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Lusignac

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Lusignac
Lusinhac
Lusignac (Frankreich)
Lusignac (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Périgueux
Kanton Ribérac
Gemeindeverband Communes du Périgord Ribéracois
Koordinaten 45° 20â€Č N, 0° 19â€Č OKoordinaten: 45° 20â€Č N, 0° 19â€Č O
Höhe 62–184 m
FlĂ€che 7,88 kmÂČ
Einwohner 162 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 21 Einw./kmÂČ
Postleitzahl 24320
INSEE-Code

BĂŒrgermeisteramt (Mairie)

Lusignac (Aussprache [lyziˈÉČa], okzitanisch Lusinhac) ist eine französische Gemeinde mit 162 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im DĂ©partement Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement PĂ©rigueux und zum Gemeindeverband CommunautĂ© de communes du PĂ©rigord RibĂ©racois. Die Einwohner werden Lusignacois und Lusignacoises genannt.

Bodenbedeckung, Hydrografie und Infrastruktur der Gemeinde (2018)

Lusignac liegt etwa 35 Kilometer sĂŒdwestlich von Nontron und etwa 35 Kilometer westnordwestlich von PĂ©rigueux in der Landschaft des RibĂ©racois, im Teil des touristisch benannten PĂ©rigord vert am nordwestlichen Rand des DĂ©partements. Das Gemeindegebiet befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwĂ€ssert von der Sauvanie, die es im Osten begrenzt, vom FlĂŒsschen Cendronne, das es im Westen begrenzt, sowie von verschiedenen kleineren FließgewĂ€ssern.

Das DĂ©partement Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das GelĂ€nde ist in der Tiefe in regelmĂ€ĂŸigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das DĂ©partement lĂ€sst sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Lusignac liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus OberflĂ€chenformationen aus dem QuartĂ€r, die aus dem KĂ€nozoikum stammen, sowie Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.

Lusignac erstreckt sich ĂŒber eine kaum bewaldete HĂŒgellandschaft, die durch die TĂ€ler der genannten FlĂŒsse begrenzt wird und deren Erhebungen nach Norden zunehmen. Der topografisch höchste Punkt befindet sich mit 184 m im Ă€ußersten Norden in der NĂ€he des Weilers Chez Pourcher an der Grenze zur Nachbargemeinde Bouteilles-Saint-SĂ©bastien. Der tiefste Punkt mit 62 m ist im Ă€ußersten SĂŒden beim Austritt der Sauvanie aus dem Gemeindegebiet anzutreffen. Das Zentrum liegt auf etwa 134 m Höhe.

Rund 97 % der FlÀche der Gemeinde werden landwirtschaftlich, vorwiegend heterogen, genutzt, rund 3 % sind bewaldet (Stand: 2018).[2]

Lusignac wird von folgenden sechs Gemeinden umgeben:

Bouteilles-Saint-SĂ©bastien Saint-Martial-Viveyrol Verteillac (BerĂŒhrungspunkt)
Saint-Paul-Lizonne Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Bertric-Burée
Allemans

Die klimatischen Bedingungen in Lusignac werden als warm und gemĂ€ĂŸigt eingestuft. Es fĂ€llt selbst im trockensten Monat Juli viel Regen. Nach der Köppen-Geiger-Klassifikation werden die vorherrschenden Wetterbedingungen in diesem Gebiet als Cfb (GemĂ€ĂŸigtes Ozeanklima) eingeordnet. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Lusignac betrĂ€gt 13,1 °C, die niedrigste Durchschnittstemperatur im Januar mit 5,6 °C, die höchste im Juli mit 21 °C. Die jĂ€hrliche Niederschlagsmenge betrĂ€gt gemĂ€ĂŸ den meteorologischen Aufzeichnungen etwa 834 mm.[3]

NatĂŒrliche Risiken

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Risikokarte zur Quellung/Schrumpfung von Tonmineralen in Böden fĂŒr Lusignac

NatĂŒrliche Risiken manifestieren sich in Lusignac neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme KĂ€lte, Hitzewelle) vor allem als

  • WaldbrĂ€nde
  • Bodensetzungen
  • Bodenbewegungen

Obwohl die Gemeinde eine eher spĂ€rliche Bewaldung aufweist, besteht dennoch in großen Teilen zur Vorbeugung eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von GestrĂŒpp rund um HĂ€user und Zufahrten und eine zeitliche und/oder rĂ€umliche BeschrĂ€nkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von AbfĂ€llen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom DĂ©partement erstellte Plan zur VerhĂŒtung von WaldbrĂ€nden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von GĂŒtern zu verringern.[4]

Wie die Risikokarte zeigt, ist bis auf das Tal der Sauvanie das gesamte restliche Gemeindegebiet von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden DĂŒrre- und Regenperioden betroffen. Die DĂŒrreperioden in den Jahren 1989, 2005 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr ist als niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.

