurt Albrecht: Die kommunalpolitischen VerĂ€nderungen in Preußen vom 1. Januar 1928 bis 1. Januar 1929. In: Zeitschrift des Preußischen Statistischen Landesamtes, Jg. 69 (1930), S. 197–202, hier S. 199.
  4. ↑ Manfred Herold: 40 Jahre Deininghausen. Ein Stadtteil in Castrop-Rauxel. Castrop-Rauxel 2007, S. 9.
  5. ↑ Manfred Herold: 40 Jahre Deininghausen. Ein Stadtteil in Castrop-Rauxel. Castrop-Rauxel 2007, S. 18.
  6. ↑ Geschichte unserer Gemeinde, abgerufen am 7. Februar 2022.
  7. 1 2 StÀdtenetz Soziale Stadt NRW: Castrop-Rauxel Deininghausen, abgerufen am 7. Februar 2022.
  8. ↑ Sabine Kaldun, Wolfgang Koch: Integriertes Handlungskonzept zur Entwicklung des Stadtteils Deininghausen in Castrop-Rauxel. Stadt Castrop-Rauxel, Lokale Agenda 21, 2005, S. 2.
  9. ↑ Archivierte Kopie (Memento vom 12. August 2015 im Internet Archive)
  10. ↑ Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Castrop-Rauxel, 2010–2014. Stadt Castrop-Rauxel 2010, S. 8.

Koordinaten: 51° 34â€Č N, 7° 20â€Č O