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San Nazzaro TI

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
TI ist das KĂŒrzel fĂŒr den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen EintrĂ€gen des Namens San Nazzarof zu vermeiden.

San Nazzaro
Wappen von San Nazzaro
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Gambarogno
Gemeinde: Gambarognoi2
Postleitzahl: 6575
frĂŒhere BFS-Nr.: 5127
Koordinaten: 705433 / 109910Koordinaten: 46° 7â€Č 57″ N, 8° 48â€Č 10″ O; CH1903: 705433 / 109910
Höhe: 202 mÂ ĂŒ. M.
Höhenbereich: 193–1734 m ĂŒ. M.
FlĂ€che: 5,54 kmÂČ
Einwohner: 698 (31. Dezember 2009)
Einwohnerdichte: 126 Einw. pro kmÂČ
Website: www.gambarogno.ch
Karte
San Nazzaro TI (Schweiz)
San Nazzaro TI (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 25. April 2010
San Nazzaro
Bahnhof San Nazzaro
Botanischer Garten Otto Eisenhut
Alpe Cedullo

San Nazzaro, im lombardischen Ortsdialekt San Nazzar [ˌsanaˈdzaːr],[1] ist ein Ortsteil der Gemeinde Gambarogno im gleichnamigen Kreis, Bezirk Locarno, im Schweizer Kanton Tessin. Er bildete bis zum 24. April 2010 eine politische Gemeinde.

Werner Friedli: San Nazzaro, historisches Luftbild (1946)

Das Dorf liegt auf einer Höhe von 203 mÂ ĂŒ. M. am linken Ufer des Langensees, bei der Bahnstrecke Cadenazzo–Luino der Schweizerischen Bundesbahnen, am Fuss des Monte Gambarogno (1734 mÂ ĂŒ. M.)[2].

Eine erste ErwĂ€hnung findet das Dorf im Jahre 1258 als sancto Nazario. In den Weilern Vairano und Massina wurden auf die Bronze- (?) und die Römerzeit zurĂŒckgehende Bestattungen sowie römische TongefĂ€sse und MĂŒnzen gefunden. Im Ortsteil Taverna stand ein im 19. Jahrhundert abgebrochener Turm, den Friedrich Barbarossa 1186 der Familie Orelli geschenkt haben soll und der der Kontrolle des Handelsverkehrs diente. Im 13. Jahrhundert fanden in Taverna die Versammlungen der Nachbarschaft Gambarogno statt, womit San Nazzaro Vira als deren Mittelpunkt abgelöst hatte. 1487 wurde es Sitz eines PodestĂ  und eines Gerichts. Als selbstĂ€ndige Pfarrei konstituierte es sich 1558.

Die nachmalige Gemeinde entstand 1930 aus der Fusion der frĂŒheren Gemeinden Vairano und Casenzano. Heute ist San Nazzaro ein bedeutender Tourismus­ort.

Am 25. November 2007 lehnte San Nazzaro als einzige Gemeinde des Gambarogno die Fusion mit Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, Sant’Abbondio und Vira (Gambarogno) ab. Gegen den Entscheid des Tessiner Grossen Rates, die Fusion trotzdem wie geplant durchzufĂŒhren, wurde beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt. Nach der Ablehnung der Beschwerde konnte die Fusion aller neun Gemeinden am 25. April 2010 in Kraft treten. San Nazzaro bildet aber nach wie vor eine eigenstĂ€ndige BĂŒrgergemeinde.[3]

Blasonierung: Geteilt in Silber und in Rot-Silber geviert. Oben ein roter Zinnenturm mit einem unbelichteten Fenster.

Die Bevölkerung von San Nazzaro entwickelte sich wie folgt (alle Angaben inkl. der zeitweise selbststÀndigen Gemeinden Casenzano und Vairano):

San Nazzaro: Einwohnerzahlen von 1600 bis 2009
Jahr  Einwohner
1600
  
350
1683
  
346
1719
  
270
1769
  
317
1799
  
340
1808
  
393
1824
  
449
1836
  
520
1850
  
477
1860
  
464
1870
  
317
1880
  
?
1888
  
315
1900
  
314
1910
  
288
1920
  
290
1930
  
271
1941
  
263
1950
  
291
1960
  
338
1970
  
582
1980
  
606
1990
  
551
1991
  
551
1992
  
560
1993
  
576
1994
  
579
1995
  
577
1996
  
588
1997
  
603
1998
  
608
1999
  
613
2000
  
615
2001
  
623
2002
  
643
2003
  
675
2004
  
691
2005
  
705
2006
  
709
2007
  
714
2008
  
708
2009
  
698
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt fĂŒr Statistik[4][5] ab 1990: Bilanz der stĂ€ndigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[6]

SehenswĂŒrdigkeiten

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  • Pfarrkirche Santi Nazzaro e Celso[7]
  • Oratorium Sant’Antonio abate 1694 im Ortsteil Casenzano[7]
  • Oratorium San Rocco (17. Jahrhundert) im Ortsteil Vairano[7]
  • Parco Botanico del Gambarogno, der dem Gartenbauunternehmer Otto Eisenhut gehört[7]

Persönlichkeiten

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(Sortierung nach Geburtsjahr.)

Commons: San Nazzaro TI – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der UniversitĂ€t Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 790.
  2. ↑ Monte Gambarogno (mit Fotos) auf ETHorama
  3. ↑ Patriziato di San Nazzaro (italienisch) auf ti.ch/di/sel/patriziati
  4. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt fĂŒr Statistik, NeuchĂątel, 16. Juni 2023, abgerufen am 2. Juni 2026.
  5. ↑ Daten der Eidgenössischen VolkszĂ€hlungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt fĂŒr Statistik, NeuchĂątel, 12. Juli 2024, abgerufen am 2. Juni 2026 (Öffnung in Excel nur ĂŒber "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  6. ↑ Bilanz der stĂ€ndigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt fĂŒr Statistik BFS, NeuchĂątel, 27. August 2025, abgerufen am 2. Juni 2026.
  7. 1 2 3 4 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft fĂŒr Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 156–157.
  8. ↑ Fabrizio Panzera: Domenico Antognini. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 3. Mai 2017.
  9. ↑ Associazione Bancaria Ticinese auf abti.ch
  10. ↑ Plinio Cioccari Tod auf ticinonews.ch
  11. ↑ Plinio Cioccari (Fotos) auf vincenzovicari.ch
  12. ↑ Plinio Cioccari (französisch) auf unil.ch/elitessuisses (abgerufen am 14. April 2017).
  13. ↑ Aldo Massarotti auf ti.ch/DSS/cartellastampa
  14. ↑ Aldo Massarotti auf todesanzeigenportal.ch (abgerufen am 2. Oktober 2016).
  15. ↑ Aldo Borella Bundesgericht auf bger.ch/