Bodenbewegungen umfassen eine Reihe von Verschiebungen des Bodens oder Untergrunds, manche abrupter als andere. Die dabei auftretenden Volumina können von wenigen Kubikmetern bis zu mehreren Millionen Kubikmetern reichen. Diese Verschiebungen können langsam (einige Millimeter pro Jahr) bis sehr schnell (einige hundert Meter pro Tag) erfolgen. Im Allgemeinen verlaufen Bodenbewegungen mit einem signifikanten Volumen relativ langsam. Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. In Lusignac besteht die Gefahr von Bodenbewegungen als Senkungen und EinstĂŒrzen anthropogenen Ursprungs, natĂŒrlich entstandene unterirdische HohlrĂ€ume, deren Decken einsturzgefĂ€hrdet sind.[5]

Etymologie und Geschichte

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Der Name des Dorfes ist im 13. Jahrhundert nach der Errichtung seiner Kirche in der latinisierten Form Luginhacum erstmals belegt, im 16. Jahrhundert in der Schreibweise Luginhac, dann Luziniat (1760). -nha- und -nia bewirken die Aussprache wie -gna-. Zu bemerken ist außerdem der hĂ€ufige Wechsel zwischen -ac und -at. Der endende Konsonant wird nicht mehr ausgesprochen. Lusignac steht fĂŒr einen gallorömischen Personennamen, Lucinius, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehĂ€ngt wurde (somit Luciniacum, Landgut des Lucinius), abgeleitet von einem römischen Vornamen Lucius. Als Gattungsname bezeichnet lucius im Lateinischen einen Hecht. Im Okzitanischen gibt es das Wort luci fĂŒr einen Wittling.[6]

Das Zentrum der heutigen Gemeinde entwickelte sich auf einer HochflĂ€che rund um die Pfarrkirche, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Seit dem 13. Jahrhundert schĂŒtzte eine Burg, die der adeligen Familie de la Porte gehörte, die Bevölkerung des Dorfes und der Weiler, die sich grĂ¶ĂŸtenteils an Hanglagen erstreckten. Das heutige Schloss wurde im 15. Jahrhundert errichtet.[7][8]

Einwohnerentwicklung

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EinwohnerJahr1002003004005006007001750180018501900195020002050Lusignac
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[9] INSEE ab 2006[10]
Schild mit der Angabe der StÀdtepartnerschaft

Gemeindepartnerschaft

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Lusignac unterhĂ€lt ĂŒber dem ehemaligen Kanton Verteillac seit 1988 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Fontanetto Po in der italienischen Region Piemont.[11]

SehenswĂŒrdigkeiten

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Pfarrkirche Saint-Eutrope

Pfarrkirche Saint-Eutrope

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Die Errichtung der Kirche erfolgte in zwei Schritten. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wurde der flach abgeschlossene Chor und drei Joche des mit Kuppeln ĂŒberdachten Langhauses gebaut. Am Ende des 12. Jahrhunderts wurden die beiden westlichen Joche des Langhauses mit einem Tonnengewölbe versehen. Nach Zerstörungen in den Hugenottenkriegen wurde der Chor im 16. Jahrhundert restauriert, behielt aber sein Tonnengewölbe. Die drei Joche des einschiffigen Langhauses hingegen wurden gleichzeitig mit einem Kreuzrippengewölbe ausgestattet. Im 19. Jahrhundert erfolgten Ausbesserungen an der Außenseite. Der romanische Glockenturm ragt mit seinem Zeltdach ĂŒber dem ersten und einer HĂ€lfte des zweiten Jochs des Langhauses empor. Die sĂŒdwestliche Fassade ist besetzt mit einem Wehrerker, der mit Kielbögen aus dem 16. Jahrhundert verziert ist. Er ruht auf Konsolen, die an Maschikuli erinnern. Eine kleine Vorhalle ist am Glockenturm angebaut worden, wĂ€hrend auf der gegenĂŒberliegenden Seite ein tiefer Brunnen aus der Zeit der Errichtung der Kirche an die Apsis zwischen dem Eckstrebepfeiler und der Sakristei gebaut wurde. BrĂŒche im Mauerbau des GebĂ€udes zeugen außen von den Ausbesserungen im Laufe der Jahrhunderte. Im Kircheninneren befinden sich zwei Piscinen unter einem gedrĂŒckten Spitzbogen an der SĂŒdwand. Die Kirche ist seit dem 17. Dezember 1947 als Monument historique eingeschrieben.[12][13]

Zwei Elemente der Inneneinrichtung sind als bewegliche Objekte seit dem 17. Februar 1971 als Monuments historiques klassifiziert. Eine steinerne Skulptur mit der Darstellung der PietĂ  wurde am Ende des 15. Jahrhunderts geschaffen. Sie ist beschĂ€digt, denn die Beine von Christus und die HĂ€nde Marias fehlen heute. Der Pfarrer von Lusignac fand das 43 cm hohe Werk in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts im Glockenturm wieder. Vor 1898 wurde es im Garten des Pfarrhauses aufgestellt, bevor es im 20. Jahrhundert in der Kirche seinen Platz fand. Ein Stein, der im Strebepfeiler und der Apsis eingebaut ist, trug die Inschrift „MA TU IN DIE TRIBULATIONIS SPES MEA“ zusammen mit einem Christusmonogramm und die Jahreszahl „1641“. Dies hĂ€ngt zusammen mit einer Pestepidemie, deren Ende der FĂŒrbitte an die PietĂ  zugeschrieben wurde.[14]

Bei dem zweiten Werk handelt es sich um einen Tabernakel aus dem 17. Jahrhundert. Er ist aus Nussbaumholz gefertigt und misst in seiner Höhe 160 cm und in seiner Breite 210 cm. Sechs gedrehte SĂ€ulen strukturieren den Schrein mit zwei SeitenflĂŒgeln und zwei Ebenen. Er wird durch zahlreiche mit Flachreliefs versehene Tafeln, zwei Statuetten in Nischen und zwei BĂŒsten in Halbrelief verschönert und mit einer gerippten Kuppel bekrönt. Auf der TĂŒr ist der gute Hirte als Flachrelief dargestellt. Die beiden Statuetten zeigen den heiligen Rochus von Montpellier und den heiligen Fronto von PĂ©rigueux. Auf Medaillons werden die biblischen Szenen der VerkĂŒndigung des Herrn und MariĂ€ Heimsuchung illustriert. Die beiden BĂŒsten auf den SeitenflĂŒgeln zeigen Christus und Maria. Auf der oberen Ebene verbildlichen seitliche Tafeln zwei Szenen der Passion, die Kreuztragung Christi und die Agonie Christi.[15]

Burg

Die Adelsfamilie de la Porte besaß ursprĂŒnglich eine Burg in Lusignac im 13. Jahrhundert. Das heutige Schloss wurde im 15. Jahrhundert erbaut und gehörte in der Folge bis 1654 der Familie Brianson, dann erneut den Seigneurs de la Porte und von Lusignac. Im Jahre 1714 gelangte die Burg in den Besitz von Pierre de Lageard, Seigneur und Comte von Cherval, Großseneschall des Angoumois, dessen Familie in der Folge die LĂ€ndereien bis 1855 behielt. WĂ€hrend der Französischen Revolution erlitt das Bauwerk BeschĂ€digungen. So sind die Zinnen auf den Kurtinen verschwunden. Im Jahre 1880 zerstörte ein Brand die Nordflanke, die anschließend durch eine VerlĂ€ngerung der Burgmauer ersetzt wurde. Ausgehend von einer Burgmauer mit einem rechteckigen Grundriss und vier TĂŒrmen an den Ecken, besteht die heutige Burg aus einem Wohntrakt aus dem 15. Jahrhundert. Dieser ist aus Werksteinen und Bruchstein aus Kalkstein errichtet. Seine Fenster und TĂŒren wurden vermutlich am Ende des 16. Jahrhunderts vergrĂ¶ĂŸert. Fensterpfosten und -sprossen waren hierbei aus Holz gefertigt. Ein polygonaler Turm ist angebaut mit einem Kegeldach, das mit Flachziegeln gedeckt ist. Eine lange Kurtine bildet die sĂŒdliche Flanke und verbindet zwei viereckige TĂŒrme, die zweifellos als WohnrĂ€ume bestimmt waren, da sie mit Zwillingsfenstern versehen sind. Daneben besitzen sie Schießscharten, die sowohl an den FensterbrĂŒstungen als auch an den Seiten angeordnet sind. Im SĂŒdwesten ist das Eingangsportal mit einem großen restaurierten Wehrerker versehen. Über der Einfahrt ist die Jahreszahl „1665“ zu erkennen. Die TĂŒr fĂŒr FußgĂ€nger weiter unten ist ĂŒber eine Treppe erreichbar. Das Renaissancetor zum Innenhof ist mit Bossenwerk versehen. Es wurde wĂ€hrend der Revolution beschĂ€digt und trug zweifellos das Wappen der Familie La Porte, das in jener Epoche zertrĂŒmmert wurde.[7]

Haus in Lusignac

Im Zentrum von Lusignac konnten WohnhÀuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert bewahrt werden, und es wurden keine modernen GebÀude errichtet. Deshalb ist es seit dem 20. August 1974 als Monument historique eingeschrieben.[16]

WassermĂŒhle Viger

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Da die WassermĂŒhle auf den Karten von Pierre de Belleyme und Cassini eingezeichnet ist, gab es sie zumindest seit der zweiten HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts. Örtlichen Überlieferungen zufolge wurde die MĂŒhle bereits wĂ€hrend der Regentschaft des französischen Königs Ludwig XIII. (1610 bis 1643) errichtet, und der MĂŒhlbach sei durch englische Gefangene nach der Belagerung von La Rochelle (1627–1628) gegraben worden. Sie war vermutlich mit horizontalen WasserrĂ€dern aus Holz ausgestattet, die am Ende des 19. Jahrhunderts mit leistungsfĂ€higeren RĂ€dern aus Metall ersetzt wurden. Zur gleichen Zeit wurde die MĂŒhle insgesamt ĂŒberholt. Anhand des napoleonischen Katasters lĂ€sst sich ablesen, dass eine ÖlmĂŒhle nach 1825 hinzugefĂŒgt wurde, weil diese noch nicht verzeichnet war. Nach einer Datenerfassung im Jahre 1936 produzierte die GetreidemĂŒhle zu diesem Zeitpunkt kein Brotmehl mehr, denn diese wurde bereits 1920 eingestellt. Der Betrieb konzentrierte sich auf die Zerkleinerung von Getreide fĂŒr Viehfutter. Die Produktion von Nussöl dauerte hingegen bis in die 1950er Jahre. Das MĂŒhlengebĂ€ude befindet sich auf einem Wehr ĂŒber einem MĂŒhlbach, der von der Sauvanie abzweigt. Es besitzt einen rechteckigen Grundriss, zwei Geschosse mit Dachgeschoss und ein Satteldach, das mit Falzziegeln gedeckt ist. Der westliche GebĂ€udeteil und die erste Etage dienten als Wohnraum. Der Betrieb war auf zwei RĂ€ume im Osten verteilt. Der erste, in der Mitte des GebĂ€udes befindliche, barg den Wassergraben mit den beiden horizontalen WasserrĂ€dern, die mit den darunterliegenden Mahlsteinen verbunden waren. Der zweite Raum war fĂŒr die MĂŒhle zur Erzeugung von Nuss- und Sonnenblumenöl vorgesehen mit einer Ölpresse und zwei MĂŒhlsteinen, die von einem horizontalen Wasserrad angetrieben wurden. Die MĂŒhle ist heute in Privatbesitz und nicht zu besichtigen.[17]

ErwerbstÀtigkeit

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Im Jahre 2023 waren 72 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Lusignac erwerbstÀtig, entsprechend 86,7 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der MÀnner (85,1 %) niedriger war als bei den Frauen (88,9 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit neun Personen im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2017 (11). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 13,7 % (2017) auf 12,5 % (2023). Die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-JÀhrigen sank in diesem Zeitraum von 33,3 % auf 14,3 %.[18]

Branchen und Betriebe

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16 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Lusignac wirtschaftlich aktiv:[18]

BrancheAnzahl%
Fertigung, Bergbau und andere Industrien212,5 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie531,3 %
Information und Kommunikation16,3 %
Finanzen und Versicherungen16,3 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische TĂ€tigkeiten sowie administrative und unterstĂŒtzende DienstleistungstĂ€tigkeiten531,3 %
Andere Dienstleistungen212,5 %
Gesamt16

Lusignac liegt in den Zonen der geschĂŒtzten Ursprungsbezeichnungen (AOP)

  • der Buttersorten Charentes-Poitou, Charentes und Deux-SĂšvres,
  • der WalnĂŒsse des PĂ©rigord und
  • des Nussöls des PĂ©rigord.[19]

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit den Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[20] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 22 bei der LandwirtschaftszĂ€hlung von 1988 auf 14 im Jahr 2000, stieg auf 15 im Jahr 2010 und sank auf 11 im Jahr 2020, ein RĂŒckgang von 50 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte FlĂ€che vergrĂ¶ĂŸerte sich von 666 Hektar im Jahre 1988 auf 702 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte FlĂ€che pro Betrieb erhöhte sich von 30,3 Hektar betrĂ€chtlich auf 63,8 Hektar.[21][22][23]

Die Departementsstraße D 97 durchquert im Norden das Gemeindegebiet auf einem kurzen Abschnitt. Sie verbindet Verteillac, den Hauptort des ehemaligen Kantons, mit Bouteilles-Saint-SĂ©bastien und Palluaud im benachbarten DĂ©partement Charente. Die Route dĂ©partementale 97E zweigt von dieser ab und durchquert Lusignac von Nord nach SĂŒd und verbindet die Gemeinde mit Saint-SĂ©verin im benachbarten DĂ©partement Charente ĂŒber Saint-Paul-Lizonne.

  • Chantal Tanet, Tristan HordĂ©: Dictionnaire des noms de lieux du PĂ©rigord. Editions Fanlac, PĂ©rigueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: Lusignac – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ GĂ©ologie de la Dordogne-PĂ©rigord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 26. Juni 2026 (französisch).
  2. ↑ RĂ©partition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (mĂ©tropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 26. Juni 2026 (französisch).
  3. ↑ Klima Lusignac. Climate-Data.org, abgerufen am 26. Juni 2026.
  4. ↑ Dossier des DĂ©partements ĂŒber Hauptrisiken. (PDF) DĂ©partement Dordogne, abgerufen am 26. Juni 2026 (französisch).
  5. ↑ NatĂŒrliche Risiken. Ministerium fĂŒr ökologischen Wandel, BiodiversitĂ€t, WĂ€lder, Meer und Fischerei, abgerufen am 26. Juni 2026 (französisch).
  6. ↑ Siehe Tanet, HordĂ©, Seite 206
  7. 1 2 Chùteau fort de Lusignac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  8. ↑ Vicomte de Gourgues: Gourgues-Dictionnaire topographique de la France. guyenne.fr, 23. Januar 2012, abgerufen am 26. Juni 2026 (französisch).
  9. ↑ Notice Communale Lusignac. EHESS, abgerufen am 26. Juni 2026 (französisch).
  10. ↑ Populations lĂ©gales 2006, Populations lĂ©gales 2013, Populations lĂ©gales 2020, INSEE, abgerufen am 26. Juni 2026
  11. ↑ Les 30 bougies du jumelage franco-italien (französisch) (Memento vom 9. November 2018 im Internet Archive)
  12. ↑ Église Saint-Eutrope in der Base MĂ©rimĂ©e des französischen Kulturministeriums (französisch)
  13. ↑ Ă©glise paroissiale Saint-Eutrope in der Base MĂ©rimĂ©e des französischen Kulturministeriums (französisch)
  14. ↑ groupe sculpté : Vierge de PitiĂ© in der Base Palissy des französischen Kulturministeriums (französisch)
  15. ↑ tabernacle Ă  ailes et dais d’exposition du maĂźtre-autel, et ses statuettes in der Base Palissy des französischen Kulturministeriums (französisch)
  16. ↑ village in der Base MĂ©rimĂ©e des französischen Kulturministeriums (französisch)
  17. ↑ moulin Ă  blĂ©, moulin Ă  huile, dit moulin de Vigier in der Base MĂ©rimĂ©e des französischen Kulturministeriums (französisch)
  18. 1 2 Dossier complet - Commune de Lusignac (24247). INSEE, abgerufen am 26. Juni 2026 (französisch).
  19. ↑ Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualitĂ©, abgerufen am 26. Juni 2026 (französisch).
  20. ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 26. Juni 2026 (französisch).
  21. ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Lusignac. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 26. Juni 2026 (französisch).
  22. ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte FlĂ€che 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 26. Juni 2026 (französisch).
  23. ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte FlĂ€che 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 26. Juni 2026 (französisch).